CeBIT bis zum bitteren Ende. Und ein Handy zu gewinnen.

Klar, die gibt es, aber ich habe nicht vor, zusammen mit Yvonne über den üblichen Kram wie „das neueste Tablet“ oder „die Cloud“ zu referieren. Jedenfalls nicht nur. Und wenn, dann aus der Sicht der Endanwenderin mit den langen Fingernägeln und des Endanwenders, der Citrix-Mitarbeiter dazu überredet, Ziegel statt von der Konkurrenz lieber von uns zu beziehen…

Und nun gute Unterhaltung bei unseren ganz persönlichen CeBIT-Erlebnissen! Es gibt auch ein paar Kleinigkeiten zu gewinnen!


Martin und Yvonne auf der CeBIT 2011 – unsere Eindrücke

Martin: Seit ca. 7 Jahren mal wieder CeBIT – es muss wohl so gewesen sein, dass in den letzten Jahren eh‘ nicht viel los war (wobei das sicher im Auge des Betrachters liegt und wahrscheinlich immer noch genug los war). Die Karten gab’s wie immer für umsonst (Einladungscodes, EDV-Abteilung, CeBIT-Aussteller, etc.). Man tut gut daran, sich im Vorfeld die interessanten Anbieter auf der CeBIT-Website vorzumerken und den Plan auch tatsächlich mitzunehmen, damit man weiß, in welcher Halle was ist. Macht man das nicht, verzettelt man sich hoffnungslos. Und ein bißchen Marschverpflegung sollte man auch dabei haben, denn die Preise auf dem Messegelände sind sehr hoch.

Tablets haben wir uns auch angeschaut, aber die wirklich guten standen zumeist in Glaskästen und man konnte nicht wirklich damit herumspielen. Oder sie waren von Menschentrauben umlagert. Das zeigt aber, dass das Interesse groß ist und – sind wir mal ehrlich – praktisch sind die Dinger ja. Hüten sollte man sich vor solchen, die ein Windows 7 als Betriebssystem haben, denn selbst zierliche Finger sind zu groß, um die kleinen Menüpunkte auf dem kleinen Bildschirm zuverlässig zu erwischen. Das artet dann in einer unangenehmen Vertipperei und somit Frust aus, wenn man nur mal schnell den Editor starten möchte, um die Bildschirmtastatur zu testen. Aber zum Glück gibt es auch Betriebssysteme, die für Touch-Displays optimiert sind, z.B. iOS oder Android.

Yvonne: Bevor Martin mir von der CeBIT erzählte, wußte ich noch nicht mal, was dort alles gezeigt wird, jedoch muss ich sagen, sie ist auch für den absoluten Laien interessant und sehenswert.

Die Tablets hatte ich zwar schon im TV und im Internet gesehen, jedoch mich nicht wirklich für sie interessiert. In natura jedoch fand ich sie spannend und hatte auch versucht, sie zu bedienen – jedoch ohne wirklichen Erfolg. Ich habe zwar nicht wirklich lange Fingernägel, jedoch sind sie vorhanden und sie klackten jedesmal auf den Bildschirm, wenn ich versuchte mit der Fingerkuppe etwas zu berühren. Das Ergebnis war, dass keinerlei Reaktion erfolgte oder aber z.B. statt des Buchstabens „d“ ein „s“ erschien. Zudem finde ich sie ziemlich anstrengend in der Bedienung. Auch das Touchsceen-Handy von HTC war von der Aufmachung her klasse und machte „was her“, aber für mich wäre es aus den oben genannten Gründen ebenfalls nichts, auch wenn die Bedienung hier einfach war. Ich brauche einfach eine Tastatur die ich sowohl am PC wie auch auf dem Handy blind und in (fast) jeder Lebenslage bedienen kann.

Wie Martin mir erklärte, gibt es zwei Arten von Touchscreens: die „kapazitiven“, die man mit den Fingerkuppen bedienen muss und die anderen, die wie beim Navi auf jegliche Berührung reagieren. Ich wünsche mir für die Tablets und Smartphones eher letztere…

Martin: Das if (International Forum Design Hannover) war auch vertreten, um die Preisträger im Bereich „hervorragendes Industriedesign“ vorzustellen. Vom Rasierer über den Kühlschrank bis hin zum Liebesspielzeug (s. auch Umfage rechts auf meiner Hauptseite) war eigentlich alles dabei, also nicht nur Computer-spezifisch. Schon sehr interessant, sich die kreativen Ideen der Produktdesigner anzuschauen.

Kurios:

Yvonne: Ein wirklich netter Herr mit leckerer „Ritter-Sport-Schokolade im Microsoft-Outfit“ ( ;-) )  erzählte mir etwas von der Cloud. Mhm ja, schon mal was von gehört, aber in welchem Zusammenhang? Herr Rachfahl – so hieß der nette Herr – erklärte mir dann in einfachen und „anschaulichen“ Worten, worum es sich bei der Cloud dreht. Die entsprechenden Produkte von Microsoft werde ich zwar sicher nicht kaufen, aber ich weiß jetzt, dass die Cloud praktisch ein geschützter, nicht bezwingbarer Bereich im Dschungel des Internets ist, in dem man alles mögliche an Daten ablegen und von überall darauf zugreifen kann. Und gerade mir, mit einem extrem hohen Sicherheitsbedürfnis, erzählt er, dass die beliebteste Suchmaschine alle meine Suchanfragen speichert, mir dann entsprechende Werbung anbietet und vielleicht irgendwann, unter Umständen und vielleicht meine Daten entsprechend „missbraucht“. Mein erster Gedanke: „zum nächstmöglichen Termin den Internetzugang kündigen“

Aber irgendwie war mir das schon klar, dass Google nicht die Caritas ist ;-) Und Microsoft auch nicht die Heilsarmee…

Martin: Pearl hat mal wieder so einen richtig schönen Trash-Katalog verteilt, wo vom Multimedia-Router bis hin zum elektronischen Blumendünge-Apparat so ziemlich jeder Krempel angeboten wird. Pearl ist irgendwie der Ramschladen des Internet, aber extrem unterhaltsam und eigentlich auch häufig mit nützlichen Produkten ausgestattet. Die Website ist ähnlich grottig aufgemacht wie die von Ryanair oder Seitenbacher-Müsli, aber das gehört irgendwie zum Kult dazu :-)

Matrox (kennt die noch jemand? Die machen Grafikkarten) waren auch da. Ich dachte, die hätten schon lange den Löffel abgegeben. Aber nein, das gleiche Logo wie damals und ein Messepersonal, das wenig ansprechend war: ein Herr, der mich zögerlich ansprach und nicht wirklich was zu sagen hatte und eine Messehostess, die man besser nichts fragen wollte, weil man Angst hatte, sie würde fauchen oder beißen. Ich habe mich ein wenig informiert und weiß nun, dass Matrox noch immer gute GraKas herstellt, aber eher für den Medizinbereich und spezielle Anwendungen.

Das Computermagazin com! hatte ziemlich viele nette Sachen im Angebot, z.B. ein kostenloses Heft mit DVD und ein zweites, das per Post kommt; man konnte Lose kaufen und am Glücksrad drehen und bekam den ein oder anderen kleinen Preis (in unserem Fall: die DVD-Ripping-Software MovieJack 6 und das Spiel Worldshift. Und ein Handy!)

Bei der Telekom gab’s hochwertige Käppis, Kulis, Schokolädchen und Traubenzucker. Der „Rosa Riese“ war sehr präsent und hatte einen riesigen Stand. Das wurde nur noch getoppt durch Intel, die eine ganze Halle gemietet und zur riesigen LAN-Party gemacht hatten, den „Intel Extreme Masters“.

Yvonne: Kinect – ein scheinbar derzeit umstrittenes Thema. Habe einige Meinungen dazu gehört von „super, toll, klasse“ bis hin zu „naja, schlechte Umsetzung der Bewegungen auf die Mii, nicht wirklich spannend“, konnten wir Kinect am Samstag in Aktion erleben. Also, wenn ich meine Wii nicht hätte, dann würde ich mir wahrscheinlich eine XBOX 360 mit Kinect holen. Das, was wir gesehen haben (Fußball und Tanz) war klasse und machte Laune, es selbst mal auszuprobieren. Wenn der Andrang nur nicht so groß gewesen wäre…

Mit der Kinect-Technik wurde nebenan am Stand übrigens ein Vortrag gehalten, wo ein Microsoft-Mensch so wie in „Minority Report“ per Armbewegungen die Darstellungen auf der Leinwand gewechselt hat. Seehr spacig..!

Martin: Wir blieben bis zum Schluss und noch ein bißchen länger. Das ist schon merkwürdig, wenn die größte Computermesse der Welt abgebaut wird, die Sofas verladen, die Bildschirme verstaut und die Messestände geplündert werden. Einige der No-Name-Asiaten mit ihren schmucklosen Ständen haben schon ziemlich früh das Feld geräumt und so blieben nur die zerfledderten Überreste stehen. Manche haben ihren Krimskrams für 5,- € verramscht und wir haben uns munter durchgefragt, ob so mancher nicht noch irgendwas hat, „das er nicht mehr nach Hause mitschleppen will“.

Das sah dann mancherorts so aus (übrigens hat Digitech Industries einen total üblen Ruf bei WOT – da ist so ziemlich alles un-vertrauenswürdig) :

Und das war unsere „Messe-Ausbeute“:

Yvonne: Auf der Rückfahrt haben wir wohl die Auffahrt Richtung Heimat verpasst. Es ging rechts ab nach Hamburg und ein Straßenschild zeigte eindeutig an, dass es Richtung Dortmund geradeaus ging. Wir fuhren ziemlich lange geradeaus, was jedoch nach einer Waldstrecke kam, war: Wassel – ein kleines beschauliches Örtchen, irgendwo im südlichen Niedersachsen. Gerade als Martin drehen wollte erblickte ich es – ein nettes Restaurant mit einem griechischen Namen – „Bei Vassi“. Prompt setzte bei mir der Hunger ein (bei ihm aber auch) und wir entschieden, dass wir diesem Verlangen unverzüglich nachgeben müssen.

Sollte jemand durch Wassel fahren, kann ich nur raten, bei Vassi einzukehren. Ein nettes, geschmackvoll eingerichtetes Restaurant mit sympathischen Chef und netter Chefin und einer wirklich lieben und einnehmenden Bedienung, der man den Spass an ihrem Job anmerkte. Und erst das Essen, leeecker. Die Vorspeise hätten wir uns eigentlich schenken können, denn die Portionen waren so groß, davon hätte ohne weiteres noch eine weitere Person satt werden können. Und das zum absolut fairen Preis. Eines steht fest, wenn wir nächstes Jahr wieder auf die CeBIT fahren, werden wir auf jeden Fall Vassi einen Besuch abstatten.  Das haben wir ihm auch hoch und heilig versprochen. Und wenn jemand von Euch mit dabei ist, würden wir uns noch mehr freuen!

Martin: Insgesamt war es ein spannender Tag mit guter Laune, viel Input, viel Trash, viel Latscherei und nachher auch perfektem Wetter. Nächstes Jahr sind wir sicher wieder dabei und ich würde mich total freuen, wenn wir uns mit dem einen oder anderen von Euch treffen könnten. Schaffen wir das? Wäre toll!


Und nun habe ich noch 2 Sachen zu verschenken!

Schaut mal – ist das interessant für Euch?

  • Für die Gamer unter Euch gibt’s ein Spiel á là WoW – nennt sich „Worldshift“. Ich bin kein Gamer, daher lest Ihr Euch am besten z.B. hier durch, was es ist und was es kann.
  • Und für alle, die ein einfaches, aber funktionelles Einsteigerhandy brauchen, das außer Telefonieren und SiMSen noch ein Radio in petto hat, eine wirklich helle LED-Taschenlampe, einen Kalender sowie ein Farbdisplay, der sollte sich mal das Vodafone 246 anschauen. Das Ganze ist PrePaid über Vodafone CallYa, natürlich SIMgelockt, aber sicher interessant für alle, die erreichbar sein wollen, keinen Schnickschnack brauchen oder einfach ihrem Kind/Enkel/Opa/Oma/was-auch-immer ein schickes, leichtes Handy mit auf den Weg geben wollen. Na klar, kein Smartphone, aber ganz bestimmt ein prima „Ich-will-erreichbar-sein-Handy“. Im Paket enthalten sind Handy, Ladegerät, Headset, Anleitung und SIM-Karte (beigelegten Zettel ausfüllen, um sich bei Vodafone für die kostenlose PrePaid-Karte zu registrieren. Ohne Haken, Fallstricke, Schnick oder Schnack, der irgendwas extra kostet).

Wer will’s haben? Einfach einen Kommentar schreiben, dann kommt entweder Worldshift oder das Vodafone 246 per Post zu Euch. Bei mehreren Kommentaren entscheidet random.org. Viel Glück!

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Über Martin

Ich bin und war es immer, der Chefredakteur des alten und des neuen Loft 75, dem illustrierten Magazin aus dem 21. Jahrhundert. Geboren 1969 in einem kleinen Ort im Welterbe Oberes Mittelrheintal und somit gebürtiger Rheinland-Pfälzer. Ich habe mich bereits 1987 für Computer interessiert, bin stets kreativ und reduziere Dinge auf das Wesentliche, schreibe gerne und interessiere mich für Design, Einrichten, Internet, Kochen, Blogging und alles, was außergewöhnlich ist und außergewöhnlich gut aussieht. Privat wohnte ich in Koblenz am Rhein - in dem besagten Loft, das keins ist. Und seit einigen Jahren wohne ich im Bergischen Land. Ich freue mich, wenn Du dieses Magazin magst - lesen wir voneinander..?
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karottie

Hallo.

Man kann doch von der Cebit gar nicht genug bekommen. Es ist doch Wahnsinn, was es dort alles zu sehen gibt. Das macht doch Spaß also bitte jedes Jahr :-)

Silke

Tztztztztz… du liest aber auch gar nicht mehr bei mir mit *schnief*
Watson ist mein besseres Drittel ;-)

Und Kaffee hätten wir sogar da für unsere Tassimo… Kuchen… schon wieder backen O.O ;-)

DarkVamp

@Martin
Wie gesagt Android3.0 kann gegen iOS 4.3 nicht punkten habe es lange getestet. Und bei dem total überhöhten Preis wird es keiner kaufen genau wie das alte GalaxyPad mit kleinerem Display ein Ladenhüter war.

Das alte iPad ist immer noch das perfekte Pad und wer halt spielen will kauft das neue iPad2 mit noch mehr Power.

Yvonne

Und noch eine Danksagung in eigener Sache an Melli: Finde ich übrigens super nett von Dir das Du als Not-Babysitter eingesprungen wärst. Vielleicht klappt es ja beim nächsten Mal und Ihr könnt den Zoo unsicher machen ;-).

DarkVamp

Ich habe leider das Pech das so viele Leute in meiner Umgebung (seeeehr viele Leute) schon mit iPad durch die Gegend laufen und dies nicht gerade unbegeistert lol

Android war für mich bisher total uninteressant da es bisher nicht für Tablet-Computer ausgelegt war. Erst mit Version 3.0 ist es nun auch für solche Geräte optimiert und die Version kann sich jeder bei Google kostenlos laden (Android SDK) und dann in einer Emulation auf dem heimischen WindowsPC begutachten. Ich finde es auch mit Version noch nicht auf gleichem Niveau wie iOS von Apple aber das ist Geschmacksache denke ich.

Abschließend gibts aber derzeit keinen Tablet-Computer der auch nur Ansatzweise so günstig wie das iPad1 ist.

Silke

Also für das Spiel würde ich ja direkt mal „Hier!“ rufen ;-) Aber nur, wenn es auch persönlich geliefert wird :-D
Ansonsten muss ich ja sagen, wie ich deine „Vorankündigung“ gelesen hatte war ich ja nicht mal unbegeistert und Watson hat auch direkt gefragt, ob ich mit hin will… aber ich muss ja Samstags arbeiten :-)
P.S.: Telefon immer noch hin…

DarkVamp

toller Bericht!

Aber da ich das Meiste bereits kannte und Kinect letztes Jahr auf der Gamescom testen durfte spare ich mir CeBit Besuche auch weiterhin.

Und Tablet gibt’s nur eines für mich und das gibt’s beim Obsthändler nun für tolle 379€