„Dafür hätte ich damals meine Mutter verkauft“

Da wir den eigentlichen Weihnachtstag getrennt verbrachten kam Martin am Freitag Abend rein und sah ihn. Den Traum seiner Kindheit! Ein Etwas, für das er damals einen Mord begangen hätte. Seine Augen leuchteten und ein langezogenes „ein Kraaan“ kam. Niklas bekam zu Weihnachten einen 1,20 m großen Kran von Dickie geschenkt!

Dieser wurde dann sofort fachmännisch unter die Lupe genommen und es wurde festgestellt, dass der Querträger nicht richtig in der Balance war. Das mußte augenblicklich geändert werden. Das Gegengewicht kann man öffnen, jedoch war es leer. Was tut man da rein? Meine gute alte DM-Sammlung mußte herhalten, aber sie war zu leicht. Es wurde sich auf die Suche nach Steinen gemacht (wohlgemerkt IM Haus), keine gefunden.  Es wurden sogar alte Batterien zusammengebunden und als Gegengewicht benutzt sowie zwei Bücher und ein Apfel mußte auch herhalten. Der arme Apfel fiel natürlich herunter, wurde jedoch direkt vernichtet, bevor sich braune Stellen bilden konnten.

Mir fiel dann ein, dass ich im oberen Flur noch einen Sack Beton-Estrich stehen habe. Das war genau das Richtige. Es wurde gemessen und gemischt und gefüllt und gewogen und, man glaubt es kaum, es paßte. Der Kran ist jetzt korrekt in der Waagerechten.

Aber damit nicht genug, es werden jetzt schon Pläne gemacht wie „sein“ Kran gepimpt werden kann – so ist von weiteren LED-Positionslichtern die Rede, von kleinen Kettengliedern, die die oberen Stangen ersetzen sollen und von einem Aufzug sowie richtigen Fenstern und Inneneinrichtung des Führerhäuschens – das passende Playmobilmännchen hat Niki von Martin zu Weihnachten geschenkt bekommen. Ob das mit Hintergedanken geschenkt wurde?

Apropos Playmobil.  Abends wurde mit Michelle hingebungsvoll die Playmobilgarage zusammengebaut und es erstaunte immer wieder, dass alles paßt und originalgetreu ist. Es gab sogar ein zerknülltes Playmobil-Kleenextuch aus Plastik.

Ich kann jeder Frau übrigens nur raten, wenn sie ihren Mann sinnvoll beschäftigt wissen will, ihm Playmobil zu schenken :-) Oder einen Kran!

Auch hiervon gibt es ein Bild – Martin und Michelle einträchtig beim Zusammenbau:

Übrigens, mein knurrender Magen wurde hinter Kran und Playmobil gestellt, aber als dann alles zusammengebaut war, wurde sich dann auch gnädigst um meinen Magen gekümmert – in Form von Raclette.

Über Yve

Hallo, ich bin Yve. Ich habe zwar nicht wirklich Sinn für das Bloggen bzw. kann nicht verstehen, warum Martin sich das antut :-) Trotzdem trage ich ab und zu mal was dazu bei, z.B. die Erfahrungen mit den Schwimmringen, die Fotos mit der grünen Flasche oder die Story mit “Frau Schneekönig”. Ansonsten bin ich für jegliche Art von Kommentaren zuständig ... aber nicht fürs Putzen ;-)
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8 Kommentare

  1. mein Bruder hat als kleines Kind ein Müllauto bekommen zu Weihnachten, was er wohl ganz toll fand. ;)
    Playmobil finde ich, als Frau, auch toll. Als ich klein war (und viel viel jünger ;) ), habe ich mir ein Puppenhaus gewünscht. Eigentlich eins aus Holz. Bekommen habe ich aber ein Playmobilhaus. Das hab ich immer noch. In irgendwelchen Kisten liegt es rum. Ich hatte allen möglichen Kram dafür… hachja. was für eine schöne Zeit…. :)

  2. Rena, ich kann das alles gut nachvollziehen :-) Über das Playmobil-Kleenextuch komme ich immer noch nicht ganz hinweg! Welcher Produktdesigner macht sich über so einen Kleinkram bitteschön Gedanken?!

  3. Playmobil hatte ich damals auch. Nen Bagger und sowas halt. Als Ladung wurde das gute Mehl aus der Küche genommen. Der Teppich im Kinderzimmer sah aus *g*

    grüße
    Duergy

  4. Also Playmobil fand ich immer extremst langweilig und kam bei uns nie ins Haus. Bin und war immer der totale LEGO Liebhaber und halte es für das intelligentere Spielzeug. Mein Bruder spielte immer mit Playmobil was meine These noch weiter unterstreicht.

  5. @Duergy: Ich habe als Kind auch alle im Haushalt verfügbaren Ressourcen benutzt, um zu spielen. Erschwerend kam hinzu, dass meine Mum ihren Arbeitsplatz neben einem Labor hatte und irgendwann – ihr Fehler – mal ein paar kleine Laborgeräte mitgebracht hat. Danach kamen das Feuer und die mittelschweren Verwüstungen.. :-D

    @DarkVamp: Kann man so nicht sagen. Ich hatte als Kind auch nur LEGO, aber seit ich mich mit Playmobil ein bißchen auseinandersetze muss ich gestehen, dass es mindestens genau so ausgefeilt ist, aber einen ganz anderen Anspruch hat: LEGO ist für Frickeler und Konstrukteure und Playmobil ganz klar für „Rollenspieler“. Extremstes HighTech sind beide Systeme, aber mit vollkommen anderer Herangehensweise. Auch bei Playmobil passt alles zu allem.

  6. Bei Playmobil habe ich nicht die Möglichkeit mit 10 Steinen unendlich viele Dinge zu bauen und damt meine Rollenspiele immer in neue Universen zu verlegen ! Ich bleibe dabei „Playmobil ist doof weil viel zu unflexibel“.

  7. Mag sein, aber Playmobil ist viel detailtreuer und besteht nicht aus groben Klötzchen, sondern aus wahnsinnig detailgetreuen, liebevoll gestalteten Systemelementen. Komm doch mal zu Yvonne spielen! Du wirst Dein blaues Wunder erleben, wie perfekt alles passt.

  8. Au ja, dann sehe ich endlich mal die Kleine.
    Neben Kran und Playmobil gibt es auch Lego, also dürfte Eurem Spieltrieb nichts im Wege stehen – lach.
    Ansonsten bin ich ganz Martins Meinung.

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