"Es bestand zu keiner Zeit Gefahr…"

Heute gab es in einem französischen AKW einen Störfall. 30.000 Liter Wasser, die mit insgesamt 360 kg abgereichertem Uran versetzt waren, strömten in’s Freie.

„Die Gefahr für die Bevölkerung sei aber gering, sagte der Sprecher der Behörde, Charles-Antoine Louet.“ [Artikel auf tagesschau.de]

Das kann man vielleicht dem Waldi erzählen. Aber mir nicht. Denn es ist ja nicht so, dass die Strahlung so gefährlich ist. Nein: Uran ist hochtoxisch! Siehe hier bei Foodwatch.

Interessant ist, dass Google beim Suchen nach „störfall 08.07.2008“ nur Pillepalle findet. Absicht..?

Über Martin

Ich bin der Chefredakteur des Loft 75, dem "Magazin für das 21. Jahrhundert im Stil der 70er". Geboren 1969 in einem kleinen Ort im "Welterbe Oberes Mittelrheintal", somit > 40 Jahre alt und gebürtiger Rheinland-Pfälzer. Ich habe mich bereits 1987 für Computer interessiert und besitze auf jeden Fall eine kreative Ader, schreibe gerne und interessiere mich für Design, Einrichten, Internet, Kochen, Blogging und alles, was außergewöhnlich ist und außergewöhnlich gut aussieht. Privat wohnte ich in Koblenz am Rhein - in dem besagten Loft, das keins ist. Und jetzt wohne ich im Bergischen Land. Ich freue mich, wenn Du dieses Magazin magst - lesen wir voneinander..?
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2 Kommentare

  1. Du weisst ja das ich wehementer Beführworter der Atomkraft bin :-)

    Nichts desto trotz sind mir die Risiken sehrwohl bekannt (obwohl sie geradezu lächerlich sind im Vergleich zur globalen Erderwärmung welche durch diesen hirnrissigen Atomausstieg weiter forciert wird).

    Nun die Fakten :

    – Es handelt sich hier um NICHT angereichertes Uran welche (sollte dir bekannt sein) nur schwach radioaktiv ist

    – Außerdem sind nur sehr geringe Mengen in die Flüsse gelangt durch Regenwasser (wie das passieren kann ich mir ein Rätsel)

    – Die Messungen in den Flüssen zeigen (habe mehrere Quellen gefunden) da die Radioaktivität in den beiden Flüssen sehr schnell wieder abgenommen hat.

    Seltsam finde ich aber die Informationpolitik… Da stecken die Betreiber und die Politik wieder unter einder Decke… Sehr sehr merkwürdig.

    Denn es sollte klar sein das besonders im Umgang mit der Kernenergie sehr viel Verantwortungsbewusstsein gefragt ist.

  2. Wie gesagt, die Strahlung von *ab*gereichertem Uran ist pillepalle, die interessiert keinen. Es geht um die Giftigkeit der löslichen Uranverbindungen. Das Zeug ist giftiger als Blei oder Thallium! Und außerdem ist die gesamte Brühe in die Flüsse gelaufen, nicht nur ein Teil (s. Link unten).

    Sehr merkwürdig ist auch: die Mengen an ausgetretener Uranbrühe wurden nun nach unten korrigiert. In ein paar Tagen heißt es wahrscheinlich, dass es gar keinen Störfall gab, wart’s ab…

    Nähere aktuelle Infos, unter anderem auch darüber, dass es schlichtweg verpennt wurde, die Behörden rechtzeitig zu informieren (!!): http://tinyurl.com/5nuhj4 – die Suppe ist stundenlang lustig ausgelaufen, während die Zuständigen wahrscheinlich „erst mal lecker Mittagessen“ gehabt haben. Mannomann…

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