IDEENWETTBEWERB: Das fiktive Klamottenlabel

Demletzt hatte ich mit Yvonne das Gesprächsthema „Markenklamotten vs. Schuluniformen“. Wir haben beide eine ähnliche Meinung; nämlich, dass „markenbewusste Kinder“ und ihre Eltern andere Mitschüler ganz schön in die Bredouille bringen bzw. ausgrenzen können. Nach dem Motto: „Schau mal, ich habe mir zu Weihnachten neue Sneakers von NIKE schenken lassen und eine Armani-Jeans hat auch unter dem Baum gelegen! Und du hast nur zwei neue Pullover bekommen? Ach, das wäre mir echt zu billig!“. So oder so ähnlich geht’s los auf dem Schulhof, wenn das reiche Mädchen mit der Mitschülerin, deren Mutter das Geld zusammenhalten muss, spricht. Letzteres geht dann zu ihrer Mutter und schweren Herzens und Loch im Portemonnaie kauft sie ihrem Kind eben auch mal teure Markenklamotten, nur, damit es nicht ausgegrenzt wird.

Das führt zu einem „Hochrüsten“ der Markenklamotten und Accessoires, und wer verliert, bleibt auf der Strecke. Kann, muss aber nicht. Bevor jemand sagt „das muss nicht grundsätzlich der Fall sein“ oder „mein Kind sucht sich ihre Freundinnen nicht nach dem Klamottenstyle aus“: es gibt sicher genug Fälle, in denen genau dieses Szenario eintritt. Und zwar in Großstädten eher als auf Schulen in kleineren Orten.

Die Schuluniform

Abhilfe würde eine schicke, einheitliche Schuluniform schaffen. Denn dann wären sämtliche Unterschiede, die etwas mit dem Einkommen der Eltern haben, auf einen Schlag verschwunden. Wer sich jetzt aufregt, dem gebe ich zu bedenken, dass Schuluniformen in vielen Staaten, z.B. Australien, Türkei oder Japan schon seit langer Zeit Standard sind und man sich darüber nicht aufregt. Auch in Deutschland gibt es in vielen Bereichen Uniformen oder andere einheitliche Kleidung, z.B. bei Polizei, Bundeswehr, bei Fluggesellschaften oder gar in Firmen. Denn Uniformen erfüllen einen Zweck: sie vereinheitlichen das Erscheinungsbild bestimmter (Berufs-) Gruppen – und zwar dann, wenn dies sinnvoll ist, um z.B. Geschlossenheit auszudrücken oder soziale Unterschiede zu egalisieren.

Ein Denkanstoß der etwas anderen Art

Wahrscheinlich können wir noch lange darauf warten, dass hier in Deutschland Schuluniformen eingeführt oder dass Kinder aufgrund ihrer Kleidung nicht mehr belächelt werden. In der Zwischenzeit geht das style-mäßige Hochrüsten auf dem Schulhof munter weiter. Wenn die 12-jährige Jessica zu ihrer gleichaltrigen Mitschülerin sagt „Na, immer noch die alten Zwei-Streifen-Treter an?!“

Eine coole Aktion wäre es, wenn die Mitschülerin dann frech entgegnen könnte: „Äh, hallo…ich trage Klamotten von GETTA, die sind ein bißchen exklusiver als das Zeug, was Du anhast.“ Und dann zeigt sie stolz ein hübsches Logo auf ihrem Sweatshirt, das alle Zweifel ausräumt.

Das links gezeigte Logo habe ich in wenigen Minuten selbst erstellt, es dient wirklich nur als Denkanstoß. Auch der Name ist reine Fantasie – hört sich aber irgendwie szene-mäßig und teuer an, gebe ich zu.

Worauf ich hinaus will und was Ihr tun könnt

Es geht darum, eine Fantasiemarke, die sich nobel und teuer anhört, in’s Leben zu rufen. Deren Logo man einfach an „NoName-Klamotten“ annähen, aufbügeln oder aufkleben kann und schon werden sie zu Markenklamotten. Sozusagen die billige Art, preiswerte Kleidung zu veredeln. Selbstverständlich gehört auch eine Website dazu, ein Markenclaim (=kurzer Werbeslogan) und natürlich ein Logo. Es geht um nichts Geringeres, als eine fiktive Modemarke zu entwerfen mit allem, was dazugehört!

Ich würde mir daher von Euch Anregungen wünschen, wie Name, Logo und Claim aussehen könnten. Schön wären konkrete Vorschläge und Logos zu Eurer fiktiven Marke, die Ihr selbst gestaltet. Das ist übrigens nicht als Gag gedacht, sondern durchaus ernst.

Jetzt kommt Ihr in’s Spiel!

Wenn Ihr kreativ seid, entwickelt einen schönen, passenden Modemarken-Namen incl. Logo und Claim. Und schickt das per Mail zu mir (Adresse s. Impressum). Alle sinnvollen Vorschläge werden hier veröffentlicht. Lasst Eurer Kreativität freien Lauf und designt, was das Zeug hält. So können wir die passende Marke für alle „NoName“-Produkte schaffen! Die besten Ideen werden per Abstimmung gewählt.

Ich mache den Anfang mit den Logos, die ich für diesen Wettbewerb gestaltet habe:

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Über Martin

Ich bin und war es immer, der Chefredakteur des alten und des neuen Loft 75, dem illustrierten Magazin aus dem 21. Jahrhundert. Geboren 1969 in einem kleinen Ort im Welterbe Oberes Mittelrheintal und somit gebürtiger Rheinland-Pfälzer. Ich habe mich bereits 1987 für Computer interessiert, bin stets kreativ und reduziere Dinge auf das Wesentliche, schreibe gerne und interessiere mich für Design, Einrichten, Internet, Kochen, Blogging und alles, was außergewöhnlich ist und außergewöhnlich gut aussieht. Privat wohnte ich in Koblenz am Rhein - in dem besagten Loft, das keins ist. Und seit einigen Jahren wohne ich im Bergischen Land. Ich freue mich, wenn Du dieses Magazin magst - lesen wir voneinander..?
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2 Kommentare
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plerzelwupp

Das Thema werde ich aufgreifen. Ich liebe es, auch mal kreativ sein zu dürfen.

Mensch, hättest du nicht mal was über Weihnachten“ schreiben können, bei dem ich mich einfach hätte anschließen können?

Tolle Überleitung *g

Dir, Deiner Familie, Deinen Lieben und Deinen Besuchern wünsche ich „frohe Weihnachten“ :-)

Philipp

Ist ne lustige Idee mit ernsten Hintergrund. Der fiktive Markenname sollte trotzdem noch gecheckt werden ob er registriert ist. Wenn nicht sollte er noch registriert werden, schon wegen feindlicher Übernahme durch kommerzielle Unternehmen.

Wenn du Hilfe brauchst bei Webseite oder Design lass es mich wissen.

Grüße

Philipp