Wenn Tiere bald sterben

Heute muss ich leider etwas Trauriges berichten. Meine Katze Die Katze meiner Mutter, das „Meus“, leidet seit einiger Zeit schon an einer geschwollenen Vorderpfote und wir hatten heute einen Termin beim Tierarzt. Nach dem Röntgen hatte er leider nichts Gutes zu berichten: am Ellenbogengelenk hat sich ein bösartiger Tumor gebildet, ein Knochensarkom. Das umliegende Gewebe ist daher stark angeschwollen und wie es aussieht, hat sie nicht mehr lange zu leben ;-( Aufgrund der Schmerzen, die sie hat (obwohl sie es sich nicht anmerken lässt), frisst sie nicht mehr viel und liegt meistens in ihrem Körbchen. Es wird wohl so enden, dass sie bald gar nichts mehr frisst und dann ist es Zeit, Abschied zu nehmen, um sie von ihrem Leiden zu erlösen.

Meus 2002 Meus 2007

Der Tierarzt hat meiner Mum ein Schmerzmittel mitgegeben sowie eine Flasche mit homöopathischen Tropfen, die sie möglichst noch bis zum Schluss relativ fit halten sollen. Beide Medikamente werden ab jetzt täglich mit in’s Futter gemischt. Sorgt zwar nicht für Heilung, aber gibt Meus im Idealfall bis zum Schluss Lebensqualität.

Nach der Diagnose waren meine Mutter und ich erstmal fertig. Wer rechnet denn schon mit dem Schlimmsten? Arthrose, klar, oder eine Entzündung vielleicht. Aber Krebs? Nach der Narkose, die zum Röntgen durchgeführt werden musste, bekam Meus vom Tierarzt eine Aufwachspritze und dann ging’s nach Hause.  Schön ist das jedenfalls nicht, wenn eine halb komatöse Katze beim Gehen immer wieder umfällt und dauernd versucht, sich zu erbrechen (wobei da nur gelber Schaum ‚rauskam). Als ich heimgefahren bin, lag sie mit weit geöffneten Pupillen und zu kaum einer Gemütsregung fähig im Wohnzimmer bei meiner Mutter. Das arme Tier.

Schlimm ist es auch, wenn man eigentlich genau weiß, dass ein Tier nicht mehr lange zu leben hat. Vielleicht ist die Lebenserwartung höher als gedacht und aus den 3-4 Monaten werden auf wundersame Weise noch 2 Jahre. Aber spekulieren sollte man nicht darauf.

Meus habe ich 1999 aus dem Koblenzer Tierheim geholt; sie wurde gefunden und trug ein neon-gelbgrünes Flohhalsband, weshalb sie von den Mitarbeitern im Tierheim den Namen „Neon“ bekam. Wir nannten sie „Patsy“. Aber wie das häufig der Fall ist, hat sich noch ein anderer Name „eingeschlichen“, denn ich habe sie immer öfter „Mäuschen“ gerufen, daraus wurde nach kurzer zeit „Mäusi“ und schließlich „Meus“. 2004 habe ich sie meiner Mutter überlassen, weil meine damalige Freundin einen großen Schäferhund hatte – das wäre nicht gutgegangen. Und sie ist meiner Mutter dermaßen an’s Herz gewachsen, dass sie sich eine Zeit ohne sie nicht vorstellen kann. Wenn man mit einer tödlichen Krankheit konfrontiert ist, muss man sich aber mit dem Gedanken abfinden, und das fällt sehr schwer. Denn man hat sein Tier ja über viele Jahre liebgewonnen. Es ist traurig zu sehen, dass diese Katze – die ja nie die sportlichste war – jetzt fast nur noch schläft und beim Gehen leicht humpeln muss. Aber sie ist lieb und schmusig und bereitet viel Freude und wird es vielleicht noch länger tun. Hoffentlich…

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Über Martin

Ich bin und war es immer, der Chefredakteur des alten und des neuen Loft 75, dem illustrierten Magazin aus dem 21. Jahrhundert. Geboren 1969 in einem kleinen Ort im Welterbe Oberes Mittelrheintal und somit gebürtiger Rheinland-Pfälzer. Ich habe mich bereits 1987 für Computer interessiert, bin stets kreativ und reduziere Dinge auf das Wesentliche, schreibe gerne und interessiere mich für Design, Einrichten, Internet, Kochen, Blogging und alles, was außergewöhnlich ist und außergewöhnlich gut aussieht. Privat wohnte ich in Koblenz am Rhein - in dem besagten Loft, das keins ist. Und seit einigen Jahren wohne ich im Bergischen Land. Ich freue mich, wenn Du dieses Magazin magst - lesen wir voneinander..?
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diana

Hallo Martin

das tut mir so leid…:-(
ich bin so fertig..bin jetzt schon nur noch am weinen…es ist so verdammt schwer:-(
Aber Du weißt wie ich fühle…
Und vielen Dank für Deine lieben Worte..!!!!!!!!!!!

Dir auch alles Gute

liebe Grüße
Diana

diana

hallo
es ist wirklich so traurig…:-(
mir geht es im moment nicht anders…
bei meinem Kater, er wird im März 16
J….wurde vor 3 Wochen ein Tumor
festgestellt.
Gestern war ich wieder mit ihm beim TA..er
wurde geröngt und es ist eindeutig ein
bösartiger Kiefertumor…er hat vorne und im
Maul alles sehr dick.Seine Zähne sieht man
nicht mehr.
Ich bin fix und fertig…:-(
Er bekam nun eine Spritze und in einer Woche
muss wieder geröngt werden…um zu sehen ob
die Spritze hilft. Denn sein Kiefer ist
schon
etwas zerstört vom Krebs…sowie ist die
eine
Lymhdrüse dick.
Der TA sagte mir, wenn die Spritze was
bringt..dann muss er sie jede Woche
bekommen,
müsste ihm dann zuhause spritzen.Das wäre ja
kein thema,ich kann es ja…aber er lässt
sich ja nichts machen.Ich muss ihm auch
jedesmal wenn ich zum TA gehe, eine Tablette
geben…sonst dreht er durch.
Sie sagte auch,wenn die Spritze nichts
bringt, dann muss ich mich
entscheiden…denn
es kann passieren das ihm der Kiefer
bricht…und das wäre fies.

Ich bin seit gestern am dauerweinen…ich
habe ihn mit 5 Wochen damals bekommen,,er
ist
so ein Schatz.Er hängt auch sehr an
mir…immer wenn jemand bei mir war …sagte
man mir “ der liebt dich“ weil er
mich so anschaut..ganz verliebt
Wo ich bin, da ist mein Kenny….schon
immer.

Bin auch so verzweifelt….ich will ihn nicht
gehen lassen…aber auch nicht
quälen….denn
so scheint er keine Schmerzen zu haben…er
frisst auch noch,aber nur noch
Nassfutter,Trockenfutter kann er nicht mehr
kauen…und trinkt mit vorliebe
noch seine Katzenmilch.
(((((((((((((((((((((((((((((((((((( es
ist so schlimm
Ich kann nicht mal sagen was gespritzt
wurde..weil ich schon in der Praxis nur noch
am weinen war……

ich hoffe unsere 2 werden trotzdem noch ein Weilchen leben…und keine Schmerzen haben:-(

LG
Diana

Melli

Hmm, hier bin ich ja jetzt ein paar Tage rumgeschlichen… ich finds ja auch entsetzlich – und dass es vor allem auch für Deine Ma schrecklich sein muss, kann ich mir gut vorstellen… aber auch für Dich ja wahrscheinlich alles Andere als einfach… :( Och Menno… da ahnt man nix Böses, wenn man zum Tierarzt geht und dann sowas… wie doof. Aber ich wünsch Euch allen auch, dass Ihr ne gute und intensive Zeit bis zum Schluss haben könnt – und dass es bis zum Ende noch ein bissel Zeit ist, so dass Ihr Euch so gut es geht, darauf vorbereiten könnt, auch wenn es DIE Vorbereitung wohl nicht gibt.
Irgendwie mag ich das Viech ja auch wohl… kenn sie ja auch schon fast von Anfang an…
Och, ich hab doch keine Worte für sowas…

PS: Passt hier jetzt nicht hin, hat aber ne gewisse thematische Nähe – aber Totgesagte leben ja bekanntlich länger – hast Du auch nen Anruf aus der Gruft gekriegt?

DarkVamp

Schrecklich… Ich liebe Katzen so sehr und selbst Meus hatte ich ins Herz geschlossen. Ja ich habe sie immer Monsterkatze genannt aber auch nur im Spaß!

Ich hoffe das Ihr leiden nicht so arg sein wird und das sie dann ein neues gesundes Leben starten darf.

Chikatze

Oje. Das tut mir leid!
Ich hab auch schon viele Katzen in meinem Leben verabschieden müssen (bzw. konnte nicht da sein, weil ich zu weit weg war…doof).
Meine arme Mutter mußte schon ein paarmal diesen schrecklichen Weg zum Tierarzt gehen um eine Katze einschläfern zu lassen.
Meine erste Katze starb z.B. so. Da war ich erst 7 oder 8 Jahre alt.
:(…
Ich wünsche das niemandem, diese Entscheidung treffen zu müssen.
Schlimm.
Habe mich immer damit getröstet, daß man ja sagt, Katzen haben 7 Leben. Und ich bin ganz sicher, daß alle früheren Katzen, die mich kannten, in meinen heutigen Katzen weiterleben.
:)
Kleiner Trost, ich weiß.

Yvonne

Schlimm finde ich, wenn man ganz genau weiß, dass das geliebte Tier sterben wird und zwar nicht auf „natürlichem“ Wege, sondern weil es krank ist. Schlimm ist auch das Wissen, dass man u.U. eine Entscheidung fällen muss (sollte), um den Tier Qualen und u.U. ein langes Leiden zu ersparen. Aber das ist in meinen Augen der letzte Liebesdienst an den Gefährten und das Gefühl kann durchaus positiv gewertet werden.
Der Himmel hat übrigens noch ganz viele Sterne und einer davon wird irgendwann Meus gehören …
Im Übrigen hat es Sascha mit dem letzten Absatz genau getroffen.

Sascha

Sowas ist immer eine Scheiß-Situation, wenn man quasi dabei zusieht, wie es langsam dem Ende entgegengeht. Wie sehr einem ein Haustier ans Herz wachsen kann und wie weh der Verlust tut, habe ich am eigenen Leib erfahren müssen. Und ständig quält man sich selbst mit der Frage, ob man noch ein paar Tage / Wochen mit dem Tier hat oder ob man es damit nur unnötig quält.

Ich wünsche euch viel Kraft für die bevorstehende Zeit und kann nur hoffen, dass ihr es schafft, auch noch die positiven Seiten -ja, die gibt es- dieser gemeinsamen Rest-Zeit irgendwie wahrzunehmen und (er-)leben zu können.

Ivy

Oh Mann. Das tut mir echt leid für euch. Als Katzenbesitzerin kann ich mir vorstellen, dass das sehr schlimm sein muss. Ich wünsche euch trotzdem noch viel Freude an eurer Meus und hoffe, dass sie nicht allzusehr leiden muss. LG aus Wien.