KÜCHE 08. Eine Dokusoap in unendlich vielen Teilen

Alt und weiß

Die war ja zugegebenermaßen wirklich hässlich, halt einfach so hingestellt, billig und unzweckmäßig. So sah das doofe Ding aus:

Der Tag X und die Wochen danach

Am Tag X kamen Schnuffi, Herr strandbergh und Sybilla morgens zu mir und entfernten, was nicht mehr ansehnlich war. Vorher hatte ich (fast) alles ausgeräumt, die Schränke abgehängt und Schnuffi musste dann noch das Regal mit allem drum und dran wegtragen. Und zwar mit den Zwiebeln und dem Knoblauch. Oh je 😉

Danach haben wir mit diversen Autos diverse Baumärkte besuchen müssen, um den neuen Fußboden für das Loftmasterlein zu besorgen, der „nach Kunststoff aussehen“ musste, nicht nach „Stein, Parkett oder sowas“. Also ein ehrlicher Boden, der hält, was er verspricht und die Damen und Herren im Baumarkt in den Wahnsinn trieb. Aber oh Wunder: sowas gibt’s! Er liegt jetzt in der Küche! Ein PVC-Boden, der nach PVC aussieht! Und elegant, was sonst?

Und dann noch die Arbeitsplatten, das war nicht ganz so schwierig. Dunkelbraune Holzoptik von Westag-Getalit, total nobel.

Zuhause angekommen liefen die Vorbereitungen. Peter saugte lustig vor sich in, um den Boden makellos zu verlegen und aschte das ein oder andere Mal unter sich. Die Sau, die alte.

Und er wunderte sich dann auch noch, dass Schnuffi es geschafft hat, den Boden SO exakt zu verlegen, dass man eigentlich keine Nahtstellen sieht. Kein Wunder, der Heizkörper wurde angehoben beim Ausschneiden 🙂

Dann Schränke ausrichten und gerade hinstellen. Peter kann sowas ja mit einer stoischen Ruhe. Arbeitsplatten drauflegen und festschrauben, gut is‘.

Schließlich näherten wir uns der fortgeschrittenen Stunde, und ich war dankbar, dass Schnuffi sich die Zeit nahm, die Aussparungen für Spüle und Herd auszuschneiden. Danke nochmal, mein Lieber!

In den nächsten Tagen und Wochen strichen Sybilla und ich, was das Zeug hielt. Die Fronten sollten dunkelrot werden, das klappte aber nicht immer – sei’s drum – und der Rest wurde ganz dreist durch Edelstahl ersetzt. Sieht klasse aus, ist eine angenehme Lösung und kostet nicht allzuviel bei IKEA. Aber ich war froh, mit Sybilla eine Streichexpertin zu haben, die ihre Aufgabe mit Bravour bestanden hat.

Und so wurde aus blau und grün RAL 3003! Nun kam noch der Kleinkram, also Sockelleisten, aufräumen etc. Und der ganze spannende Rest – auf dem Weg zur „fast-kostenlos-Individual-Küche“ mitsamt der Spülmaschinen-Odyssee – kommt in Bälde 🙂 Der Style ist hier schon erkennbar…wenn auch noch kein bißchen „fertig“. Eben nur ein Vorab-Eindruck ohne Gewähr.

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Über Martin

Ich bin und war es immer, der Chefredakteur des alten und des neuen Loft 75, dem illustrierten Magazin aus dem 21. Jahrhundert. Geboren 1969 in einem kleinen Ort im Welterbe Oberes Mittelrheintal und somit gebürtiger Rheinland-Pfälzer. Ich habe mich bereits 1987 für Computer interessiert, bin stets kreativ und reduziere Dinge auf das Wesentliche, schreibe gerne und interessiere mich für Design, Einrichten, Internet, Kochen, Blogging und alles, was außergewöhnlich ist und außergewöhnlich gut aussieht. Privat wohnte ich in Koblenz am Rhein - in dem besagten Loft, das keins ist. Und seit einigen Jahren wohne ich im Bergischen Land. Ich freue mich, wenn Du dieses Magazin magst - lesen wir voneinander..?
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3 Kommentare
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Retronaut

Meine Meinung zu Einbauküchen wirft das zwar nicht über den Haufen 😉
Trotzdem Respekt, reife Leistung.

Loftmaster M

Das Endergebnis wird noch besser, sei gespannt 🙂

DarkVamp

Güte Meine !

Die sieht richtig richtig geil aus… Und sowas auch noch beim Edelstahlfanatiker schlechthin !