Die Menschheit hat versagt Das Ende der Menschlichkeit, wie wir sie kennen

Nein, nach dem gestrigen Wahldebakel in den USA (das noch einige Tage weitergeht) befinde ich, dass die Menschheit als Ganzes nicht mehr in der Lage ist, rational zu denken. Aber nicht nur die USA sind betroffen, sondern die ganze Welt.

Lügen und betrügen – und alle so: YEAH!!

Wer sich auch nur ein wenig mit dem Präsidentendarsteller in den Vereinigten Staaten beschäftigt hat, wird schnell gemerkt haben: der Mann ist nicht bei Trost. Er ist ein wahnsinniger Psychopath, der das wichtigste Amt der Welt bekleidet. Was vor einigen Jahren noch jeden einzelnen Bewerber auf ein Präsidialamt den Kopf und den politischen Tod gekostet hätte, schüttet er kübelweise auf seine Jünger  und den Rest der Welt aus: Lügen, Hetze, Betrug, Unmenschlichkeit. Die New York Times hat tausende Lügen von Trump dokumentiert. Was ist passiert? Nichts! Irgendwann hat anscheinend irgendwer einen Schalter in den Köpfen der Menschen umgelegt, was zur Folge hatte, dass der Großteil der Menschheit lobotomiert wurde. Anders kann man sich das nicht mehr erklären. Seine Lügen und seine Demontage der Demokratie werden abgefeiert, die Menschen sind nicht mehr bei Trost.

Der Trend geht auch in andere Staaten

Polen, Brasilien, Russland, Ungarn und die jeweiligen Vertreter der Law-and-order-Parteien in anderen Staaten bekommen wieder mal Aufwind. Marie Le Pen hat sich schon gefreut, dass er sich als Wahlsieger erklärt hat, Sloweniens Ministerpräsident hat ihm bereits zu seiner Wahl gratuliert (die noch gar nicht komplett ausgezählt ist). Bolsonaro in Brasilien wird sich sicher auch ein Loch in den Bauch freuen und Johnson trinkt gewiss einen Tee auf den vermeintlichen Wahlsieg seines Buddys.

Anheizer wie Stephen Bannon oder Dominic Cummings werden sich freuen, denn ihre Strategie ging auf. Die Welt wird rechtsextrem und die Menschen feiern das. Rechte von Minderheiten, Sozialstaat, Verlässlichkeit, Faktentreue, Menschlichkeit – geschenkt. Gibt es fortan nicht mehr.

Die Zukunft

Eine Zukunft, wie wir sie kannten, wird es nicht mehr geben. Die Rechtspopulisten werden weltweit die Oberhand gewinnen, sie werden in die Parlamente gewählt, die Staaten werden in ihrem Sinne umgebaut. Die jeweilige Opposition, die noch einen Funken Anstand im Leib hat und hart für Menschenrechte, Klimaschutz und eine humanistische Gesellschaft kämpft, wird zwar nach wie vor hörbar sein, aber immer mehr verstummen. Spätestens dann, wenn sie verboten wird. Das passiert dann, wenn immer mehr Staaten ihre Systeme in Richtung Faschismus umstellen. Das Ziel wird dann erreicht sein, wenn die meisten Staaten diese Umwandlung geschafft haben. Denn am nächsten Morgen werden wir alle in Diktaturen aufwachen.

Nein, ich sehe keine lebenswerte Zukunft mehr. Der Prozess der Umstellung in faschistoide Systeme hat bereits begonnen, nach dieser unsäglichen US-Wahl wieder ein großes Stück mehr.

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Über Martin

Ich bin und war es immer, der Chefredakteur des alten und des neuen Loft 75, dem illustrierten Magazin aus dem 21. Jahrhundert. Geboren 1969 in einem kleinen Ort im Welterbe Oberes Mittelrheintal und somit gebürtiger Rheinland-Pfälzer. Ich habe mich bereits 1987 für Computer interessiert, bin stets kreativ und reduziere Dinge auf das Wesentliche, schreibe gerne und interessiere mich für Design, Einrichten, Internet, Kochen, Blogging und alles, was außergewöhnlich ist und außergewöhnlich gut aussieht. Privat wohnte ich in Koblenz am Rhein - in dem besagten Loft, das keins ist. Und seit einigen Jahren wohne ich im Bergischen Land. Ich freue mich, wenn Du dieses Magazin magst - lesen wir voneinander..?
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4 Kommentare
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Horst Schulte

Jetzt hab ich gerade einen langen Kommentar geschrieben und die „Kommentar senden“ – Taste gedrückt. Weg war er. Schade.

Horst Schulte

Schätze, dass wir (die Menschen in allen Ländern, sofern es sich um Demokratien handelt) es schaffen könnten, solche Menschen wie Trump herauszudrängen. Die Frage ist eigentlich nur, bis sich dieser unselige Trend ins Gegenteil umkehren wird. Vielleicht wäre viel gewonnen, wenn sich die etablierten Parteien und ihre Protagonisten dazu versteigen würden, uns reinen Wein einzuschenken und sich den echten Problemen der Menschen zuzuwenden. Genau das ist zu lange in den USA unterblieben. Die Leute dort, vielleicht auch, weil sie anfälliger sind, sind es leid, allein gelassen zu werden. Amis haben zu ihren Regierungen nie ein besonders inniges Verhältnis gehabt. Sie waren einerseits froh, wenn sie vom Staat möglichst wenig hören. Andererseits sind sie Trump zum Beispiel dafür sehr dankbar, dass er durch die massiven Steuersenkungen ihre Spielräume deutlich vergrößert hat. Das wiederum hat sich in Millionen zusätzlicher Arbeitsplätze niedergeschlagen. Offenbar schlagen alle anderen Untugenden des Präsidenten nicht durch. Zum Glück sind die Menschen in Deutschland in dieser Hinsicht ganz anders darauf. Man könnte allerdings kritisch dazu sagen, dass wir vielleicht ein wenig zu unkritisch ggü. dem Staat bzw. seinen Repräsentanten sind.