Das Jahr neigt sich dem Ende zu Ein kurzer privater und weltpolitischer Rückblick

Ach, wenn wir doch an Neujahr schon geahnt hätten, was das für ein seltsames Jahr wird! Aber nicht nur das, auch für mich war es bemerkenswert. Los geht’s.

Lockdown girl, she’s been living in her Lockdown world

Corona, was sonst. Ich – und sicher viele andere auch – kann dieses Wort nicht mehr hören. Zusammen mit Begriffen wie Homeoffice, Homeschooling, Lockdown, Pandemie und so weiter. Es ist alles dazu gesagt und jeder nur erdenkliche Kommentar wurde dazu geschrieben, deshalb erspare ich mir und Euch die Details, die sowieso jeder kennt.

Querwixxer

Nach Pegida der neueste Schrei der Denkbefreiten: Querdenken! Normalerweise reicht ja normales Denken vollständig aus, aber einige Schlaumeier wie dieser Ballweg haben ein neues Geschäftsmodell gefunden, mit dem man leichtgläubige Neurechte, Esoteriker, QAnons und QAMoms, Impfgegner und Dumpfbacken aller Art zu lustigen Superspreader-Events zusammentrommeln und mit Scheiße bespaßen kann. Zum Glück wird dieser vollkommen faktenbefreiten Truppe („Wir sind das Volk!“) so langsam der Garaus gemacht. Natürlich hängen unsere Freunde von der AFD (wie schreibt man die nochmal? Ach, wurscht) mit drin, denn überall, wo Menschen „dagegen“ sind, ist auch diese brandgefährliche Idiotentruppe nicht weit. Zum Glück kacken die in den Umfragen gerade so richtig schön ab. Tja – Pech! Wenn deren Daseinsberechtigung nur darin besteht, gegen alles zu sein und möglichst viel zu stänkern, müssen die sich nicht wundern, wenn auch dem letzten Spatzenhirn so langsam auffällt, was das für ein verschissener Faschisten- und Lügnerverein ist.

These are Fake News! Fake News!

Ach, der sogenannte Noch-Präsident der Vereinigten Staaten. So ein jämmerliches, manipulatives, hässliches Arschloch. War sich in 4 Jahren für nichts zu blöd, hat die Gehirnchen seiner treuen Wähler immer hübsch durchgewaschen, bis sie auch den aberwitzigsten Müll glaubten, der von der Church Of Trump verkündet wurde. Erbärmlich. Noch nicht mal seine krachende Niederlage hat er eingestanden, der Ober-Loser. Benimmt sich wie ein betrunkenes Kind und macht alles kaputt. Mehr kann er nicht, der Irre. Aber am 20. Januar werden neue Fakten geschaffen. Ob dann alles besser wird? Nein, nicht alles. Aber dann wird wenigstens wieder jemand im Weißen Haus sitzen, der den Titel „Präsident“ auch verdient hat. Und Donnie Darko kann nichts dagegen machen. Ganz im Gegenteil, wenn er kein Präsident mehr ist, hat er auch keine Immunität mehr. Da werden wahrscheinlich die Handschellen klicken, und zwar ziemlich zügig (merke: Al Capone wurde auch „nur“ wegen Steuerhinterziehung in den Knast gebracht). So sad.

Der Turbo-Impfstoff

In der Zeit Online steht, dass die Entwicklung des ersten mRNA-Impfstoffs ever wohl vergleichbar sei mit der Mondlandung oder der Entschlüsselung des menschlichen Genoms. Das mag jeder sehen, wie er/sie will, aber fest steht: es ist eine wissenschaftliche Meisterleistung! Die Präparate von BioNTech/Pfizer und Moderna werden der Menschheit helfen, wieder ein Stück weit Normalität zu bekommen. Die weiteren Erkenntnisse werden wir mit der Zeit bekommen, insbesondere Daten zur Langzeitimmunität und dem Ansprechen auf Corona-Mutationen, aber fest steht: das Zeug (wie Jan Böhmermann so schön sagte: das „Meenzer Stöffche“) funktioniert! Und, Leute, ganz wichtig: wie bei jeder Krankheit und jeder Impfung – je mehr Menschen geimpft sind, desto besser lässt sich das Virus zurückdrängen und desto eher die Chance, dass wir bald wieder ein normaleres Leben führen dürfen.

Der neue Job – mein schönstes Weihnachtsgeschenk

Ich habe es nie an die große Glocke gehängt, ehrlich gesagt an gar keine Glocke, aber ich war die meiste Zeit des Jahres 2020 leider arbeitssuchend. Im Dezember 2019 habe ich auf Anraten meines Hausarztes meine damalige Stelle gekündigt, weil ich so langsam aber sicher psychische Probleme bekam und auch mein Körper psychosomatisch auf die Situation in diesem Job reagierte. Ich möchte auch nicht viele Worte über diesen Job verlieren, aber als meine damalige Chefin es nicht einmal für nötig hielt, sich mal für 5 Minuten aus ihrem „Meeting“ abzuseilen, um mich persönlich zu verabschieden, dann kann ich nur sagen, dass meine damalige Entscheidung richtig war. Umso mehr freue ich mich, dass ich seit dem 01. Dezember eine tolle, neue Stelle habe. Und das hat sich wirklich sehr kurzfristig ergeben, worüber ich sehr dankbar bin. Ich arbeite in einem Familienunternehmen mit 170 Mitarbeitern, das Verschlüsse für Pharma-Verpackungen herstellt. Dort bin ich in der Qualitätssicherung sowie Inprozess-Kontrolle. QS mache ich schon seit fast 20 Jahren und eigentlich ist es ja egal, ob ich Flaschen, Ziegel oder Kunststoff-Spritzgussteile prüfe: das Prinzip ist immer das Gleiche. Ich habe – soweit ich das bis jetzt beurteilen kann – tolle Kollegen und ein professionelles, angenehmes Arbeitsumfeld in einem Unternehmen, das persönlich und menschlich geführt wird, seit letztem Jahr sehr expandiert und dennoch große Stücke auf einen guten Zusammenhalt zwischen den Kollegen hält. Die Bezahlung stimmt, die Sozialleistungen auch und das Arbeitsklima sagt mir sehr zu. Ich freue mich und schaue der Zukunft wieder gelassener entgegen!

So, und mit diesen Worten verabschiede ich mich in den Weihnachtsurlaub. Ich wünsche Euch ein schönes, friedliches Weihnachtsfest, tolle Geschenke, leckeres Essen und eine gute, entspannte Zeit.

Lasst es Euch gutgehen – trotz der widrigen Umstände in diesem verstörenden Jahr.

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Über Martin

Ich bin und war es immer, der Chefredakteur des alten und des neuen Loft 75, dem illustrierten Magazin aus dem 21. Jahrhundert. Geboren 1969 in einem kleinen Ort im Welterbe Oberes Mittelrheintal und somit gebürtiger Rheinland-Pfälzer. Ich habe mich bereits 1987 für Computer interessiert, bin stets kreativ und reduziere Dinge auf das Wesentliche, schreibe gerne und interessiere mich für Design, Einrichten, Internet, Kochen, Blogging und alles, was außergewöhnlich ist und außergewöhnlich gut aussieht. Privat wohnte ich in Koblenz am Rhein - in dem besagten Loft, das keins ist. Und seit einigen Jahren wohne ich im Bergischen Land. Ich freue mich, wenn Du dieses Magazin magst - lesen wir voneinander..?
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6 Kommentare
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Horst Schulte

Lieber Martin, es ist ein Kreuz mit diesem Virus. Wie die vielen LKW-Fahrer wohl jetzt klarkommen in diesem merkwürdigen Transferstadium, in dem sie sich immer noch zum großen Teil befinden? Heute sind schon wieder über 800 Menschen verstorben. Trotzdem machen die Spinner immer noch auf dicke Hose. Es ist zum Heulen. Hoffentlich wird das im kommenden Jahr nicht so weitergehen und die Impfungen bringen einen positiven Effekt. Oder es werden Medikamente zur Verfügung stehen, die die Krankheit mildern kann.

Wie auch immer. Ich wünsche dir und deiner Familie ein frohes Fest und alles Gute für das neue Jahr. LG aus Bedburg, Horst

Hedwig

Super Bericht ! 6 Sterne !

Miki

Das freut mich! Und ich kann es aus der 2. Reihe sehr gut nachvollziehen, mein Liebster war auch 2020 arbeitslos, hat seit dem 1.12. einen neuen Job. Das wurde auch inzwischen sehr unentspannt, teils emotional ( ich sag nur Pulverfass) und langsam auch finanziell. Aber was solls; wer Lösungen sucht wird Lösungen finden!
Ich wünsche dir viel Spass am und im neuen Job.
Und allgemein gilt wohl: kann nur besser werden.
Oder???
Viele Grüße Miki