Leute!!!
Ich wollte Linux (ja, ich weiß, ich meine in Wirklichkeit eine Linux-Distribution, der Einfachheit halber im Text aber nur als Linux bezeichnet) wirklich eine Chance geben. Ich habe mich darauf gefreut, mit diesem tollen Betriebssystem und einer hübschen, quelloffenen, eleganten und konfigurierbaren Benutzeroberfläche zu arbeiten und nach und nach alles nach meinen Bedürfnissen anzupassen. Ich habe es wirklich probiert. Ich habe gehofft, ich habe gefrickelt, ich habe resigniert. Selbst 2025 ist es anscheinend noch nicht selbstverständlich, dass es für gängige Hardware Treiber gibt. Oder, dass es Plug-and-Play gibt. Aber der Reihe nach.
THEMEN IN DIESEM BEITRAG
Mein neuer Rechner
Da die SSD meines alten Rechners abgeraucht ist, habe ich mir einen neuen Mini-PC zugelegt. Mit AMD Ryzen-Chip und AMD-Grafik. So weit, so gut. Windows 11 Pro war auch vorinstalliert und ich habe mich gefreut, Fedora als Dual-Boot-System zu installieren. Und ja, ich habe mich hinreichend informiert und bin zu dem Schluss gekommen, dass Fedora mit KDE das System ist, mit dem ich arbeiten will. Windows 11 als Backup-Lösung auf einer zweiten Partition, falls mich mal das Heimweh packt oder etwas nicht funktioniert, so war der Plan. Und dann Schritt für Schritt auf Linux umsteigen.
Die Vorbereitung
Da Windows schon installiert war, habe ich es rudimentär mit lokalem Konto eingerichtet. Meine Arbeitsdateien lagen auf einer externen Festplatte, deshalb konnte ich entspannt mit den Betriebssystemen jonglieren. Dann Fedora heruntergeladen und mit dem sehr guten Fedora-Tool auf einen bootfähigen USB-Stick geschrieben. Bootreihenfolge im BIOS geändert, damit vom Stick gestartet wird. Neustart des Rechners und das Fedora Live-System kennengelernt. Da wurde ich schon stutzig…
Die Ernüchterung
Das Live-System hat kein WLAN gefunden. Hm. Vielleicht nur eine Eigenart des Live-Systems? Also hatte ich todesmutig Fedora auf die freie Partition installiert, was auch prima klappte und gehofft, dass sich dann ein WLAN finden ließ. Nach dem Neustart im BIOS die Bootreihenfolge angepasst, sodass der Rechner mit der Linux-Partition und Grub startet. Auf den Neustart in Fedora gefreut und gestartet. Dann die Enüchterung: es ist immer noch kein WLAN verfügbar (unter Windows 11 konnte ich es nutzen).

Also habe ich angefangen, mich durchzuwühlen. Nichts Brauchbares gefunden, also ChatGPT befragt. Kimberly (so heißt mein ChatGPT) hat mir rührend geholfen. Es ging immer tiefer in die Innereien von Fedora und deren Konsole, aber als nichts geklappt hat und ich den Kernel neu kompilieren sollte, habe ich die Notbremse gezogen. Das kann doch alles nicht wahr sein!
Kubuntu, WLAN und Bluetooth
Vollkommen bekloppt, weil eigentlich unlogisch, habe ich dann Fedora von der Partition geputzt, die Partition bereinigt und dann Kubuntu installiert. Ja, ich weiß, Wahnsinn ist, wenn man immer wieder das Gleiche macht und auf ein anderes Ergebnis hofft… Und auch hier: kein WLAN. Jetzt wusste ich endgültig, dass es daran liegt, dass mein WLAN-Chip im Rechner nicht von Linux unterstützt wird. Und zwar von keinem Linux! Es ist ein Chip von MediaTek und es gibt viele Berichte im Netz darüber, dass der mit dem aktuellen Linux-Kernel einfach nicht funktioniert. Da ich aber WLAN brauchte, um sinnvoll mit Kubuntu zu arbeiten, habe ich mich mit Tethering vom Smartphone beholfen. Damit schreibe ich auch gerade den Artikel via Kubuntu und Firefox. Das würde mir aber trotdem nicht helfen, wenn ich drucken will – denn unser Drucker ist ein WLAN-Drucker…
Der nächste Dämpfer kam, als ich merkte, dass Bluetooth nicht zu aktivieren war.

So eine Scheiße! Das mit dem WLAN war schon extrem ärgerlich, aber jetzt kam noch ein weiteres KO-Kriterium dazu. Auch hier: keine Unterstützung für den verbauten Bluetooth-Chip.
Die Konsequenz
Kein WLAN, kein Bluetooth, kein Drucker. Mein Linux ist somit faktisch unbrauchbar. Zum Bloggen reicht es noch und ich kann mich an der hübschen Oberfläche ergötzen und an der Tatsache, dass es ein Open Source-Betriebssystem ohne imperialistisch-US-amerikanische Ambitionen ist. Das war es aber auch schon. Also habe ich für mich beschlossen, dass ich beim Linux-Bootloader Grub bleibe, aber als Default-Startoption Windows 11 ausgewählt habe. Letzteres habe ich mir übrigens richtig hübsch eingerichtet, sodass es ich es gerne zum täglichen Arbeiten nutze. Microsoft hin oder her, Windows 11 funktioniert einfach und erkennt meine ganze Hardware zuverlässig.
Der Rant
„Oh, Linux ist so einfach einzurichten.“ – „Der Umstieg ist total leicht!“ EIN SCHEIßDRECK IST LINUX! Wenn im Jahr 2025 noch nicht einmal gängige Hardware unterstützt wird und selbst so profane Dinge wie eine WLAN-Verbindung oder Bluetooth nicht funktionieren, dann ist Linux einfach NICHT ZU GEBRAUCHEN.
Ja klar, man muss sich informieren, das ist billige Hardware, das kann ja nicht klappen, scheiß-Chipsatz, RTFM, hätten wir dir gleich sagen können, dass das mit DER Hardware nicht klappt, hast du mal den Kernel neu kompiliert, nächste Woche gibt es ein Kernel-Update, vielleicht klappt es ja dann, etc., bla bla. All‘ die neunmalklugen Kommentare aus den Linux-Foren und auf Reddit, die einen nicht einen Zentimeter weiter bringen! Ich will doch nur ein funktionsfähiges System! Weshalb und warum dies und jenes nicht klappt, interessiert mich nicht! Und ja, ich habe mich mit allem auseinander gesetzt, aber hey, es klappt trotzdem nicht! Und das ist einfach Kacke!
Ich bin computertechnisch jetzt nicht gerade ein Noob, ich kann auch irgendwie mit der bash umgehen, die grundlegenden Konzepte von Linux sind mir einigermaßen klar, die Unterschiede in den Distros auch irgendwie. Aber darum geht es nicht. Es geht um Michaela Müller, Peter Schneider oder Hartmut Strothkötter, die beschließen, Linux eine Chance zu geben. Und wenn ich schon scheitere (kurz vor dem Kernel-Kompilieren, vor lauter Not), was machen diese Otto Normal-User erst? Ich kann es Euch sagen: die kapitulieren, und zwar sofort! Und lassen ihren Rechner danach vom Kumpel oder einem PC-Notdienst wieder restaurieren. Natürlich ist Linux ein tolles Betriebssystem, wenn man sich als Normaluser ab und zu mal ein paar Katzenvideos anschaut, ein bisschen im Netz „surft“ und alle paar Monate mal einen Brief an die Versicherung schreibt. Aber auch nur dann, wenn man die richtige Hardware hat. Ansonsten is‘ nix mit Katzenvideos, dann bleibt nämlich die Kiste offline! Dann hat es sich aus aus-gelinuxt!
Ich will Linux-Distros jetzt nicht verteufeln oder ablehnen, aber das Ganze ist selbst im Jahr 2025 noch meilenweit davon entfernt, für normale PC-Benutzer praxistauglich zu sein. Eine falsche Hardware-Komponente und nichts geht mehr. Ja, ich weiß auch, dass es schwierig sein kann, für ein freies Betriebssystem alle erforderlichen Treiber bereitzustellen, wenn die Hersteller nicht mitspielen. Aber das interessiert den normalen User eigentlich gar nicht: der will nur ein funktionierendes System. Windows kann das in der Regel out-of-the-box, das macht die Sache recht einfach.
Fazit
Geh nicht gelassen in die gute Nacht.
Brenne, rase, wenn das Dunkel sich legt.
Dem sterbenden Licht trotze, wutentfacht.
Der Weise billigt der Dunkelheit Macht,
weil kein Funken je sein Wort erregt,
Geh nicht gelassen in die gute Nacht.
Dem sterbenden Licht trotze, wutentfacht.– Dylan Thomas
Nein, man kann leider, leider mit einer Linux-Distro nicht gelassen in die gute Nacht gehen. Es gibt Hürden, die man teilweise umschiffen kann und Hürden, an denen man scheitert. Das muss klar gesagt werden. Und so werde ich mein Kubuntu ab und zu mal starten, mit meinem Smartphone als Tethering-Gerät und vielleicht den ein oder anderen Blogpost damit schreiben. Schade, aber es geht nicht anders. Ich hätte es gerne anders gewollt.
Lasst es mich gerne wissen.

Well, ich stelle mir das gerade vor, wie das für User ist, die Spezialsoftware nutzen. Nehmen wir Musiker. Ich mache ja selbst nebenbei Musik. Ich habe selbst schon geschaut, ob ich da was sinnvolles auf Linux-Basis machen könnte.
Nope, dem ist nicht so. Klar, es gibt das eine oder andere Programm, das auf Linux läuft, keine Frage. ABER: Hardware-Unterstützung für gängige Keyboards oder gar Drittanbieter-Plugins, die völlig normal in der Musikproduktion sind? Vergiss es einfach mal.
Ja, ich kann deinen Frust verstehen. Aber Linux ist noch sehr weit weg davon, ein alltagstaugliches System zu sein, das wirklich ALLE Bedürfnisse von Windows- oder Mac-Usern abholen kann.
Ich denke, dass User, die Spezialsoftware, z.B. für Musik- und Viedobearbeitung, sich vorher gründlich informieren, was mit Linux geht und was nicht. Aber das nützt ja alles nichts, wenn selbst die Hardware eine Hürde darstellt. Dann klappt zwar die Musikbearbeitung (und ja, da gibt es wahrscheinlich tolle Software), aber wenn solche Basics wie WLAN nicht funktionieren, dann war’s das schon, bevor man angefangen hat.
Was mich halt sehr ärgert, ist, dass alle Linux-Enthusiasten fast immer schreiben, dass das ja alles so einfach ist und man Linux nur installieren und dann sofort durchstarten kann. Das ist definitiv nicht der Fall. Das kann klappen, muss aber nicht. Im Jahre 2025 in meinen Augen ein No-Go. Und ja, man könnte Verständnis dafür haben, dass die Hardware seitens der Hersteller manchmal nicht ausreichend unterstützt wird. Aber ganz ehrlich Henning: das interessiert mich einen Scheißdreck. Wenn ein System von Anfang an nicht das macht, was es soll, dann ist es für mich Murks.
Ich habe auf einem meiner Notebooks Ubuntu installiert. Das ging, dank „Intel-Notebook“ ganz einfach. Allerdings kann ich mich mit Linux nicht anfreunden. Ich denke, ich bleibe bei Windows!
Wir sind ja irgendwie alle „Microsoft-geschädigt“, also über die vielen Jahre mit Windows vertraut. Ich kann jeden verstehen, der oder die damit nicht klarkommt.
Du hast Hardware gekauft, die nicht funktioniert!
Kauf‘ andere Hardware!
Ich habe kein Geld mehr! DU musst sie mir kaufen!
Kauf dir einen Bluetooth- und einen WiFi-USB-Stick, bis der integrierte Chipsatz unterstützt wird!
Die folgenden sollten funktionieren (keine Garantie):
https://www.amazon.de/ASUS-USB-BT540-Bluetooth-Adapter-kompatibel/dp/B0DVGWCGD4
https://www.amazon.de/USB-AX56-Dual-Band-USB-WLAN-Adapter-externe-WPA3-Security/dp/B09QG4RQPN/259-8086131-6521929?psc=1
Ansonsten suche und erfrage dir Informationen in einem Linuxforum oder dem Forum deiner Distribution. Aber bitte lasse ranten.
Danke Dir für die Links. Ich hatte eine ganze Menge gelesen, weil ich die Idee auch schon hatte. Aber irgendwie gab es immer mal wieder Kommentare in Foren, dass der eine oder andere Stick klappt oder nicht klappt. Ich probiere das einfach mal aus. Zur Not kann man sie ja zurückschicken.
Und zum Ranten: sorry, musste mal raus. War aber auch echt frustrierend.
So, das war ein Volltreffer! Ich habe mir den USB-WLAN-Stick geholt, den Du mir vorgeschlagen hast, allerdings in der „kleinen“ Variante ohne Antennen, also nur so ein Mini-Dongle. Klappt unter Linux ganz hervorragend, direkt beim Einstecken. Danke Dir für den guten Tipp
Fun fact: unter Windows würde ein Treiber benötigt. Aber da mein Onboard-WLAN unter Windows klappt, habe ich den Stick dort einfach deaktiviert.
Danke, endlich schreibt es mal einer. Ähnlich verliefen Versuche vin mir, privat auf Linux umzustellen. Ich habe resigniert.
Auch auf der Arbeit als Admin, wir haben Linux- und Windows-Server. Da spielen wir natürlich pausenlos Updates ein. Und welche Systeme mussten wir dieses Jahr 3-mal aus einem Backup-Snapshot nach einem Update wieder neu beleben? Die Windows-Kisten waren es nicht.
Linux ist toll, für den richtigen Einsatzzweck, keine Frage. Aber eine Ablösung von Windows in der breiten Masse sehe ich damit nicht in Reichweite.
Naja Tommi, ich versuche möglichst, Dinge neutral und objektiv zu bewerten. Aber mein Linux tut einfach nicht das, was es soll. Obwohl ich diesen Kommentar gerade in meinem Kubuntu mit WLAN-Tethering vom Smartphone schreibe und hoffe, dass eines Tages ein Update reinkommt und mein WLAN-Chip endlich erkannt wird und benutzbar ist.
Aber ja, es gibt nicht nur die Leute, die happy zu Linux umgestiegen sind, sondern auch die Leute wie ich, die die goldene Arschkarte gezogen haben und weder WLAN noch Bluetooth klappen, weil sie die vermeintlich falsche Hardware haben.
Hi Martin,
egal was die Linux-Nerds erzählen und wie sie Windows schlecht reden wollen: Linux ist und bleibt etwas für Frickelbrüder, die gerne basteln oder Konsolen-Nerds, die gerne Quellcode zum Frühstück inhalieren.
Habe immer wieder mal in Linux reingeschnuppert – ‚Red Hat‘ 4 war glaube ich die erste Distribution. Muss so um die Jahrtausendwende gewesen sein. Da war schon das einbinden des CD-Laufwerks ganz großes Kino. Laufwerke „mounten“ – das war ja nun mal was, worum man sich bei Windows nicht kümmern musste.
Später habe ich dann immer mal wieder mit SUSE rumexperimentiert. Ja ganz nett – aber wieso brauche ich auf einer Distribution gefühlt 100 verschiedene Text-Editoren? Da denke ich immer: Masse statt Klasse.. Das einbinden von einem Bluetooth Drucker klappte dann auch in späteren Versionen einfacher, auch die Netzwerkeinrichtung über LAN. Trotzdem werde ich mit Linux nicht warm.
Witzigerweise unterstützt ja Windows nun Linux – es gibt sogar einen Ubunto Klon, den man als virtuelle Maschine einbinden kann und per ‚Get‘ Befehl? lassen sich aus Windows heraus Programme installieren. Das einzige, was ich an Linux immer noch besser finde ist das Dateisystem, welches zwischen Groß-und Kleinschreibung unterscheidet. Aber ich glaube, dass Microsoft auch an einem besseren und modernerem Dateisystem arbeitet. Wäre cool..
You made my day
Ich finde ja Linuxe prinzipiell sehr elegant und bin begeistert von dem modularen Aufbau, aber wenn schon die Basics nicht richtig fuktionieren, dann isses eben uncool. Ich bin ja auch bereit, mich in die Systematik hineinzufuchsen, aber auch die Begrifflichkeiten sind mir nicht immer geläufig und fühlen sich manchmal fremd an.
Jetzt bin ich mit Windows aufgewachsen und mit den Windows-Begriffen. Aber es fängt ja schon damit an, dass viele Linux-Programme statt „Speichern“ den Begriff „Sichern“ nutzen. Mag eine Kleinigkeit sein, sieht aber komisch aus.
Naja, vielleicht wird’s ja nochmal was mit mir und Linux. Fände ich irgendwie schön.
Hum, also nach 30 Jahren Windows habe ich jetzt alle meine Rechner auf Linux Mint umgestellt und tatsächlich ohne größere Schwierigkeiten. Dabei mehrere Laptops (fürs Kind und sogar für die Oma). Vielleicht lags an der Distri? Mint ist wirklich easy.
Kleiner Tipp: Bei allem berechtigten Hate auf KI habe ich, wenn ich mir dann noch ein paar Dinge „customizen“ wollte, auf die Hilfe von ChatGPT zurück gegriffen, dass sich bei der Problemlösung unter Linux echt als Gold erwiesen hat.
Hi Dennis, es liegt in der Tat nicht an der Distro, sondern daran, dass der Treiber für den WLAN-Chip nicht im Kernel enthalten ist. Da kann ich glaube ich ausprobieren, was ich will, den Treiber gibt’s nicht.
Ja, und ChatGPT habe ich auch bemüht, sogar sehr intensiv, aber sie ist daran letzten Endes auch gescheitert. Nach ein paar Recherchen und Threads, die ich zu dem Thema auf Reddit gelesen habe, hat eigentlich jeder geschrieben „tja, Pech, genau dieser Chip wird von Linux nicht unterstützt“.
Uh, ok, das ist doof. Ist das denn so ein exotischer WLAN-Chip??
Ich hab jetzt Linux Mint auf einem 2009er DELL Studio, einem 2012er Lenovo, einem 2022er HP Laptop sowie auch meinem eigenem 2024er Custom Desktop PC ohne jegliche Treiberprobleme installiert. Mein alter Herr hat das sogar jetzt auf seinem alten MacMini installiert.
Ich habe nochmal mit ChatGPT nachgeforscht. Folgendes Ergebnis:
„Der Chip ist MT7902, aber Upstream-Support fehlt noch.“
Da muss ich wohl oder übel mit leben, auch wenn es schade ist. Momentan habe ich mein Smartphone dran zum Tethering, das klappt eigentlich ganz gut, ist aber irgendwie keine Dauerlösung. Ich könnte den Kernel patchen, aber das ist mir irgendwie zu viel Gefummele, da bin ich ehrlich.
Yikes, ne das ist aber wohl ein selten unglücklicher Fall. Laptop? Ggf. Wechsel der WLAN Karte möglich? Ich hab bei meinen alten Laptops mir überall neue Karten von Ali für knapp 20 Euro eingebaut bis WiFi6. Alternativ ein WLAN Dongle, ist natürlich nicht so schön integriert. Aber an der Karte würd ich das Schicksal „weiter Windows“ oder Umstieg „Linux“ nicht fest machen wollen.
Zugegeben auf dem großen Desktop hab ich parallel ein letztes Windows laufen, da ich noch eine Anwendung nutze, die es nicht auf Linux gibt und ich auch noch keine Muße hatte, mir eine VM oder andere Möglichkeit einzurichten…
Prinzipiell ja, aber in meinem Fall ist es so, dass ich einen ganz neuen Mini-PC habe, der ist erst vor 3 Wochen bei mir angekommen. Die Dinger sind so integriert, dass ich da nicht dran herumfummeln möchte und ich weiß auch nicht, ob ich da die WLAN-Komponente überhaupt so ohne weiteres austauschen könnte.
Außerdem habe ich noch ein Problem mit Bluetooth unter Linux, das klappt irgendwie auch nicht so, wie es soll…
Habe gerade geschaut – BT ist auf dem gleichen Chip verbaut wie WLAN 🙁 Shit.
Ja,die kleinen Karten sind meist kombiniert.
Kauf dir einen Bluetooth- und einen WiFi-USB-Stick, bis der integrierte Chipsatz unterstützt wird!
Die folgenden sollten funktionieren (keine Garantie):
https://www.amazon.de/ASUS-USB-BT540-Bluetooth-Adapter-kompatibel/dp/B0DVGWCGD4
https://www.amazon.de/USB-AX56-Dual-Band-USB-WLAN-Adapter-externe-WPA3-Security/dp/B09QG4RQPN/259-8086131-6521929?psc=1
Ansonsten suche und erfrage dir Informationen in einem Linuxforum oder dem Forum deiner Distribution. Aber bitte lasse ranten.
Ihr Armen!
Das ist eigentlich kein Linux-Problem, sondern eines der Hardware. In den Mini-PCs ist meist Laptop-Hardware verbaut und die ist „schon immer“ (TM) etwas schlechter unterstützt, da sie oft mit exotischen Chips aufgebaut ist. Dazu könnte man ich auf Hardwarekompatibilitätslisten schlau machen (am besten bevor man so ein Teil kauft :-). Außerdem gibt es genau dazu die Life-Systeme: wenn damit das Wlan nicht tut, dann tut es auch nicht nach der Installation.
Aber vielleicht kann man das gute Stück ja doch noch retten: versuch es mal mit Tuxedo OS. Die Freunde aus Augsburg haben das für ihre ganzen Laptops angepasst (mit einem eigenen, modernen Kernel) und vielleicht bringt der ja den passenden Treiber mit. Basis Ubuntu LTS, moderner Kernel, KDE, flotte Installation. Das Installations-Image ist gleichzeitig ein Life-System mit dem man z.B. das Wlan testen kann.
Ich bin nach 28 Jahren Suse Linux auf Tuxedo umgestiegen und bin zufrieden.
Hi Andreas, danke für Deinen Kommentar. Ich glaube, ich mache das zur Not erst mal so wie Borsch weiter oben geschrieben hat mit externen Sticks.
Zu Tuxedo OS: ich schreibe gerade den Stick für ein Live-System und probiere es gleich mal aus.
Habe eben mal Tuxedo auf dem Live-Stick probiert, leider gleiches Problem: kein WLAN und kein BT erkannt. Jetzt habe ich mal den Tipp von @Borsch beherzigt und mir einen WLAN-Stick bestellt. Mal schauen, ob der klappt.
Daumen drücken…
Hier liegt das grundsätzliche Missverständnis. Hardwarehersteller bringen regelmäßig neue Hardware auf den Markt und leider kümmern sich viele nur um für Treiberunterstützung für Windows während bei Linux engagierte Freiwillige erst im Nachgang den Treiber rückentwickeln können, was einige Zeit in Anspruch nimmt.
Den Satz hättest du vor 5 Jahren schon schreiben können und falls sich an den Machtverhältnissen nichts ändert und OEMs sich nicht vor Veröffentlichung um Linux-Support kümmern, wirst du ihn auch in 5 Jahren schreiben können.
Glücklicherweise sind die meisten neuen Linux-Nutzer, die aktuell wegen dem drohenden Windows 10-Supportende zu Linux umziehen, nicht davon betroffen, weil deren Hardware schon ein paar Jahre abgehangen ist — perfekt für Desktop-Linux. 🙂
Ja, hast recht, ist aber zunächst massiv frustrierend, wenn man sich auf ein Linux freut und dann kommt zuerst mal die Ernüchterung.
Die Gründe, warum es so sein kann, kenne ich, klar.
Hmm, dann bin ich ja wahrscheinlich der Einzige, der seit Jahren Linux auf den verschiedensten Rechnern installiert und niemals Probleme damit hatte. WLAN, Bluetooth, externe Scanner, die der Mac nicht mehr unterstützen mag, alles tippitoppi.
Meine Linux-Distris waren Ubuntu, Mint, Manjaro und jetzt bin ich seit langem glücklich mit einer Arch-Variante (EndeavourOS). Simpel zu installieren, mit der XFCE-Oberfläche vielfältig anpassbar.
Ich arbeite mit Windows seit Jahrzehnten (ab Win 3.1), ebenso mit MacOS (seit System 7).
Privat nie mehr was anders als Linux für mich.
Das freut mich für Dich. Ich gebe zu, manchmal kann es auch klappen. Wahrscheinlich hatte ich einfach nur Pech mit der Hardware.
Ja, ist blöd. Aber es ist ein Henne-Ei-Problem und kein Problem von Linux an sich. Solange Leute nicht massenhaft auf Linux umsteigen, fühlen sich Hersteller von Hardware (wie deinem WLAN-Adapter) nicht dazu genötigt, Treiber für Linux zu liefern, und kümmern sich nur im Windows und MacOS. Monopole sind schwer zu durchbrechen.
Ja, leider.
Mit Windows wär das nicht passiert.
(Ich habe Gründe, dass der Nachfolger meines Gentoo-Linux-Laptops für Reisen ein MacBook wurde. Da geht wenigstens alles. Ich will gar nicht jeden Code immer sehen können, ich will, dass alles einfach GEHT!)
(Dass ich aus anderen Gründen jetzt wieder einen Gentoolaptop habe… lassen wir das ;-))
Ich sage mal so: bei den großen, alten Betriebssystemen wie MacOS und Linux ist die Gefahr releativ gering, dass irgendeine Hardwar nicht richtig verwendbar ist. Aber ja, ich will primär auch, dass alles geht.
Super, dass Linux mit dem neuen USB-WLAN-Stick jetzt funktioniert! Vielleicht gewinnst du Linux trotz der nervigen Startprobleme ja doch noch was ab. Falls nicht, dann hast du es wenigstens mal ausprobiert. Wichtig ist, dass man Optionen hat!
Hey Kalle, ja, jetzt macht es doch gleich viel mehr Spaß. Ich habe es mir auch schon schön eingerichtet und „zwinge“ mich, es auch zu verwenden – was aber kein Problem ist. Da gibt es momentan noch ein paar Baustellen, z.B. dass mein Drucker (über WLAN) zwar korrekt erkannt und eingebunden wurde, aber mit der Fehlermeldung „job processing failed“ es nicht schafft, eine Testseite zu drucken. Warum, weiß ich noch nicht, aber das kriege ich auch noch raus.