Good Guy der Woche: Gert Scobel Der Philosoph Eures Vertrauens

Ich bin ein Fan von Menschen, die etwas zu sagen haben und deren Gesagtes zudem Hand und Fuß hat. Also nicht von irgendwelchen populistischen Lautsprechern, die hauptsächlich laut, aber inhaltlich häufig vakuumiert sind. So ein Mensch ist Gert Scobel, den ich heute kurz vorstelle und erkläre, warum ich ihn gut finde.

Die Person

© JCS, cropped by Aschmidt

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Gert Scobel wurde 1959 in Aachen geboren, ist also 10 Jahre älter als ich. Er ist Philosoph, Theologe, Journalist und Moderator (und noch einiges mehr). Seine Wissenschafts-Talksendung „scobel“ auf 3sat kennt Ihr vielleicht. Als Professor an mehreren internationalen Universitäten forscht und referiert er zu Themen wie Ethik, Wissenschaftstheorie, Meditation, Digitalisierung und vielen anderen Gebieten, in denen Philosophie eine Rolle spielt oder spielen kann. Er hat 2 gemeinsame Kinder mit der hr-Moderatorin, Schriftstellerin und Journalistin Susanne Fröhlich.

Wie ich auf ihn aufmerksam geworden bin

Ich habe schon früher unregelmäßig seine Sendungen auf 3sat gesehen, dort war er mir allerdings nur als Moderator bewusst. So richtig in seiner Funktion als Philosoph und Mensch, der eine ganze Menge sinnvoller Dinge denkt und sagt, ist er mir auf dem YouTube-Kanal „Jung & Live“ aufgefallen. Dort führt er mit Tilo Jung und dessen Sidekick Wolfgang M. Schmitt ein sehr langes Interview via Skype. Daraufhin habe ich mir Scobels YouTube-Kanal abonniert und interessiert mehrere Folgen geschaut, weil er ganz viele spannende Themen anschaulich, interessant und fundiert aufbereitet.

Was ich an Gert Scobel schätze

Er ist kein abgehobener, sich elitär ausdrückender Philosoph, der möglichst kompliziert über möglichst wichtige Zusammenhänge mit vielen geschwollenen Worten doziert, sondern jemand, der auch komplexe Zusammenhänge nett und kurzweilig vermittelt, sodass man sie auch versteht. So weiß ich jetzt ziemlich genau, was sich unter Framing verbirgt und warum der Turing-Test nur unzureichend ist, wenn man sich die Theorie des Chinesischen Zimmers einmal genauer anschaut. Aber selbst der Matrix und Blade Runner kann er noch neue Facetten abgewinnen und für seine Erklärungen nutzen. Im wahrsten Sinne des Wortes großes Kino!

Vielleicht sind auch viele Themen dabei, über die Ihr noch nie nachgedacht habt, weil Ihr nicht wusstet, dass es sie gibt oder weil sie Euch irgendwann mal so furztrocken rübergebracht wurden, dass es zum Abgewöhnen war. Aber glaubt mir, nach dem Anschauen von einigen seiner Videos habt Ihr einen ziemlich erweiterten Horizont und definitiv etwas dazugelernt. Dabei ist er nie belehrend, kommt vollständig ohne erhobenen Zeigefinger aus, sondern gibt Denkanstöße. So, wie es ein guter Philosoph tun sollte.

Außerdem trägt Gert Scobel in jedem Video ein cooles, neues Hemd, die Videos sind professionell produziert und die Animationen auch sehr unterhaltsam.

Wo man ihn sehen und hören kann

Auf 3sat in seiner Sendung „scobel“, in der es um interdisziplinär-wissenschaftliche Themen geht. Und natürlich auf seinem YouTube-Kanal, den ich sehr empfehle und auf dem er einzelne Themen so behandelt, dass man danach auch kapiert hat, worum es geht. Ja, auch bei Hegel. Zumindest ansatzweise.

Zur Einstimmung das erwähnte „Chinesische Zimmer vs. Turing-Test“:

Warum Gert Scobel der Philosoph Eures Vertrauens ist

Weil er Euch komplizierte Dinge ganz einfach erklären kann, was ich sehr spannend finde. Man sollte sich natürlich für ein wenig mehr als Ballermann, Saufen und die Geissens interessieren, was ich aber an dieser Stelle einfach mal voraussetze. Wenn Ihr Euch mal ein Video von ihm angeschaut habt, dann wisst Ihr, was ich meine: man wird auf sehr fundierte, verbindliche und freundliche Art angesprochen und an viele Dinge herangeführt, über die es sich lohnt, nachzudenken. Und danach seid Ihr wirklich schlauer, versprochen!

Dies ist der erste Artikel meiner neuen Rubrik „Good Guys & Girls“, in der ich Euch ab und zu bemerkenswerte Menschen vorstelle, die mich weitergebracht haben und die vielleicht auch Euch gefallen könnten.

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Über Martin

Ich bin und war es immer, der Chefredakteur des alten und des neuen Loft 75, dem illustrierten Magazin aus dem 21. Jahrhundert. Geboren 1969 in einem kleinen Ort im Welterbe Oberes Mittelrheintal und somit gebürtiger Rheinland-Pfälzer. Ich habe mich bereits 1987 für Computer interessiert, bin stets kreativ und reduziere Dinge auf das Wesentliche, schreibe gerne und interessiere mich für Design, Einrichten, Internet, Kochen, Blogging und alles, was außergewöhnlich ist und außergewöhnlich gut aussieht. Privat wohnte ich in Koblenz am Rhein - in dem besagten Loft, das keins ist. Und seit einigen Jahren wohne ich im Bergischen Land. Ich freue mich, wenn Du dieses Magazin magst - lesen wir voneinander..?
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