Prepaid für Ahnungslose

ad absurdumKennt Ihr auch die Werbung des Handy-Anbieters kl*rmobil.de mit dem ‚rumpöbelnden Waldschrat? „Mir steht’s bis oben mit der ganzen Handy-Verarsche!!! Wozu bezahl‘ ich denn die ganze Scheiße?!“ Die sieht man gerne mal im Kino, ob sie auch im Fernsehen kommt, weiß ich nicht. Ich habe mich immer gefragt, wie man Sympathiepunkte sammeln will, wenn so ein fieser Typ die (potenziellen?) Kunden dumm anmacht. Mich hat das jedenfalls noch nie angesprochen, und das ist im Nachhinein auch gut so.

Denn die Herrschaften von kl*rmobil.de haben sich anscheinend überlegt, dass ihre kalkulierten Billigtarife wohl doch ein bißchen zu preiswert sind und sich nicht rechnen. Denn anders kann ich mir nicht erklären, warum sie jetzt damit anfangen, an unerwarteter Stelle Geld einzutreiben mit einer Methode, die dem Wegelagern gleichkommt und die die Cit*bank auch mal ausprobiert hat:

Die Nichtnutzungsgebühr!

Dazu sei vorab gesagt: wer kl*rmobil-Kunde ist und auf solche Mätzchen keine Lust hat, sollte seinen Vertrag innerhalb von 3 Wochen schriftlich kündigen. Scheint bei Postpaid (=Vertragskarten) und Prepaid der Fall zu sein. Weiß man aber nicht genau.

Wichtig: schaut nach, ob Ihr noch irgendwo alte Aktions-SIM-Karten von kl*rmobil rumliegen habt, denn die wird bei Nichtbenutzung ebenfalls belastet!

Früher war es bei diesem Anbieter so, dass man eine Vergütung bekam als Belohnung, dass man das Netz nicht belastet hat, weil man wenig telefoniert. Heute ist es so, dass man für die „aufwändige Kontopflege“ jeden Monat 1,- € „Strafe“ zahlen muss, wenn man unter 3,- € Mindestumsatz im Monat liegt. Dabei dachte ich immer, dass Prepaid-Karten gerade für solche Leute gedacht sind, die kaum telefonieren oder einfach nur erreichbar sein wollen.

Natürlich geht es nicht um den finanziellen Ruin durch den einen Euro, den man monatlich bezahlen muss, wenn man wenig telefoniert. Es geht darum, dass der Kunde für blöd verkauft wird. Zu dumm, denn die Herrschaften scheinen zu vergessen, dass es noch andere preiswerte Prepaid-Anbieter gibt. Ich würde sagen, dass kl*rmobil sich mit der Aktion keinen Gefallen getan hat…

[via mydealz.de, siehe dort auch die Kommentare]

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Über Martin

Ich bin und war es immer, der Chefredakteur des alten und des neuen Loft 75, dem illustrierten Magazin aus dem 21. Jahrhundert. Geboren 1969 in einem kleinen Ort im Welterbe Oberes Mittelrheintal und somit gebürtiger Rheinland-Pfälzer. Ich habe mich bereits 1987 für Computer interessiert, bin stets kreativ und reduziere Dinge auf das Wesentliche, schreibe gerne und interessiere mich für Design, Einrichten, Internet, Kochen, Blogging und alles, was außergewöhnlich ist und außergewöhnlich gut aussieht. Privat wohnte ich in Koblenz am Rhein - in dem besagten Loft, das keins ist. Und seit einigen Jahren wohne ich im Bergischen Land. Ich freue mich, wenn Du dieses Magazin magst - lesen wir voneinander..?
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6 Kommentare
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Yvonne

Die arme Freundin :-) Und wenn sie das absolut dringende und nicht mehr aufschiebbare Bedürfnis hat, ihrem Freund eine SMS mit gN, sT, hdl, ild, vD, Dfm u.s.w. zu schreiben, geht das aber ganz gut ins Geld … Per Mail sowas zu schreiben ist ja auch doof, man weiß ja nie, wann der Andere das liest.

Der Unterschied ist einfach der, bei dem einen weiß man was man zu zahlen hat und es liegt im eigenen Ermessen, ob man es nutzen möchte oder nicht, man „schädigt“ sich damit also selbst.
Beim anderen wird man gezwungen die Leistung zu nutzen, da man ansonsten für die Nichtnutzung „bestraft“ wird. Da aber die „Strafgebühr“ recht niedrig ist, werden sich wohl die wenigsten beschweren und der Anbieter darf sich am Ende des Monats über eine vermutlich recht ansehnliche eingenommene Summe freuen.
Da das Handy für mich mehr ist als nur ein „Mobil-Telefon“, bleibe ich bei meiner Flat! Handysüchtig bin ich allerdings nicht!!!

Marco

Danke Martin.
Recht hast Du. Der Vergleich hinkt. Ist mehr das teure Vertragshandy mit 69 Euro-Flatrate, das man dann in die Ecke legt.
Vergiß also meinen letzten Kommentar. ;-)

Marco

Nachdem ich früh dem Handywahn verfallen war (da waren die Dinger noch richtig groß), ga es eine Zeit, in der ich weder Handy noch vertrag besaß. Als ich 2007 meinen Job antrat, fragte mein CHef nach meiner Mobilnummer, da wir viel unterwegs sein würden und er mich ja sonst nicht erreichen könnte. ALso musste wieder ein Handy her. Da ich nicht vorhatte, Gott und die Welt anzurufen, reichte mir eine Prepaidlösung. Ich lade bei Bedarf (äußerst selten) mal auf und gut ist. Wenn ich jetzt auch noch für die Nichtnutzung zahlen sollte, fände ich das sehr merkwürdig. Obwohl das ja heutzutage normal ist. Man bezahlt so viele Dinge, die man kaum oder sogar ar nicht nutzt: zur Verfügung gestellte und nicht ausgereizte Disporahmen, das anfangs noch häufig besuchte Fitneßstudio, ein Motorrad, dass das ganze Jahr angemeldet ist, aber nur im Sommer bewegt wird, usw. usf. Diese Liste ließe sich endlos fortsetzen.

Yvonne

Gemäß Urteil des OLG München aus dem Jahre 2006 sind Klauseln in Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB), die den Verfall eines Prepaid-Guthabens bezwecken, unzulässig. Dieses Urteil bezog sich zwar auf einen bestimmten Anbieter, jedoch wurden die Netzbetreiber aufgefordert, ihre AGBs hinsichtlich des Verfalls zu ändern.
Da es aber Nutzer gibt, die sich ein Handy lediglich für „Notsituationen“ angeschafft haben, könnte ich mir durchaus vorstellen, bedeutet das für viele Netzanbieter einen erheblichen Verlust. Um diesen auszugleichen wurde wohl von dem von Dir genannten Anbieter die NICHTnutzungsgebühr eingeführt.
Da für mich eine Prepaidkarte monatlich erheblich teurer wäre, habe ich eine Flat und kann stundenlang telefonieren und 100e von SMSen schreiben. Schade nur, dass mein Freund nicht den gleichen Anbieter hat – naja, vielleicht ist es aber auch zu seinem Besten … :-)

Verena

wie gut, dass ich bei einem herkömmlichen Anbieter bin (o2). Diese ganzen anderen Anbieter sind mir nicht ganz geheuer.