Wozu ist ein Weblog gut?

OK, die Frage mag ketzerisch klingen, aber sind wir mal ehrlich: Wer braucht ein privates Blog? Wer will das lesen? Und wenn es jemand liest, warum tut er das?

Da gibt es zunächst einige Fragen zu klären. Ich fange mal an mit denen, die ich beantworten kann.

Wer betreibt ein ‚Weblog‘?

In der Regel internetaffine Menschen, die irgendetwas mitzuteilen haben, die nicht nur ‚rumsurfen und sich Zeug saugen oder vor dem Bildschirm langweilen. Und Menschen, die ein wenig technikbegeistert sind und die Möglichkeiten ausloten wollen, „was geht“.

Ob das der Geburtstag von Tante Ingeborg ist, über den man berichten möchte („die Schnittchen waren saulecker!“) oder ob das die momentane Befindlichkeit ist („mir ist kalt, wem noch?“). Oder aber eigene Geschichten, die kurios sind und von denen man meint, dass sie den Rest der Welt interessieren. Und vielleicht noch die Freaks, die den ganzen Tag im Netz rumsurfen und tolle Videos ‚rauskramen, Aktionen, die man noch nicht kennt oder witzig designte Produkte, die man erstehen kann und die noch keiner kennt. Also jeder, der der Welt irgendwas mitteilen möchte. Und wenn es nur ist: „HELLO WORLD!“

Haben Betreiber eines Blogs zu viel Zeit oder sind sie arbeitslos und haben keine Freunde?

Die meisten sicher nicht. Wenn Du Fußball, Briefmarkensammeln oder Fernsehen als Hobby hast, dann nehmen sich die Blogger eben die Zeit, mal eben einen Artikel zu verfassen. Das ist deren Form von Hobby: ein paar interessante Zeilen zu schreiben in ihrer Freizeit. Wir sind keine Freaks, wir schreiben nur gerne. So einfach ist das ;-)

Und Freunde habe ich, keine Frage…sehr, sehr gute sogar. Und ein Privatleben jenseits des Netzes auch.

Was ist der Vorteil eines Weblogs im Gegensatz zu einer „normalen“ Homepage?

Man kann Gedanken spontan mitteilen. Und über Dinge schreiben, die gerade erst passiert sind.

Schön ist es immer, wenn das Ganze irgendeinen Mehrwert hat, also der Leser nach dem Durchlesen sagt „hamma wieder was gelernt!“ Das geht auf „normalen“ Homepages nicht wirklich, denn die sind in der Regel von Hand geschrieben oder per Dreamweaver, Frontpage oder ‚was-auch-immer‘ erstellt – also mit Methoden, die eine spontane Aktualisierung nur bedingt zulassen. Und die demnach nur selten aktualisiert werden, weil das eben Handarbeit darstellt (und darauf hat man als Privatmensch selten Lust).

Jetzt kommen wir zu den Fragen, die ich nicht selbst beantworten kann, hier brauche ich Deine Ideen und Tipps.

Was will der typische Leser eines privaten Weblogs sehen?

Ich persönlich sehe mir gerne Seiten von Menschen an, die ich kenne oder zu denen ich eine irgendwie geartete Beziehung habe. Da kann der Inhalt auch gerne mal pillepalle sein, das ist dann egal, denn die Person ist mir wichtig. Oder ich schaue mir Weblogs an, die interessant sind, weil man auf tolle Ideen kommt, z.B. IKEA Hacker, Dr. Web Magazin, Design Tagebuch. Das hat dann einen persönlichen Mehrwert oder erweitert den Horizont durch ständig neue, spannende Artikel.

Und jetzt zur Fragestellung: Was willst Du hier sehen? Was erwartest Du? Was wünschst Du Dir? Warum liest Du hier mit?

Ich habe momentan 25 Feed-Leser, wow! Die Anzahl derer, die nur so „nebenbei“ bei mir im Magazin (ich mag das Wort „Blog“ nicht wirklich, schon gemerkt..?) vorbeisurfen, ist wahrscheinlich noch höher. Irgendeinen Grund hat das sicherlich, dass ca. 25 Menschen gerne darauf warten, dass ich einen neuen Artikel schreibe. Über meine Plattensammlung, Nachmittage am Laacher See, Urlaub oder Videos, die ich aufgeschnappt habe. Aber warum? OK, manche von Euch kenne ich persönlich – sei es als Freund oder Kollege – aber die anderen, die hier mitlesen, was interessiert Euch am Loft 75?

Farbe, Artikel, Umfragen, Aktionen, Erweiterung des Horizonts, Privates, Bilder, Geld, Gold, Öl? Ich will es wirklich wissen. Denn nur so kann das Ganze spannend bleiben. So spannend, dass Du jeden Tag wieder hier vorbeischaust. Und Dich vielleicht freust, wenn ich wieder was Neues geschrieben habe.

Bitte teile es mir mit. Denn dieses Blog soll niemals langweilig werden für Dich und soll Deinen Alltag auf irgend eine Weise bereichern. Denn sonst wäre das Ganze ja irgendwie für die Katz‘, oder..?

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Über Martin

Ich bin und war es immer, der Chefredakteur des alten und des neuen Loft 75, dem illustrierten Magazin aus dem 21. Jahrhundert. Geboren 1969 in einem kleinen Ort im Welterbe Oberes Mittelrheintal und somit gebürtiger Rheinland-Pfälzer. Ich habe mich bereits 1987 für Computer interessiert, bin stets kreativ und reduziere Dinge auf das Wesentliche, schreibe gerne und interessiere mich für Design, Einrichten, Internet, Kochen, Blogging und alles, was außergewöhnlich ist und außergewöhnlich gut aussieht. Privat wohnte ich in Koblenz am Rhein - in dem besagten Loft, das keins ist. Und seit einigen Jahren wohne ich im Bergischen Land. Ich freue mich, wenn Du dieses Magazin magst - lesen wir voneinander..?
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7 Kommentare
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Martina

Hallo Martin,

erst einmal ein großes Lob: Dein Blog Theme gefällt mir sehr gut!
In Sachen: wozu ist ein Webblog gut? Eben genau dafür, das man seine Meinung spontan äußern kann und zu fast jedem Thema auch einen passenden Blog findet. Mir gefällt sowohl das Lesen innerhalb eines Bloges, als auch das Schreiben eines Bloges.

Es lebe das Web 2.0!
Liebe Grüße von Martina

Ecki

Ich finde auch, man sollte das schreiben was man will und was einem gerade so von den Fingern läuft. Und nicht von anderen beinflussen lassen.

Verena

ich gehöre zu deinen Feed Lesern. ;)
warum komme ich hierher? Hm. ich lese sehr gerne Blogs und da ich ja noch neu in dieser Art von Bloggerszene bin (hatte bis zum Sommer zwar auch einen, aber der war nur privat und der Rest kam auf die Newsseite) und bis vor über 2 Jahren habe ich bei myblog gebloggt. Blogs lesen finde ich spannend und interessant. Man lernt viele verschiedene Menschen kennen, man erfährt einiges aus der Internetwelt, man bekommt Wichtelpost etc. Und Blogs, die mir sympathisch sind bzw. deren Autoren mir sympathisch sind, lese ich besonders gerne.

Retronaut

Ich nehme Geld, Gold und Öl!!!
Nee, im Ernst! Ich würde mich davon frei machen was die Leute lesen wollen. Die Frage ist was Du schreiben willst. Ich kann Dir irgendein Thema rein rufen und Du saugst Dir was dazu aus den Fingern. Was bringt das?
Ich lese private Blogs, gerade weil ich gerne überrascht werde, was Blogger XY heute wieder verzapft hat. Da ist mit Sicherheit auch das ein oder Thema dabei zu dem ich nix sagen kann oder das mich auch nicht interessiert. Ok, dann warte ich halt auf den nächsten oder übernächsten Artikel.