Ein paar Worte zur Bundesgartenschau 2011 in Koblenz

Dank einer spontanen Hilfsaktion, die ich von der Firma aus für die FH Koblenz durchgeführt hatte, kam ich zu 2 Freikarten für die BUGA 2011 in Koblenz, wo ich praktischerweise ja auch wohne. Nun denkt man sich vielleicht: Bundesgartenschau – tausend tolle Blumen, aber gääähnend laaangweilig…

Gestern haben wir es dann gepackt, und wir haben uns ein bißchen geärgert, dass wir nicht schon früher dort waren.

Die BUGA 2011 ist die erfolgreichste Bundesgartenschau seit Beginn der elektronischen Besucherzählung – bis heute waren 3,5 Mio. Besucher dort, bei einem ursprünglich angepeilten Ziel von 2 Mio. Besuchern. Somit ist diese BUGA erstmalig in der Geschichte der Bundesgartenschauen kostendeckend; es wurde sogar Gewinn erwirtschaftet! Die Highlights: 3 Standorte, die nahe beieinander liegen (Schloss, Deutsches Eck, Festung Ehrenbreitstein) und natürlich die Seilbahn, die über den Rhein zwei Standorte miteinander verbindet. Hier gibt’s eine sehr spannende Dokumentation vom SWR, die von Anfang an die Entstehungsgeschichte dieser Seilbahn erzählt.

So viel zur Theorie. Die Praxis haben wir gestern kennen gelernt. Denn bei strahlendem Himmel machten wir uns per Schuttle-Bus auf, die BUGA zu erkunden. Wir starteten am Deutschen Eck, fuhren über den Rhein auf die Festung und schauten uns Wasser- und Kletterspielplätze an, Blumen- und Rasenflächen mit kostenlos nutzbaren Relaxliegen, Themen-„Iglus“ und die komplett runderneuerte Stadt Koblenz sowie einige Projekte der FH Koblenz. Was soll ich sagen – der Wahnsinn! An jeder Ecke war etwas Neues zu entdecken, die Stimmung war perfekt und das Wetter prima. Ich habe mich von der Themenvielfalt an die EXPO 2000 in Hannover erinnert gefühlt.

Nix mit „nur Blumenbeete“, sondern ein kompletter, multimedialer Rundgang durch die Kultur unserer Gegend, mit vielen spektakulären Ausstellungen, Events und Workshops, perfekt inszeniert und einfach genial!

Gleich findet das Abschlussfeuerwerk statt, an einem Tag, den sich jede BUGA sicher wünschen würde. Bei blauem Abendhimmel und perfekter Stimmung. Und dem Abschlusskonzert mit der SWR Big-Band. Ab Montag ist wieder alles kostenlos, denn dann ist die BUGA 2011 zuende…

Ich hatte damals meine Bedenken, dass Koblenz in der Lage ist, eine solche Großveranstaltung auszurichten. Denn oft ist unsere Stadt ein wenig „konservativ“ und „provinziell“. Aber man hat es geschafft, eine riesige Veranstaltung international aufzubereiten und Koblenz beliebt zu machen – denn 70% der Besucher würden gerne wieder kommen.

Als wir vor einer Woche mit meinem Auto in der Schlange zur Fähre nach England anstanden, habe ich ein älteres Paar getroffen und mich mit ihnen unterhalten. Sie kamen gerade zurück von einem 5-wöchigen Trip durch das Mittelrheintal. Auf meine Frage, ob sie auf der BUGA waren, antworteten sie „Yes, of course, it was so lovely!“

Liebe Stadt Koblenz, das habt ihr verdammt gut gemacht!

Über Martin

Ich bin der Chefredakteur des Loft 75, dem "Magazin für das 21. Jahrhundert im Stil der 70er". Geboren 1969 in einem kleinen Ort im "Welterbe Oberes Mittelrheintal", somit > 40 Jahre alt und gebürtiger Rheinland-Pfälzer. Ich habe mich bereits 1987 für Computer interessiert und besitze auf jeden Fall eine kreative Ader, schreibe gerne und interessiere mich für Design, Einrichten, Internet, Kochen, Blogging und alles, was außergewöhnlich ist und außergewöhnlich gut aussieht. Privat wohnte ich in Koblenz am Rhein - in dem besagten Loft, das keins ist. Und jetzt wohne ich im Bergischen Land. Ich freue mich, wenn Du dieses Magazin magst - lesen wir voneinander..?
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2 Kommentare

  1. Echt meinen ausdrücklichen Respekt an Koblenz! Die Show war unglaublich schön und sie haben die Veranstaltung bestens umgesetzt.

    BRAVO !

  2. Jau, dem ist nichts hinzuzufügen… :-) Gibt es eigentlich eine Facebook-Gruppe zur BUGA?

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