3 interessante Fragen zum Netzgeschehen

Ja, die Stöckchenschmeißeritis hat mich auch mal wieder erfasst und nach 5 Tagen computerfreier Zeit finde ich jetzt die Gelegenheit, die 3 Fragen, die ich vom plerzelwupp gestellt bekam, zu beantworten. Dann fangen wir doch mal an.


Was versprichst Du Dir vom Bloggen?

In erster Linie macht es riesengroßen Spaß, sich an ein eigenes, privates Projekt zu wagen und dieses Projekt mit viel Liebe und Mühe zu einem Unikat werden zu lassen. Wenn man also der Typ ist, der gerne eine ergonomische, hübsche und grafisch anspruchsvolle Seite haben möchte, dann ist das Bloggen sicherlich eine prima Möglichkeit, seinen gestalterischen Vorstellungen hinzugeben. Und wenn man gerne schreibt – sei es über private Themen, Technik, Netzfundstücke, special-interest-Themen u.v.m. – dann ist Bloggen auch eine tolle Sache, weil man seiner Mitteilunggsbedürftigkeit freien Lauf lassen kann. Alle, die sich sowohl gestalterisch als auch inhaltlich austoben möchten, finden in diesem Medium ihre Erfüllung. In einer interaktiven Website, die ständig mit neuem Inhalt gefüllt werden kann, so aussieht, wie es einem persönlich gefällt und die interaktiv wird durch die Kommentare und Rückmeldungen der Besucher.

Ich wurde unlängst gefragt, warum ich mir das „antue“, ständig neue Artikel zu schreiben und ob das ein „Zwang“ sei. Klare Antwort: Nein. Ich schreibe gerne, bin gerne kommunikativ und wünsche mir, dass mein Magazin einen kleinen Nutzen oder auch Mehrwert hat für alle, die es lesen. Das ist also keine Selbstbeweihräucherung und ich mache es auch nicht, weil ich es muss, sondern weil ich es will. Ich sag‘ immer so: andere haben als Hobby Heimwerken, Motorrad fahren, Auto tunen, Kampfsport oder Modelleisenbahn, mein Hobby ist u.a. das Betreiben dieser Seite. Es macht mir einfach Freude, immer wieder etwas Neues zu berichten und freue mich, wenn die Besucher das toll finden. Somit verspreche ich mir davon, dass das Netz ein kleines bißchen bereichert wird durch das, was ich den Lesern anbiete. Ich verfolge keine finanziellen Interessen, aber ich wünsche mir, dass durch mein Magazin und alle anderen Blogs das Leben ein bißchen interessanter wird und man vielleicht öfter mal über seinen Tellerrand hinausblickt, neue Freunde im virtuellen wie im realen Leben kennen lernt. Das nächste spannende Magazinthema steht schon in der Pipeline – mit Text und Ton und garantiert ein Unikat mit völlig neuem Konzept.


Kommst Du noch dazu, auf “klassische Medien” zurück zu greifen?

Selbstverständlich. Mein primäres Medium ist das Radio (SWF3-Stammhörer seit 1975 und bis jetzt treuer Hörer des Nachfolgers, SWR3), das mindestens 10 Stunden am Tag läuft, ob zuhause oder im Auto. Fernsehen eher selten, da ich aus diversen Gründen keinen Fernseher habe und auch keinen Anschluss für selbigen. Das ist eher aus der Not geboren und ich habe mich damit abgefunden, lebe aber bis auf wenige Ausnahmen recht gut damit. Aber wenn ich mal vor der Glotze sitze, dann schaue ich auch Tagesschau & Co. Zeitung lese ich oft am Wochenende, in diesem Fall die Rhein-Zeitung. Ich bin auch der Meinung, dass solche klassischen Medien durchaus auch im 21. Jahrhundert ihre Berechtigung haben, weil sie ganz anderen Gesetzen folgen als das Internet. Es ist einfach „analoger“, und das hat seinen Reiz und auch seinen Nutzwert. Eine Zeitung durchblättern mit einer Tasse Kaffee daneben und einem Zigarettchen hat schon was. Ich wünsche mir auch, dass diese Medien noch lange Zeit überleben werden, denn sie haben ihre Berechtigung, ihren Charme und oft eine hervorragende redaktionelle Aufmachung.


Glaubst Du, dass Google wirklich immer an seinem hehren Motto festhalten wird, das da lautet: “don´t be evil”?

Das ist Auslegungssache. Was ist „böse“? Ist Datensammeln OK? Tun sie es überhaupt in dem Maße, wie es immer propagiert wird? Oder ist da viel Panikmache dabei? Keiner weiß es so genau, aber Tatsache ist, dass Google verdammt gute Dienstleistungen und auch Software bereitstellt, die oft ihresgleichen suchen. Niemand sollte im Netz seine Daten unverantwortlich streuen, weder bei Google noch sonstwo. Wer zu viel intime Details im Netz verbreitet, darf sich nicht wundern, wenn er dauernd Viagra-Mails bekommt oder Schlimmeres. Und dass seine Saufbilder vom künftigen Chef problemlos bei Facebook & Co. eingesehen werden können. Somit ist nicht Google das Problem, sondern der Nutzer selbst, dem sein manchmal unbändiges Mitteilungsbedürfnis irgendwann zum Verhängnis wird. Somit ist Google genau so „böse“ wie alle anderen auch. Aber was sie von den meisten Anderen unterscheidet: es gibt wenigstens noch eine einigermaßen verständliche Datenschutzerklärung! Lest sie Euch durch und entscheidet selbst, ob ihr sie anerkennen wollt.


So, lieber plerzelwupp, dieses Stöckchen endet bei mir, weil ich es nicht weiterwerfen will. Nicht böse sein, dank des viralen Konzeptes gibt es noch viele andere, die es beantworten werden ;-)

Über Martin

Ich bin der Chefredakteur des Loft 75, dem "Magazin für das 21. Jahrhundert im Stil der 70er". Geboren 1969 in einem kleinen Ort im "Welterbe Oberes Mittelrheintal", somit > 40 Jahre alt und gebürtiger Rheinland-Pfälzer. Ich habe mich bereits 1987 für Computer interessiert und besitze auf jeden Fall eine kreative Ader, schreibe gerne und interessiere mich für Design, Einrichten, Internet, Kochen, Blogging und alles, was außergewöhnlich ist und außergewöhnlich gut aussieht. Privat wohnte ich in Koblenz am Rhein - in dem besagten Loft, das keins ist. Und jetzt wohne ich im Bergischen Land. Ich freue mich, wenn Du dieses Magazin magst - lesen wir voneinander..?
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2 Kommentare

  1. Vielen Dank, dass Du das Stöckchen gefangen hast.
    Interessant finde ich den ersten Punkt: Du bloggst also nicht, weil Du Dich berufen fühlst *g

    Gut …. ich sehe das anders – Insofern freu ich mich auch auf das Unikat mit vollkommen neuem Konzept (in Bild und Ton). Da bin ich wirklich gespannt.

    Übereinstimmung finden wir in der letzten Frage. Du hast es zwar anders umschrieben – inhaltlich ist es gleichartig.

  2. Na klar, Oliver, gerne doch :) Und ich fühle mich nicht berufen, das klingt so nach „Schicksal“. Ich mache das einfach gerne, mehr nicht, aber auch nicht weniger…

    Das „Unikat“ steht schon in den Startlöchern, es fehlt nur noch der Ton. Aber dann lasse ich das Ganze auf die Öffentlichkeit los… Glaube mir, das ist alles gründlich vorbereitet und sieht so richtig toll aus (und hört sich auch so an, nur mal so als Tipp).

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