Die Kostenrechnung: lohnt sich ein e-Auto? Überraschende Zahlen

Ich war überrascht, als ich mal die Kostenrechnung für meinen künftigen Twingo gemacht habe. Pro Jahr spare ich an Kraftstoffkosten fast 740 € ein, das ist beinahe die Hälfte von dem, was ich jetzt bezahle. Nebenbei hat man natürlich den netten Effekt, dass man kein CO2 mehr ausstößt. Was ja auch in der Praxis so ist, denn beim Laden mit Ökostrom wird kein Molekül Kohlendioxid mehr emittiert. Somit erspare ich der Atmosphäre mehr als 2,6 Tonnen des Treibhausgases.

Zusätzlich kann ich jährlich die THG-Prämie abstauben. Das heißt, dass ich quasi Emissionszertifikate verkaufe und dafür Geld bekomme. Das sieht dann so aus:

Konkret habe ich pro Jahr also 1.033,90 € mehr im Portemonnaie.

Die Versicherung sollte summa summarum ähnlich teuer sein wie bei einem vergleichbaren Verbrenner. Die Wartungskosten tendenziell geringer, da ich keine Kupplung mehr haben werde, keinen Auspuff, keine Zylinderkopfdichtung, keinen Zahnriemen, keine Wasserpumpe, kein Motoröl, …

 

Linksgrünversiffte Ideologie? Woke Agenda? Teures Hobby für elitäre Großstädter und Körnerfresser? Unausgereifte Technik?

Nein.

Wer rechnen kann und Geld sparen will, sollte mal ernsthaft über ein Auto mit Elektroantrieb nachdenken. Wer zusätzlich noch Photovoltaik auf dem Dach hat, fährt im besten Fall umsonst. Und wer Spaß beim Fahren haben will, sowieso. Das macht dann zwar nicht mehr so lustig brumm-brumm wie vorher, aber dafür zieht Ihr an der Ampel jeden Verbrenner ab – versprochen! Und selbst wenn Euch die Umwelt am Allerwertesten vorbeigeht: Ihr leistet einen Beitrag zur Decarbonisierung der Welt.

Die neuen Modelle, die es zum Beispiel von Dacia, Hyundai und Renault gibt, sind teilweise für unter 20.000 € zu haben und somit nicht teurer als ein vergleichbarer Verbrenner.

 

Über Martin

Ich bin und war es immer, der Chefredakteur des alten und des neuen Loft 75, dem illustrierten Magazin aus dem 21. Jahrhundert. Geboren 1969 in einem kleinen Ort im Welterbe Oberes Mittelrheintal und somit gebürtiger Rheinland-Pfälzer. Ich habe mich bereits 1987 für Computer interessiert, bin oft kreativ und reduziere Dinge auf das Wesentliche, schreibe gerne und interessiere mich für Design, Einrichten, Internet, Kochen, Blogging und alles, was außergewöhnlich ist und außergewöhnlich gut aussieht. Privat wohne ich am Mittelrhein. Und ich freue mich, wenn Du dieses Magazin magst - lesen wir voneinander..?
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4 Kommentare

  1. Herr Trump hat gerade alle Einschränkungen hinsichtlich der CO2-Grenzwerte bei KFZ gekippt und jetzt ist wieder alles erlaubt ….
    unser Kanzler hat das Verbrenner-Aus erfolgreich bekämpft, ….
    und die Frau Wirtschaftsminister-Ex-Lobbyistin ist gerade dabei der Energiewende durch Kostenübertragung für die Netzausweitung (die die Südländer im wesentlichen zu verantworten haben) völlig auszubremsen; [die diese Technologie gar nicht braucht wenn man Speicher an Schwerpunkten aufbaut anstatt Gaskraftwerke oder Atomkraftwerke neu zu planen ….]

    Ich könnte da mit vielen Beispielen was schief läuft weitermachen und mir selbst die Lebensfreude vermiesen, doch mit 80 habe ich nicht mehr so viel Zeit, bestimmt nicht dafür.
    Meinen Beitrag zur CO2 Reduzierung habe ich mit dem Solarfeld 15kWp erfüllt, da habe ich ein reines Gewissen und viel Geld investiert – trotz der Tatsache, daß ich die Amortisation möglicherweise nicht mehr erlebe(!).

    Andere Mitbürger gehen stattdessen auf Kreuzfahrt ….

    • Ja, das ist das Problem bei den Populisten und den Blendern: sie wollen sich in erster Linie die Taschen voll machen, lügen uns die Hucke voll und haben kein Problem mit Vetternwirtschaft und Brachial-Lobbyismus. Wäre ich afd-Wähler, würde ich mir spätestens jetzt verarscht vorkommen, nachdem herausgekommen ist, dass die selbsternannten Saubermänner selbst im Bundesvorstand fleißig ihre eigene bucklige Verwandtschaft beschäftigen. Ja ja, das ist also gemeint mit „Deutschland, aber normal“. Das ist komplett unnormal. Der Spin der Faschos lautet jetzt: „machen doch alle, ist doch nicht so schlimm“. Zum Kotzen. Und die CxU ist da nicht besser. Das Herumgeeiere des Merz und seiner windigen Wirtschaftsministerin Gaskathi Reiche ist ein Trauerspiel. Und wenn man nichts Böses ahnt, kommt auch noch der Söder um die Ecke und haut irgendwelchen Bullshit ‚raus. Und zu allem Überfluss haben wir dann noch den Spahn, der vollends Brechreiz auslöst.

      Aber davon abgesehen: mit Fossilbrennstoff lässt sich trefflich Geld verdienen, auch die adf (oder wie auch immer die heißen) findet das lukrativ und führt die Dummen an der Nase herum. Naja, die Sektenmitglieder klatschen begeistert Beifall. Und mit Trump, Òrban und anderen Gestalten ist es ja nicht anders. Da wird der wissenschaftlich zu nahezu 100 % bewiesene, anthropogene Klimawandel einfach zum „Schwindel“ erklärt. Wissenschaft? Ach was, woker, schwuler Weicheier-Kram. Fossil bedeutet Geld, Geld bedeutet Macht. Die gute Nachricht: so langsam wachen die Leute ein wenig auf und überlegen, ob diese Märchen von der Fossilllobby überhaupt stimmen. Zumindest die, die noch ein paar Gehirnzellen haben und nicht stumpf „NuR nOcH aFd!!!!“ schreiben oder „God, Weapons, Trump“.

      Du hast Deinen Beitrag geleistet, indem Du Photovoaltaik nutzt. Auch wenn Du die Amortisation vielleicht nicht mehr erlebst, ist das ein toller Schritt, dass Du Dich dafür entschieden hast. Das finde ich großartig.

  2. Bedauerlicherweise sieht die Bilanz für unseren RAV4 (zugelassen 05/2020; gebraucht gekauft mit 36.000 km für 12.000 €; EZ 12/2008) doch etwas anders aus. Wir haben pro Jahr ca. 6.000 km (Verbrauch ∅ 12 l/100 km) Fahrstrecke. Zwar ist unsere Solaranlage 15 kWp mit 39 kW Batterie gut für Null-Kosten Strom für ein E-Kfz, aber es rechnet sich trotzdem nicht!

    Die Ladeeinrichtung würde lt. Elektriker 1.250 € kosten, und nehmen wir ein E-Fahrzeug für 20.000 € an, dann wären 21.250 € zu finanzieren, das sind pro Monat Kosten in Höhe von 270 € – wenn wir überhaupt eine Finanzierung bekommen, denn wir sind 80/71 Jahre alt.

    Für den RAV4 (jetzt 78.000km) könnten wir möglicherweise so viel Geld bekommen wie uns die Ladestation kostet … möglicherweise. Dann hätten wir immer noch Mehrkosten für das Fahrzeug die heute nicht anfallen. Und das bei festen Einkünften (Pension/Rente;ohne Gewähr), weil gerade wieder an den Renten herumgebastelt werden soll (bestimmt werden sie nicht höher, eher umgekehrt.

    Mit 80 ist abzusehen, daß die Zahl der Jahre die ich noch fahren könnte sehr beschränkt ist … und meine Frau ist blind, sie fährt nicht.

    Unser Umweltbeitrag besteht aus den Kosten für die Solaranlage (26.000 €), die selbst in den *dunklen* Monaten Mitte Oktober bis Ende Februar noch die Hälfte, in der übrigen Zeit den gesamten Bedarf an Strom + bis zu 25 kW/Tag Einspeisung liefert. Der Ertrag für die Einspeisung deckt NICHT die Kosten für den Strom in den Monaten Oktober bis März die wir noch beziehen müssen [Einspeisung pro kW lediglich 0,06€, Netzstrom 0,1928 €!, und das ist noch preiswert.]

    Danach – und unter der Voraussetzung tatsächlich einen Kredit zu bekommen – wären das monatlich ca. 300 € Mehrbelastung.

    • Hallo Wolfgang, ja, es lohnt sich nicht für jeden und nicht unter allen Umständen. Ein Kollege fährt einen älteren 3-er BMW mit recht hohem Kilometerstand und er muss jeden Tag von Gießen nach Neuwied und zurück fahren, das sind pro Tag 240 km. Er hat alles durchgerechnet und ist zu dem Schluss gekommen, dass es einfach besser ist, seinen alten BMW bis zum Schluss zu fahren.

      Du hast ja gezeigt, dass es bei Euch auch nicht passen würde. Wir haben das Glück, dass es bei uns gut in die Kostenrechnung passt.

      Aber ich finde es wichtig, dass man sich einfach mal Gedanken dazu macht. Viele haben ja gar keine Lust, sich mit solchem „grün-woken Teufelszeug“ auseinanderzusetzen. Ich denke, wir leben in einem Zeitalter der Transformation, weil wir sehen, dass es so, wie es bisher war, nicht mehr weitergehen kann. Die Atmosphäre leidet – undas das ist schlecht, weil sie erstens ein Teil unserer Lebengrundlagen ist und zweitens werden die Ereignisse, die durch ein kaputtes Klima ausgelöst werden, dramatische Folgen für die ganze Welt haben (Dürren, Hitzewellen, Kältewellen, Anstieg des Meeresspiegels und damit einhergehende Probleme, Artensterben, etc.) Das muss irgendwie gebremst werden und dafür ist eine Anstrengung der gesamten Menschheit notwendig.

      Ich denke, dass es viele kleine Stellschrauben gibt, an denen jeder Einzelne problemlos drehen kann, ohne, dass es große Einschränkungen bedeutet. Und oft macht es sogar Spaß 😉

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