In 7 Schritten zum Zombie

Puh, ich bin gerade meine Bude auf Vordermann am bringen, hier stehen und liegen Putzeimer, Feudel und diverse Lappen herum, die Bettwäsche lüftet über dem Fenster aus. Zeit, sich mal eine kurze Pause zu gönnen und mal bei drweb.de nachzuschauen, ob die was neues, Hilfreiches zu bieten haben. Halt auf eine Tasse Kaffee, und dann geht’s weiter.

betten_lueften

Aber was ich da sehen muss, zieht nicht nur mir die Hose aus.

Eine ernst gemeinte Anleitung, wie man aus dem sicher nicht optimalen Bild einer Dame mit ein wenig GIMP-Grafiktrickserei ein ansehnliches Bild machen können soll. Also, wir reden von Folgendem: mittels Grafik-Retusche aus einem schlechten Bild ein gutes machen. Spannend ist die Vorher-Nachher-Gegenüberstellung:

retusche_vorher retusche_nachher
Vorher Nachher!!!

Was mich wirklich zum Erstaunen bringt, ist, warum man zur Verschlechterung eines bereits schlechten Bildes 7 Schritte benötigt. Einfach ein paar helle Stellen auf das Gesicht geklatscht und fertig ist der Zombie. Nicht falsch verstehen: die abgebildete Dame sieht total nett aus, aber der Sinn des Artikels ist es, dem Benutzer zu vermitteln, wie man dieses Bild einigermaßen „professionell retten“ kann (meiner Meinung nach nur dadurch, indem man ein neues Foto macht). Stattdessen wird aus der armen Frau ein retuschiertes Etwas gemacht, das jeder Beschreibung spottet! Die Kommentare unter dem Artikel sind entsprechend vernichtend und manche Kommentatoren tippen auf einen Aprilscherz…im Juli.

Einfach grotesk. Und die arme Frau, die auf dem Bild zu sehen ist, tut mir wirklich Leid! Und ich bin jetzt wieder am Bude saubermachen, bevor ich noch von heftigeren Bildern heimgesucht werde.

Über Martin

Ich bin der Chefredakteur des Loft 75, dem "Magazin für das 21. Jahrhundert im Stil der 70er". Geboren 1969 in einem kleinen Ort im "Welterbe Oberes Mittelrheintal", somit > 40 Jahre alt und gebürtiger Rheinland-Pfälzer. Ich habe mich bereits 1987 für Computer interessiert und besitze auf jeden Fall eine kreative Ader, schreibe gerne und interessiere mich für Design, Einrichten, Internet, Kochen, Blogging und alles, was außergewöhnlich ist und außergewöhnlich gut aussieht. Privat wohnte ich in Koblenz am Rhein - in dem besagten Loft, das keins ist. Und jetzt wohne ich im Bergischen Land. Ich freue mich, wenn Du dieses Magazin magst - lesen wir voneinander..?
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6 Kommentare

  1. Und wenn Du dann bei Dir fertig bist, kannst Du gerne bei mir weiter machen:-)
    Ich zog es dann heute doch lieber vor, mich lesend und – ich gestehe – etwas dösend in den Garten zu setzen, die Sonne zu genießen, dem Treiben der Bienen zuzuschauen, den spielenden Chaoskids zu lauschen, dem Gewiehere der Pferde zuzuhören und natürlich durfte auch ein „Iah“ nicht fehlen, jedoch heute in Maßen und eher selten. Er dürfte vermutlich genauso fertig und müde sein wie ich :-)
    Übrigens, ich hätte eher auf ein Gespenst getippt, für einen Zombie sieht sie noch zu „frisch“ aus :-)

  2. Mensch, Du hast mich schon so weit gebracht, dass ich Bilder von wildfremden Menschen optimiere. Meins ist jedenfalls viel besser geworden ;-)

  3. Hi Schrubbmann,

    du mutierst ja noch zum Prachtexemplar! Meine Güte, was Mädels ausmachen!
    Wie sieht’s jobmäßig aus? Meld dich mal.
    lg Jürgen

  4. @Yvonne: Nee, lass‘ mal mit dem Putzen, ich bin froh, dass ich bei mir fertig bin ;)

    @plerzelwupp: Ja, diese dilettantische Arbeit kann man auch wirklich nicht unkommentiert stehen lassen.

    @ExCheffe: Ich meld‘ mich ab Mitte nächster Woche bei Dir, ab jetzt ist nämlich verlängertes Wochenende ;)

  5. Hi,
    mit Erschrecken verfolgte ich ebenfalls diesen Artikel.

    Neben den Bildern,
    fand/finde ich den ganzen Aufbau ungenügend – Einzelne Arbeitsschritte hätte man u.a. noch mit Programm-Screenshots aufbessern können.

    Ganz zu schweigen von der Einleitung, über den Titel lässt sich streiten.

    Was man aber kaum Glauben schenken kann ist das es dafür noch „Taler“ gab.
    Nun gut, die BILD-Zeitung muss man auch bezahlen. :D

    Ps.:
    Es ist ehrenvoll Artikel zu schreiben, keine Frage.
    Selbst wenn man keine Ahnung von den jeweiligen Programmen hat, sollte man aber wenigstens erkennen können das bereits erfolgreich Artikel/Beiträge geschrieben wurde – Es fehlt im gesamten ein gewisses Niveau.

    Was dort neuerdings in den Kommentaren abläuft ist der Oberhammer,
    vom letzten Artikel inbegriffen.

    Da haben sie wohl mit der Autoren-Wahl Pech gehabt.
    Kann ja mal passieren – war Gott sei Dank der letzte Artikel.

  6. Hallo Peter, erstmal herzlich willkommen im Loft 75 :-)

    Der ganze Artikel war lieblos heruntergeschrieben – da merkte man deutlich, dass der Autor eine Honorararbeit abgeliefert hat. Und die Kommentare waren zurecht vernichtend. Aber witzig, drweb wird langsam zu einem zweiten winfuture.de, wenn die Qualität von so manchem Honorararbeiter oft nur noch unzureichend ist…

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