Fediverse für Dummies… ...und ja, ich bin ein Dummie

Vielleicht bin ich mittlerweile zu alt (glaube ich zwar nicht), aber irgendwie habe ich das ganze Fediverse nicht verstanden. Klingt plöt, ist aber so. Deswegen war ich froh, irgendwo den Hinweis auf die Seite fediversum.info gefunden zu haben, die ein einfaches, verständliches Tutorial in die Thematik anbietet.

Leider bin ich schon am Anfang gescheitert. Denn da steht:

Jetzt bin ich genauso schlau wie vorher. Ich dachte immer, ein einziges Login wäre für mich der Schlüssel zu den Fediverse-Funktionen und -apps, unabhängig vom Server (bzw. der Instanz). Stattdessen muss ich mir Gedanken machen, was ich lesen will und ob das Ganze regional sein soll oder nicht. Verstehe ich nicht. Meine konkreten Fragen sind:

  • Brauche ich nur ein einziges Login, um mich bei Mastodon, Bluesky und dem anderen „powered by Fediverse“-Krempel anzumelden? Oder verstehe ich da was falsch?
  • Warum soll ich mich für eine bestimmte Instanz entscheiden, wenn es mir doch nur um das Login geht und ich mir die für mich interessanten Beiträge sowieso in Mastodon und bsky nach Wunsch zusammenstelle? So, wie ich auch in Insta Kanäle abonniere?
  • Mich bei einer Instanz anmelden und bäm!, alles Dienste des Fediverse nutzen, geht das?
  • Warum zum Teufel findet sich kein Designer, Pädagoge, Autor oder was-zum-Kuckuck, der sich mal erbarmt, eine schöne, verständliche und grafisch gut aufbereitete Seite zu erstellen, mit dem der Onboarding-Prozess ins Fediverse so selbsterklärend und einfach ist wie bei den großen, bekannten Dienstleistern? Sowas wie „Schritt 1, Schritt 2, Herzlichen Glückwunsch, Du hast es geschafft!“ Dieser ganze Nerdkram ist ja sicher total toll und super-nerdig, aber was nützt es, wenn man auf einfache Weise keinen Zugang dazu findet?

Ich weiß nicht, wie Ihr das seht. Aber ein Dienst bzw. ein – ja, was eigentlich? – sollte doch von Anfang an klar und verständlich sein. Nicht so ein Nerdkram. Warum schaffen es denn Helga, Olaf und Chantal, sich bei Facebook, Instagram oder sogar Twitter/“X“ anzumelden? Antwort: weil ihnen der Einstieg sehr leicht gemacht wird. App installieren und starten, Login erstellen, loslegen. Das alles mit verständlichen Texten und Bildchen, die auch Chantal versteht. Jools, die fediversum.info betreibt, hat das so auf den Punkt gebracht:

„Am Anfang wirkt alles unfassbar kompliziert, …“ Ja, tut es. Wenn die Fediverse-Dienste benutzerfreundlich werden sollen, muss das ganz anders vermittelt werden. Niemand wird dort mitmachen, wenn der Anfang unfassbar kompliziert ist. Das schreckt ab, da hat man keinen Bock drauf. War auch bei Jools so, denn sie schreibt selbst, dass sie am Anfang nicht wusste, wie das alles funktioniert.

Und nun? Passende Instanz finden (wie?), passende Dienste finden (welche gibt’s?), passende Software installieren. Dann noch die ganzen Blogs, die irgendwas mit dem Fediverse veranstalten, wo man Kommentare nur in irgendwelchen Fediverse-Diensten sehen (WTF?) oder abonnieren kann. Überfordert mich total.

Leute, ich verstehe das alles nicht. Wie fange ich an? Habe ich einen Denkfehler oder eine Blockade? Kann mir jemand helfen? Bin ich ein Dinosaurier, der nur noch den alten Kram kann – sozusagen das fleischgewordene Seniorenhandy unter den Bloggern?

Über Martin

Ich bin und war es immer, der Chefredakteur des alten und des neuen Loft 75, dem illustrierten Magazin aus dem 21. Jahrhundert. Geboren 1969 in einem kleinen Ort im Welterbe Oberes Mittelrheintal und somit gebürtiger Rheinland-Pfälzer. Ich habe mich bereits 1987 für Computer interessiert, bin oft kreativ und reduziere Dinge auf das Wesentliche, schreibe gerne und interessiere mich für Design, Einrichten, Internet, Kochen, Blogging und alles, was außergewöhnlich ist und außergewöhnlich gut aussieht. Privat wohne ich am Mittelrhein. Und ich freue mich, wenn Du dieses Magazin magst - lesen wir voneinander..?
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Ein Kommentar

  1. Schau doch mal hier: https://jointhefediverse.net/?lang=de-de
    Vielleicht hilft dir das weiter.

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