Die altenglischen Leiden des alten M.

Zweiter Tag. Morgenmuffelig: ich. Eine Stunde zu früh wach: Silke. In die Lounge Bar getapert und von einer netten blonden anscheinend osteuropäischen Hotelmitarbeiterin das handgebrutzelte ‚Full English Breakfast‘ serviert bekommen, bestehend aus gebratenem Bacon, einer gebratenen Tomate, einem ulkigen Bratwürstchen, einem Spiegelei, Toast und Butter, einem Klecks Baked Beans und gedünsteten Pilzen. Sehr lecker. Nur das Würstchen gab mir Silke ab, weil es so ganz anders war als ein deutsches.

Danach wieder zu Earl’s Court in die Underground-Station, nicht ohne uns vorher bei TESCO noch ein bißchen Proviant zu holen. Unser erstes Ziel sollte der Tower sein – Kronjuwelen und Historie anschauen. Silke mag das. Ich hab‘ einfach mal mitgemacht. Und die altenglischen Leiden begannen, als wir in die falsche TUBE eingestiegen sind. Eine, die nur zwischen 3 Stationen pendelt, und das anscheinend im Stundentakt! Wir warteten also in diesem doofen Zug, der nie abfährt, bis wir die Faxen dicke hatte und einfach in eine andere Linie eingestiegen sind (warum nicht gleich so!!)

Der Tower of London kostet satte 16.50 GBP Eintritt, und der White Tower macht einen echt fertig! Besteht nur aus Stufen. Dann gab es noch die königlichen Raben und die Kronjuwelen und, und…

Später sind wir dann noch in einer der 100.000 Starbucks-Filialen in London einen Kaffee trinken gewesen und dann ab in die City of Westminster, d.h. da wo die Tower Bridge, Houses of Parliament und Big Ben sind.

Um jetzt alles haarklein zu beschreiben fehlt mir der Elan, denn wir sind gefühlte 50 Kilometer durch die Stadt gewankt 😉 An der Themse lang, bei teilweise pfeifendem Wind, durch negroide Stadtteile, Richtung Battersea Power Station (die sich hartnäckig vor uns verstecken wollte) und dann mit dem Bus im oberen Stockwerk wieder zurück in die City gefahren und dann mittels Underground wieder nach Kensington. Dann nochmal in unseren riesigen, 24h geöffneten Tesco um ein paar Fressalien zu kaufen (weil wir schlicht und einfach keinen Elan mehr hatten, noch irgendwo ein vernünftiges Restaurant zu finden).

Es war anstrengend, aber auch sehr interessant heute, wir haben viele tolle Kleinigkeiten gesehen, aber auch berühmte und atemberaubende Sachen, die sich dem Normalo-Touri oft nicht erschließen, weil’s ihn vielleicht gar nicht interessiert. Was sehr schade ist.

Hier noch ein paar Bilder, bevor ich schlafen gehe.


Rolltreppenarchitektur


Der geflügelte Satz am U-Bahngleis: „Vorsicht, Spalte!“


„Hochzeiten und Beerdigungen (alles aus einer Hand)“

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Über Martin

Ich bin und war es immer, der Chefredakteur des alten und des neuen Loft 75, dem illustrierten Magazin aus dem 21. Jahrhundert. Geboren 1969 in einem kleinen Ort im Welterbe Oberes Mittelrheintal und somit gebürtiger Rheinland-Pfälzer. Ich habe mich bereits 1987 für Computer interessiert, bin stets kreativ und reduziere Dinge auf das Wesentliche, schreibe gerne und interessiere mich für Design, Einrichten, Internet, Kochen, Blogging und alles, was außergewöhnlich ist und außergewöhnlich gut aussieht. Privat wohnte ich in Koblenz am Rhein - in dem besagten Loft, das keins ist. Und seit einigen Jahren wohne ich im Bergischen Land. Ich freue mich, wenn Du dieses Magazin magst - lesen wir voneinander..?
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