Gutes muss nicht teuer sein Nachhaltiges Kaufen am Beispiel von In-Ear-Kopfhörern

Ich versuche schon seit langer Zeit, „nachhaltig“ zu kaufen – soll heißen: wenn ich Investitionen tätige, informiere ich mich vorher genau, auch wenn die Investition nicht in die hunderte oder tausende Euros geht. Diesmal sollte es ein Paar neue Kopfhörer werden, weil meine Frau sich auch neue gekauft hat (Bluetooth-In-Ears). Sie hat 35,- € dafür bezahlt, aber da mich das Thema nun interessierte, habe ich ein bisschen recherchiert.

Was wollte ich haben?

Da mir Kabellosigkeit nicht wichtig ist, wollte ich ein Paar vertretbare In-Ears zum fairen Preis haben. Auch sollten sie möglichst nicht von einem Chinaladen mit Fantasienamen stammen, der sich mit gekauften Produktrezensionen gute Kritiken erschlichen hat (glaubt Ihr nicht? Schaut mal hier!). Also kamen nur etablierte Markenhersteller infrage, aber nichts Überteuertes.

Und sorry, Folks: wer sich AirPods von Apple für 130 – 250,- € holt, weiß entweder nicht, wohin mit seinem Geld, ist ein absoluter Fanboy oder will unbedingt beneidet werden. Rational ist das jedenfalls nicht zu erklären. Und jetzt komme mir keiner mit tollen Funktionen oder Referenzklang – denn das stimmt schlicht und einfach nicht. Die AirPods sind sicherlich sehr gute In-Ears, aber ganz bestimmt keine Referenzklasse für das absolute Gehör.

Also habe ich mir die Hersteller Sennheiser, beyerdynamic, SONY und Panasonic genauer angeschaut. Sennheiser und beyerdynamic waren viel zu teuer, Panasonic hatte Modelle in meiner Preisklasse, aber den Zuschlag hat dann doch ein Modell von SONY bekommen, denn es hatte die besten Bewertungen und einen schon abartig günstigen Preis. Ich hätte natürlich auch mehr bezahlt, aber wenn man ein Produkt bekommt, das so gute Kritiken hat, dann kann man doch sicher nichts falsch machen. Ich brauchte keine Referenz-Audiophilen-Kopfhörer, sondern nur etwas, mit dem man mit dem Smartphone Musik hören kann, ohne das man sich ärgert, weil der Klang scheiße ist. Da ich auch mal gerne Stücke mit größerem Dynamikumfang höre (z.B. Telegraph Road von den Dire Straits oder Songs von Pink Floyd), sollten Basswiedergabe und Detailtreue stimmen. Mein Hörvermögen als 51-jähriger geht übrigens bis 15.000 Hz, wie ich kürzlich feststellen konnte.

Was habe ich bekommen?

Für den sagenhaften Preis von 7,97 € (!!!) habe ich ein paar In-Ears bekommen, die wirklich in jeder Hinsicht zu überzeugen wissen, obwohl man das fast nicht glauben mag. Der maximale Schalldruck ist zwar nicht besonders hoch, aber wie soll das auch gehen bei solch kleinen Dingern. Dennoch sind sie laut genug. Was mich am meisten beeindruckt hat ist ein Testvideo, das ich bei YouTube gefunden habe, in dem alle Frequenzen von 20 – 20.000 Hz durchgespielt, aber auch verschiedene andere Tests durchlaufen wurden. Das hat alles hervorragend geklappt mit den kleinen Dingern. Außerdem passen sie hervorragend in meine Gehörgänge, ohne herauszufallen.

Übrigens kann ich als ultimativen Kopfhörer-Test dieses Lied empfehlen (das Video ist allerdings auch sehr schön anzuschauen):

Fazit

Kleine Investition, großer Spaß: macht Euch doch beim Kaufen ein bisschen Gedanken, damit Ihr keinen Schund kauft, der keinen Spaß macht. Der ganze Kram kostet Geld und es ist bedauerlich, wenn man ein Produkt hat, das entweder seinen Zweck nicht erfüllt oder schon nach kurzer Zeit kaputt ist. Ob es jetzt In-Ears sind, eine neue Kaffeemaschine, ein Auto, ein Bartschneider, Klamotten oder etwas anderes. Nehmt Euch die Zeit, mal ein paar Rezensionen zu lesen und zu vergleichen. So habt Ihr lange Zeit Freude mit den erworbenen Artikeln. Und es ist doch wirklich extrem unangenehm, wenn man seinen Kauf bereut, weil man Geld ausgegeben und schlechte Ware bekommen hat. Und für die Umwelt ist das auch nicht gut, wie Ihr Euch sicher denken könnt.

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Über Martin

Ich bin und war es immer, der Chefredakteur des alten und des neuen Loft 75, dem illustrierten Magazin aus dem 21. Jahrhundert. Geboren 1969 in einem kleinen Ort im Welterbe Oberes Mittelrheintal und somit gebürtiger Rheinland-Pfälzer. Ich habe mich bereits 1987 für Computer interessiert, bin stets kreativ und reduziere Dinge auf das Wesentliche, schreibe gerne und interessiere mich für Design, Einrichten, Internet, Kochen, Blogging und alles, was außergewöhnlich ist und außergewöhnlich gut aussieht. Privat wohnte ich in Koblenz am Rhein - in dem besagten Loft, das keins ist. Und seit einigen Jahren wohne ich im Bergischen Land. Ich freue mich, wenn Du dieses Magazin magst - lesen wir voneinander..?
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