27 Jahre Suche haben ein Ende

Meine erste Flugreise habe ich 1982 unternommen. Ich war im 7. Schuljahr, wir alle mussten noch 1 Tag auf die Sommerferien warten, aber ich hatte eine Sondergenehmigung, um früher in die Ferien abzuhauen. Ich weiß gar nicht, ob sowas heutzutage noch geht. Meine Mutter, ich, mein damals bester Freund und seine Eltern wollten Urlaub in einem Ferienhaus auf Mallorca machen. Das war damals noch nicht ganz so überfüllt und trashig, sondern eher noch eine Art Geheimtipp. Naja, nicht wirklich…aber so ein bisschen.

Also hatte ich mein Zeugnis vorab bekommen, wir haben gepackt und uns morgens am Bahnhof in Niederlahnstein getroffen, um nach Koblenz und schließlich nach Düsseldorf zum Flughafen zu fahren. Mann, war ich aufgeregt – meine erste Flugreise! Nach Cala Ratjada auf Mallorca in ein Ferienhaus! 2 Wochen Spanienurlaub!

Der erste Eindruck, den ich an Bord der Condor-Boeing 727 (die sind mittlerweile alle ausgemustert) hatte, war der angenehme Duft nach Kaugummi und Kaffee, den die Lufthansa bis heute beibehalten hat (ist Euch das schon mal aufgefallen?). Ja, und dann säuselte beim Betreten des Flugzeuges dieses Lied leise aus den Bordlautsprechern, das so unheimlich toll war. Total weichgespült und romantisch, aber sowas von passend zur Situation. Irgendwas mit „paradise“ und „california“. So richtig schön luftig-leicht und 70er-mäßig.

Mit diesen Wortfragmenten kann man nicht wirklich was anfangen, wenn man ein Lied sucht, zumal es damals noch keinen Herrn Google gab. Eben hatte ich mich darauf besonnen, dass ich es ja mal wieder versuchen könnte, danach zu suchen. Also „to paradise +california -green day +song +1982“ eingetippert und Bingo! Ich habe einen Treffer angeklickt, wo noch jemand diesen Song suchte und was soll ich sagen – ihm und auch mir wurde von einem Forenteilnehmer geholfen, denn der Song heißt „I’ve never been to me“ und stammt von einer gewissen „Charlene“, einem One-Hit-Wonder. 27 Jahre Suche haben also ein Ende und ich bin happy, dass ich das Lied, an das ich mich bei meinem ersten Flug erinnerte, gefunden habe. Wahnsinn, oder?

Hier ist das Video dazu – und Google sei Dank, dass ich nicht dumm sterben muss. 27 Jahre ziehen sich wie Kaugummi, wenn man einem Phantom hinterher jagt, ich sag’s Euch…

Der Urlaub war übrigens sehr schön, ich hatte den Sonnenbrand meines Lebens (incl. Verbrennungen 3. Grades) und einfach tolle Sommerferien verbracht! Auch wenn der Sonnenbrand kein Spaß war.

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Über Martin

Ich bin und war es immer, der Chefredakteur des alten und des neuen Loft 75, dem illustrierten Magazin aus dem 21. Jahrhundert. Geboren 1969 in einem kleinen Ort im Welterbe Oberes Mittelrheintal und somit gebürtiger Rheinland-Pfälzer. Ich habe mich bereits 1987 für Computer interessiert, bin stets kreativ und reduziere Dinge auf das Wesentliche, schreibe gerne und interessiere mich für Design, Einrichten, Internet, Kochen, Blogging und alles, was außergewöhnlich ist und außergewöhnlich gut aussieht. Privat wohnte ich in Koblenz am Rhein - in dem besagten Loft, das keins ist. Und seit einigen Jahren wohne ich im Bergischen Land. Ich freue mich, wenn Du dieses Magazin magst - lesen wir voneinander..?
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4 Kommentare

  1. aua. aua. das klingt aber übel.
    trotzdem: tolle geschichte! ;)

  2. Dritten Grades … Mannomann ..was machst Du denn in der Sonne? Schei**e .. das muss doch höllisch weh tuen ..

    • @Sebastian: Am Strand in der Sonne eingeschlafen, ein paar Stunden da rum gelegen…und mit Brandblasen wieder aufgewacht. Das einzige, was half, war ein Cortisonschaum aus der Apotheke. Die Spuren von diesen Verbrennungen hatte ich bestimmt noch 3 Jahre am Körper.

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