Hässliche Möbel! Hässliche Menschen!

Ja, die Welt ist hässlich. Das sehen zwar nicht alle so, aber ich, nachdem ich dem MüllerLand in Görgeshausen einen Besuch abstattete auf der Suche nach einem kleinen, feinen, günstigen Sessel.

Es scheint so, dass man/frau auf Möbel steht, die folgendermaßen aussehen:

Fiese, fette, BILDzeitungslesende Ultranormalbürger, die auf den buchedekorfarbenen, potthässlichen Küchenstühlen ihre Durchschnittsfürze absondern. Total widerlich! Diese Menschen, die einen OPEL Astra fahren, graublau, einmal im Jahr mit ihrer degenerierten, übergewichtigen Gattin (in der Regel Hausfrau oder allenfalls Einzelhandelsverkäuferin) nach Bayern in Urlaub fahren, von einer neuen „Anbaufront“ in Eiche-/Buchedekor im Wohnzimmer träumen und schon längst tot sind – ohne, dass sie es gemerkt haben.

Ich hasse diese Menschen. Es sind die, die keine differenzierte Meinung haben (nicht mal wissen, wie man ‚differenziert‘ schreibt oder was das ist) und direkt die Schlagzeilen der BILD verinnerlichen – jeden Morgen: „Moslems sind alle scheiße – Atombombe druff!“ oder: „Der Staat ist kacke, die Regierung ist bekloppt!“ oder auch: „Geile Titten hat die und einen geilen Arsch, die von Seite 1!“

Mag sein, dass diese Herrschaften nicht anders erzogen wurden oder nie etwas anderes als Bundesliga, Ballermann und BILDzeitung kennen gelernt haben, aber trotzdem finde ich das fürcherlich! Das sind die Leute, die 1968 in der (besagten) BILDzeitung ihre Meinung kundgetan haben zu den Studentenprotesten: „Dat sin doch alles Chaoten un Arschlöcher – in den Knast mit denen!“ – ohne zu wissen, worum es überhaupt geht.

Nein Danke, ich und meine Freunde sind anders. Wir machen uns Gedanken, diskutieren, sprechen miteinander und haben einen anderen Geschmack. Nicht nur, was Möbel angeht. Aber da sind wir wohl die rühmliche Ausnahme im Deutschland – und der Welt – im Jahre 2006. Traurig…

Über Martin

Ich bin der Chefredakteur des Loft 75, dem "Magazin für das 21. Jahrhundert im Stil der 70er". Geboren 1969 in einem kleinen Ort im "Welterbe Oberes Mittelrheintal", somit > 40 Jahre alt und gebürtiger Rheinland-Pfälzer. Ich habe mich bereits 1987 für Computer interessiert und besitze auf jeden Fall eine kreative Ader, schreibe gerne und interessiere mich für Design, Einrichten, Internet, Kochen, Blogging und alles, was außergewöhnlich ist und außergewöhnlich gut aussieht. Privat wohnte ich in Koblenz am Rhein - in dem besagten Loft, das keins ist. Und jetzt wohne ich im Bergischen Land. Ich freue mich, wenn Du dieses Magazin magst - lesen wir voneinander..?
Speichere in deinen Favoriten diesen permalink.

6 Kommentare

  1. Da ist aber jemand irgendwie auf Kriegsfuß mit der Menschheit :-)

  2. JAAAAAAAAA!!!!

  3. Moin! Also wenn man so doof aussieht wie du, dann wäre ich ganz still. Also ich habe immer gelernt, wenn man im Glashaus sitzt, soll man nicht mit Steinen werfen.
    Und wenn man ein Renault Twingo fährt sollte man nicht über nen Astra herziehen, weil du fährst einen Einkaufswwagen, wo man hinten 1 € rein schieben muss. Hallo du scheinst nicht parken zu können, sonst würdest du dir kein Frauenauto aus französischem Wellblech kaufen!! Also erst denken, dann schreiben! jeder hat ein Recht auf seinen eigenen Geschmack!

  4. Mein lieber anonymer Mitleser, der mich typisch norddeutsch mit „Moin!“ begrüßt: mein Gesicht steht hier nicht zur Debatte, aber Du Dich augenscheinlich angepisst fühlst, weil ich in einem vollkommen anderen Zusammenhang den Opel Astra genannt habe – nun, Dir sei verziehen.

    Es geht um den Kontext, ich hätte auch Ford Fiesta, Citroen ZX, Skoda Fabia oder Renault Megane schreiben können, es geht – mein Lieber – NICHT um die Automarke.

    Nebenbei bezweifele ich, dass mein Weiberauto aus Wellblech besteht, und 1 € musste ich auch noch nie ‚reinwerfen. Also bitte den Ball flachhalten und immer hübsch durch die Hose atmen.

    Des weiteren rechne ich Dir hoch an, dass Du immerhin durch das intensive Studium meiner Seiten herausgefunden hast, dass ich einen Twingo fahre.

    Und beim nächsten Mal einfach ein bißchen weniger emotional und mit E-Mail-Adresse, dann klappt’s auch mit der Kommunikation.

    Gehab‘ Dich wohl, unbekannter Norddeutscher!

  5. Ja hey,
    nu, das ist aber schwer bedauerlich, dieser Menschheitskriegsfuss…. ;-) – wo ist die Erholung denn hin? ;-))

  6. Na, die Erholung war nicht da, sie kommt aber wieder, bis dahin Kriegsfuß – so! :-)

    Wer bist Du eigentlich?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.