Normandie für Anfänger

Unser Sommerurlaub war kurz. Und mal wieder mit der heißen Nadel gestrickt. Denn am letzten Montag hieß es noch „Zeeland/NL“, um kurz darauf umzudisponieren und kurzfristig ein paar Tage in der Normandie zu verbringen. Warum Normandie?

 

Der Franzosenmarkt war Schuld!

Am Sonntag, den 24.07.2011 waren Yve und ich auf dem „Französischen Markt“ in Neuwied. Nachdem wir ein leckeres Baguette mitgenommen hatten, kam der Wunsch auf, doch mal wieder nach Frankreich zu fahren (hach, wie plakativ…). Und nachdem uns das Angebot, im Ferienhaus in Holland Urlaub zu machen, in letzter Konsequenz doch nicht zugesagt hatte, wurde eben Frankreich geplant. Hauptsache Strand, nicht so weit entfernt und eben – naja – Frankreich ;-)

 

Wie plant man so einen kurzfristigen Urlaub mit 4 Personen?

Nach dem Brainstorming und der Entscheidung, wo man für wenig Geld gut übernachten kann, schied ein Ferienhaus aus und ein Hotel kam infrage. Und nachdem ich telefonisch mit meiner Schulatlas-bewehrten Mutter die Küstenorte in der Normandie abgeklappert hatte, stand nach mehreren Recherchen bei Booking.com fest: Le Havre. Denn dort bekam man Hotels mit vernünftiger Preisgestaltung in guter Lage am Atlantik. Also Meer, Kultur und ein vernünftiges Preis-/Leistungsverhältnis.

Wir entschieden uns für das Hotel Le Richelieu, mitten in der Stadt. 8 von 10 Bewertungspunkten, 208,- € für 3 Nächte für 4 Personen, mitsamt kostenlosem WLAN und 500 m vom Meer entfernt. Günstiger und besser geht’s wohl kaum noch.

Dann wurde gepackt, das Auto vollgetankt, im Vorfeld noch ein wenig recherchiert und auf ging’s! Ist doch einfach, oder?

Unser Zimmer Am Hafen von Le Havre

 

Die Normandie. Die Basics.

Die Region Haute-Normandie besteht aus den Departements Seine-Maritime und Eure und liegt in Nordfrankreich, direkt am Ärmelkanal. Brighton in Südengland liegt ziemlich genau gegenüber. Die Normannen haben eine lange Geschichte und die Region ist geprägt von Calvados, Fachwerkhäusern und Seebädern an Atlantik-Stränden. Laut Wikipedia stellen die Deutschen den drtittgrößten Teil des Tourismus-Aufkommens, vor Franzosen und Briten.

In der Normandie isst man viel Fisch und frische Muscheln, man wurde einst gebeutelt von den Wirren des 2. Weltkrieges und hat ein enges Verhältnis zum rauen Atlantik. Schifffahrt und Fischerei sind untrennbar mit der Region verbunden.

  • Von Koblenz kommend fährt man ca. 520 km mit dem Auto durch die belgische Wallonie und Nordfrankreich, dann ist man angekommen. Das dauert ca. 6-7 Stunden (wir haben aber länger gebraucht, weil wir „gemütlich“ gefahren sind). Man sollte mit dem Navi fahren, da dieses die mautpflichtigen französischen Autobahnen umfahren kann. Man tuckert dann zwar über das ein oder andere französische Dorf, was aber sehr reizvoll ist. Wer noch ein Navi braucht: hier gibt’s Navigon-Geräte in Top-Qualität zum kleinen Preis („blemished boxes“).
  • Auf der Fahrt sieht man am Straßenrand viele Kriegsgräber aus dem 1. Weltkrieg, die einen Kurzbesuch wert sind. Und auch französische Dorfbäckereien (Boulangerie/Patisserie) sind sehr empfehlenswert!
  • Der Sprit ist so teuer wie bei uns, Super heißt „Euro 95“, „Super 95“ oder „Sp 95“. Eine Schachtel Zigaretten (20 Stück) kostet 5,40 €. Also am besten in Belgien kaufen, da sind sie recht billig. Das Tempolimit auf Autobahnen beträgt 130 km/h, auf Landstraßen (N…) 70-90 km/h.

Soldatenfriedhof aus dem 1. Weltkrieg In Frankreich

 

Ankunft und erster Tag in Le Havre

Nachdem wir dem tristen deutschen Wetter entflohen waren, erwartete uns in Le Havre strahlender Sonnenschein. Das Hotel war schnell gefunden und beim Check-In wurden wir von „Jean-Louis“ auf deutsch begrüßt und direkt mit vielen Tipps ausgestattet: wo man gut essen kann, was man sehen muss, wo man hinfahren sollte. Unser Hotel war hübsch, aber leider waren unsere Zimmer im 4. Stock. Ohne Aufzug… Das WLAN klappte irgendwie, aber der Empfang war sehr mau, leider. Nachdem wir uns kurz frisch gemacht hatten, gingen wir dann über den Hafen an den Strand.

  • Man darf keinen Sandstrand erwarten, Le Havre hat einen Kiesstrand. Allerdings sind die Kiesel gut und gerne 5-10 cm breit und man kann prima darauf laufen. Bei Ebbe gibt es einen kleinen Streifen Sand mit kleinen Fischen und sogar Seesternen! Die Strandregion ist kinderfreundlich und interessant; man kann z.B. die großen Container- und Fährschiffe beobachten. Das ist auch für die Erwachsenen sehr spannend.
  • Der Stadtkern von Le Havre wurde nach dem 2. Weltkrieg von einem Architektenteam neu geplant und aufgebaut. Das muss man nicht schön finden, aber aus eben diesem Grund zählt die Stadt zum Weltkulturerbe. Es gibt viel viel Beton, breite Straßen und lange Häuserkomplexe mit Arkaden. Das wirkt auf mich irgendwie etwas tot…
  • Und wenn man mit Meerespanorama gut essen gehen will, empfiehlt sich z.B. „Les Galets“, ein Strandrestaurant mit netter, flotter Bedienung, schönem Ambiente und einigermaßen erträglichen Preisen (frische Muscheln mit Sauce nach Wahl und Pommes kosten z.B. 10,50 €, Lachs-Tartar mit Baguette 6,90 €, aber ein großes 0,5 l-Bier haut mit 5,20 € richtig rein. Dafür sind die Portionen wirklich sehr groß und es schmeckt total lecker.) Das benachbarte Strandrestaurant zur Linken sollte man meiden; das Essen ist zwar auch OK, aber die Bedienung lahm, sprachfaul und die Tische wurden nicht abgewischt – irgendwie hat das was von „Deutschen-Feindlichkeit“).

OK, warum haben wir kein authentisches Restaurant in der Stadt aufgesucht? Ganz einfach: die Sucherei war uns für die paar Tage zu mühsam und am Strand war’s einfach schöner als in der Stadt. Punkt.

Am Strand von Le Havre Strand mit Stadtpanorama
Typische Straße in der Innenstadt von Le Havre

 

Historie und Naturwunder

Am zweiten Tag fuhren wir nach Étretat, ca. 15 km entfernt. Das kleine Städtchen ist berühmt für die Kreidefelsen mit den absolut spektakulären Felsformationen – die habt Ihr sicher schon mal irgendwo gesehen. Die Felsen sind kostenlos begehbar. Übrigens stammen die „Löcher“ in den Felsen von unterseeischen bzw. unterirdischen Flüssen, die die Klippen ausgehöhlt haben.

Spannend wird’s bei Ebbe: denn dann liegt ein Teil des Strandes frei, der an Fremdartigkeit seinesgleichen sucht! Direkt neben der Klippe Porte d’Aval liegt dann ein von Weitem gesehen braun-grünes Strandgebiet frei, das man unbedingt erkunden sollte. Einst im 2. Weltkrieg genutzt sieht man die Überreste von Bunken, die von Algen überwachsen sind und in denen Meereslebewesen ihr Domizil errichtet haben, z.B. festgesaugte Muscheln und braune „Klopse“, kleine Krabben und Fische. Alles in kristallklarem Wasser, das durch die Überreste der Bunker fließt. Und wenn man die Eisentreppe zum Trou à l’homme, einer Höhle, die einst einen schwedischen Seemann vor der Flut schützte, erklimmt, kann man durch einen dunklen Gang gehen, an dessen hinterem Ende man einen absolut spektakulären Blick auf die Felsen hat.

Die berühmten Felsen von Étretat Die wundersame Welt bei Ebbe

 

Über die „Brücke der Normandie“ nach Honfleur und Harfleur

Der Pont de Normandie ist die größte Schrägseilbrücke Europas und kostet 5,80 € Maut bei einfacher Überfahrt. Sie führt über die Seine und man muss sie benutzen, wenn man auf die andere Seite der Seinemündung, z.B. nach Honfleur, kommen will.

Honfleur ist ein kleines, buntes (touristisch erschlossenes) Städtchen mit Hafen und einem großen Markt am Samstag. Kopfsteinpflaster-Sträßchen mit vielen (überteuerten) Restaurants und Andenkenläden machen die Sache kurzweilig. Hört sich jetzt zwar irgendwie negativ an, aber solche schönen, kleinen Orte sind leider grundsätzlich vom Massentourismus verseucht. Trotzdem ist es schön bunt und interessant und auf jeden Fall einen Besuch wert. Man muss ja kein Kaltgetränk für 5,- € (!!!) in einem Restaurant konsumieren.

Da wir uns leider verfahren hatten, führte unser Weg unwiederbringlich zurück über den Pont de Normandie und somit nicht nach Deauville und Trouville, wo wir gerne hinwollten. Dafür schauten wir uns das Örtchen Harfleur an, das eine überaus schöne Kirche zu bieten hat, die Eglise Saint-Martin. Mit tollen, neu gestalteten Kirchenfenstern ist sie wirklich einen Besuch wert, auch wenn man keinen Bezug zum Katholizismus hat (Religion ist mir schnuppe, aber so manches Bauwerk ist einfach schön). In Harfleur gibt es viele kleine Geschäfte, Bäckereien, Metzger etc. und der Ort ist einfach niedlich, hübsch dekoriert und authentisch französisch.

Der „Pont de Normandie“ Harfleur

 

Paris – und danach die Ewigkeit

Wenn man schon 200 km von der französischen Hauptstadt entfernt ist und der Umweg nach Hause nur 100 km beträgt, kann man auch auf der Heimfahrt einen Abstecher dorthin machen, oder? Also haben wir am letzten Tag ausgecheckt und das Navi auf Paris programmiert.

Außerdem gibt’s in Frankreich lustige Namen, die einem an jeder Straßenecke begegnen :-)

Welch ein Firmenname Auch das hat bei uns eine andere Bedeutung

Gegen 11.00 Uhr ging’s los, raus aus Le Havre, Richtung Paris. Nach den obligatorischen Pinkelpausen und Umwegen über Dörfer sind wir nachmittags angekommen. In einem Mc Donald’s gab’s kostenloses WLAN und so habe ich auf einer Seite erfahren, dass man in der Allee des Fortifications im 16. Arrondissement kostenlos parken könne. Auf der Hinfahrt, kurz vor Paris, konnte man bereits in der Ferne den Eiffelturm sehen und Michelle und ich schrieen gemeinsam ohne Vorwarnung „DER EIFFELTURM!!!“ – genau in Yves Ohr, die prompt das Steuer verriss ;-)

Nachdem wir unseren Parkplatz gefunden hatten, fragten wir uns zunächst durch, wo die nächste Metro-Station ist. Die war ca. 10 Minuten entfernt und heißt La Muette. Von dort aus fährt man mit der Metrolinie 9 bis zur Station Trocadero, die direkt am Eiffelturm liegt. Ein Einzelticket mit der Metro kostet 1,45 € und man kann damit so lange und so oft fahren, wie man will, bis man die Metrotunnel verlässt.

Wie in allen anderen Großstädten gilt: der jeweilige U-Bahn-Fahrplan ist der Schlüssel zum Erfolg! Die Pläne liegen an jeder Station aus und man sollte sich damit vertraut machen, um die Route zu planen. Fehlplanungen können zu unvorhergesehener Fahrerei führen, die ziemlich ermüdend werden kann.

Grundsätzlich ist der Eiffelturm jedesmal größer, als man ihn sich vorstellt. Das Ding ist einfach gigantisch! Bei strahlendem Sonnenschein und 35°C konnte Michelle es nicht fassen, am Ort ihrer Träume angekommen zu sein und sagte nur „kneif‘ mich, ich kann’s nicht glauben, dass ich hier bin!“

Der Eiffelturm. Michelles Traum. Der Klassiker: ein Metro-Eingang

35°C – Sonnenstich – ich habe langsam aber sicher aufgegeben und mir wurde flau im Magen, meine Kräfte ließen dramatisch nach und mir brach der kalte Schweiß aus. Klar, mit Sonnenbrand, anscheinend zu wenig getrunken und vollkommener Erschöpfung geht das nicht lange gut. Nachdem wir vom Eiffelturm zum Invalidendom gelatscht sind, die Metro Richtung Sacre Coeur genommen und mit der Schrägseilbahn hoch gefahren sind, konnte ich nur noch einsilbige Antworten geben, mich auf Treppenstufen setzen und hoffen, dass ich nicht umkippe. Also wandelte ich wie ein Zombie durch die Sträßchen des Künstlerviertels und nachdem ich eine Kopfschmerztablette von Yve bekam, war es rum: ich sah Sternchen und wollte nur noch in Ruhe sterben. Dass ich das Auto heil erreiche, glaubte ich nicht mehr, aber irgendwie ging’s doch, trotz Filmriss und dem Gefühl, ich hätte 3 Promille intus.

Wesentlich später war ich wieder ansprechbar und nachdem Yve nachts wacker das Auto aus Paris heraus navigierte, kapitulierte sie schließlich doch, als wir an einem Kreuz in der Pariser Peripherie ankamen, wo alle Autos wirr in der Gegend herumstanden und -fuhren und zudem noch eine Baustelle war. Leicht panisch übergab sie mir das Steuer und ich schaffte es irgendwie, uns aus Paris herauszumanövrieren.

Wer denkt sich solche Kreuzungen aus?!

 

Die nächtliche Fahrt war ruhig, aber als wir schließlich wieder in Deutschland ankamen, zog sich die Strecke durch die Eifel wie Kaugummi. Morgens um halb 8 fielen wir dann todmüde in’s Bett, nachdem wir aus der „ewigen Stadt“ durch die Ewigkeit der Eifel gefahren sind.

Über Martin

Ich bin der Chefredakteur des Loft 75, dem "Magazin für das 21. Jahrhundert im Stil der 70er". Geboren 1969 in einem kleinen Ort im "Welterbe Oberes Mittelrheintal", somit > 40 Jahre alt und gebürtiger Rheinland-Pfälzer. Ich habe mich bereits 1987 für Computer interessiert und besitze auf jeden Fall eine kreative Ader, schreibe gerne und interessiere mich für Design, Einrichten, Internet, Kochen, Blogging und alles, was außergewöhnlich ist und außergewöhnlich gut aussieht. Privat wohnte ich in Koblenz am Rhein - in dem besagten Loft, das keins ist. Und jetzt wohne ich im Bergischen Land. Ich freue mich, wenn Du dieses Magazin magst - lesen wir voneinander..?
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8 Kommentare

  1. Wir waren im 5. Stock – der Gottesetage. Und von der total niedlichen Badezimmertür hast Du nichts geschrieben :-)
    Und ich hab nicht nur das Steuer verrissen, sondern auch mindestens 5 Herzinfarkte bekommen. Himmel, haben die beiden laut geschrieen.
    Eigentlich sollte Martin nach Paris reinfahren, aber leider hatte sich kein Platz ergeben, an dem ein Fahrerwechsel stattfinden konnte. Und das mir, die wegen des Verkehrs ungern nach Koblenz reinfährt …
    Was ich beim Rausfahren aus Paris durchgemacht hab, davon will ich hier gar nicht erzählen :-(. Vorfahrt kennen die Pariser nicht. Rote Ampeln werden überfahren und an grünen stehen geblieben. Als Martin dann das Ruder übernahm, habe ich mir teilweise die Augen zugehalten – so ein Durcheinander und Chaos habe ich noch nie gesehen.
    Die uns vom Navi vorgegebene Strecke, gerade über die kleinen Dörfchen, wahr wirklich sehenswert und ich glaube, auch für Motorradfahrer interessant.

    Schön wars (schön warm und vor allem KEIN Regen), empfehlenswert und es kam uns viel länger wie 4 Tage vor.

    Nach Paris kann uns nichts mehr schocken und selbst Schottland und der dortige Linksverkehr wird ein absoluter Klacks für uns ;-)

  2. Toller Bericht und macht Lust darauf selbst hinzufahren….ähm…Steeeefffaaaaan…

  3. Stefan Sperling

    @Anja: Wenn Du nach Paris reinfährst ;-)
    @Yvonne: von wegen Deutsch: viel länger _als_ 4 Tage – bitte!!!

  4. Das ist wieder typisch mein Mann, der olle Klassenstreber.
    Und was heißt hier nach Paris reinfahren?, Wer will denn nach Paris????
    Und noch eine Anmerkung Herr Sperling. Nur wenn Du das Auto nicht mehr brauchst…. breitgrins und natürlich die Polizei von der Notwendigkeit des Blindenstockes an der Motorhaube überzeugen kannst… hehe

  5. Stefan Sperling

    You can call me anything you want but I am the Klugscheisser…lol… So und jetzt versaun wir dem Maddin seinen Blog nich weiter. Armer Kerl.

  6. Stefan Sperling

    Toller Bericht. Kann mich Anja nur anschließen: macht Lust auf Meer ;-)
    Was mich aber auch interessieren würde: Wie wurde der Bericht denn erstellt? Doch nicht etwa händisch mit HTML, CCS und JScript? Erzählt mal.
    Greetings!

    • Du Stefan, ich habe mir einen eigenen XHTML-Parser in Assembler geschrieben und ich schreibe die Beiträge in einer Konsolenoberfläche. Jeder String muss dabei suuuuper-kompliziert in ANSI-Code eingetippt werden und Bilder füge ich ein, indem ich pixelweise den Offset auslese und mit meinem mathematischen Taschenrechner die HEX-codierten Farbwerte nach dem Huffman-Algorithmus ableite. Okay, dauert ein bißchen, aber dafür stimmt jedes Byte :-D :-D

      Nee, ohne Quatsch, ich benutze ein Autorensystem. Kennst Du WordPress? Das ist eine Blogsoftware, die man auf seinem Webserver installiert. Das ist auch recht einfach zu schaffen, keine Bange. WordPress ist eine in PHP geschriebene Software, die auf Webservern ausgeführt werden kann, kostenlos und OpenSource, mittlerweile in Version 3.1.2 zu haben und extrem komfortabel. Man hat eine Admin-Oberfläche, auf der man die Artikel schreibt und verwaltet und per PlugIns die Möglichkeit, 1000 und eine Funktion nachzurüsten. Das Aussehen des Blogs kann man mit XHTML und CSS beliebig anpassen, wenn man das will. Außerdem gibt es ca. 1 Million fertige Blogdesign-Vorlagen, die man installieren und benutzen kann. Zu 95% auch kostenlos.

      WordPress ist aber auch prima geeignet, wenn man keinen Blog, sondern eine „normale“ Webseite erstellen will: man muss sich eigentlich nur um den Inhalt kümmern, das Design passt sich an. Man muss sich also nicht um den Code kümmern, das macht WordPress selbst. Man kann sich auf das Schreiben und die Inhalte konzentrieren. Ach ja, WordPress ist multi-Autoren-fähig. Man kann also beliebig viele „Gastschreiber“ einrichten, die Autorenrechte besitzen und unter ihrem Namen Beiträge schreiben können. So kommt es auch, dass Yvonne unter ihrem Namen Artikel verfassen kann.

      Solltest Du einen Webserver zur Verfügung haben, der MySQL und PHP beherrscht, dann kannst du Dir WordPress mal testweise installieren. Klick‘ Dich doch einfach mal durch die Rubrik „WordPress“ bei mir im Blog oder schau bei wordpress-deutschland.org vorbei, dann erfährst Du mehr.

  7. Stefan Sperling

    Hallo Martin, danke für die ausführliche und sehr witzige Antwort, lach. Alles klar. Von WordPress hab ich natürlich schon gehört. Ich weiß jetzt zwar nicht, aber zumindest bei gängigen Linux-Distris müsste sich ein entsprechendes Paket im Sortiment befinden. Und weil Mac OS X ja Unix ist, sollte es auch kein Problem sein, einen Apache, MySQL, PHP und WordPress darauf zum Laufen zu bringen. Nur: Das kostet alles soviel Zeit…;-) Würd mich ja lieber mal in die iPhone-Programmierung einarbeiten, aber selbst das schaffe ich nicht… Man kann eben nicht alles haben.
    Viele Grüße und bis Sa!

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