Polaroids und Frauen

Wer von Euch digicam-verwöhnten Menschen erinnert sich noch an ein Leben vor der digitalen Bildspeicherung? Tja, die ältere Generation mal wieder ;-) Damals war eine POLAROID-Kamera eben die einzige Möglichkeit, „mal eben schnell“ ein Bild zu machen, das man nicht entwickeln lassen muss. Und Bilderentwickeln war auch ein Geduldsspiel – das hat schon mal gut und gerne eine ganze Woche gedauert, und wenn man dann das Kuvert abgeholt hat, ärgerte man sich nur allzu häufig über die vielen misslungenen Fotos. Und bei maximal 36 Bildern pro Film – da ist gerne mal die Hälfte hässlich oder unbrauchbar. Bezahlen musste man sie trotzdem.

Aber die POLAROID-Sofortbildkameras boten hier wirkliche Abhilfe. Die sahen aus wie Brotkästen, waren nicht wirklich gut, aber man hatte eben ein Bild. Das schnurrte nach dem Abdrücken aus einem Schlitz raus, man wedelte es hin und her (musste man wahrscheinlich gar nicht, tat es aber trotzdem), und innerhalb der nächsten Minuten entwickelte sich dann das Foto vor den erstaunten Augen.

Die „Filme“ kaufte man in solchen bunten Kartons. Der Inhalt war eine Art Kassette, die man en bloc in die Kamera einlegte. Sauteuer auch noch, das Ganze. Und die Fotos hatten alle diesen charakteristischen Look, mit dem breiten Rand unten.

Der war aber echt praktisch und wahrscheinlich auch gewollt, denn da konnte man mit Kuli oder Edding ein bißchen was draufschreiben. Quasi „EXIF Old-school“. So hatte man auch nach Jahren, als die Bilder schon verblassten (und das taten sie!), noch eine kurze Notiz, was und wo das eigentlich war.

Dies als kleiner Exkurs zu einem Thema, das mal wieder aus der Mottenkiste geholt werden sollte. Und jetzt zu meinem eigentlichen Anliegen. Denn ich habe über den StyleSpion das Blog NO TRENDS entdeckt. Und just dort geht es in Artikel No. 011 um POLAROID-Bilder von Frauen. Und die gibt es wiederum bei FIFTYROOMS (bitte nicht von der grauenhaften französischsprachigen Meldung abschrecken lassen, die beim Aufrufen aufpoppt – wegklicken und gut). Aber vor lauter verkünstelter Gestaltung sucht man den Inhalt verzweifelt…oben steht irgendein Stuss, den keiner versteht, und die Bilder sind auch gut versteckt. Nämlich unter dem Foto mit der Amiflagge. Dort stehen die Namen der Fotografen, und wenn man die einzeln anklickt, dann kommt man in die Bildergalerien (muss das so umständlich sein?!)

Einfach mal die Galerien durchklickern. Der Charme des Ganzen ist der „Sofortbild-Look“. Und damit wird man doch unweigerlich wieder in die guten alten 70er gebeamt, oder? Und außerdem lenkt mich das Thema gerade so herrlich ab von meinen Sorgen…

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Über Martin

Ich bin und war es immer, der Chefredakteur des alten und des neuen Loft 75, dem illustrierten Magazin aus dem 21. Jahrhundert. Geboren 1969 in einem kleinen Ort im Welterbe Oberes Mittelrheintal und somit gebürtiger Rheinland-Pfälzer. Ich habe mich bereits 1987 für Computer interessiert, bin stets kreativ und reduziere Dinge auf das Wesentliche, schreibe gerne und interessiere mich für Design, Einrichten, Internet, Kochen, Blogging und alles, was außergewöhnlich ist und außergewöhnlich gut aussieht. Privat wohnte ich in Koblenz am Rhein - in dem besagten Loft, das keins ist. Und seit einigen Jahren wohne ich im Bergischen Land. Ich freue mich, wenn Du dieses Magazin magst - lesen wir voneinander..?
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2 Kommentare
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lionell

Ich erinner mich vor allem noch a die Zeiten bei dr Bundeswehr, damals hatte ich ene sogenannte Sofortbildkameraanlage, benutzt wurde das Ding für Rekrutenfotos. Oft nur in schwarz/weiss selte bekamen wir auch Farbfilme. Aber man konnte teilweise ganz nette Passbilder it machen. Bedngt auch dadurch das die Kamera 4 Linsen hatte womit man ds typische Polaroid-Format durch 4 teilte.

Spielkind

Hi
Du hast aber auch ein super Blog. Danke für Deinen Besuch bei mir!

Werde jetzt öfters reinschauen!

LG
dat Spielkind