Return To Zeeland. Ein kleiner Urlaubsbericht.

So, jetzt ist er schon vorbei, der Urlaub in Holland. Ging schnell. Und war aufregend. Und wir – Yvonne, die Kinder und ich – haben uns auch gut vertragen und hatten einen perfekten Urlaub in einem kleinen Ferienhaus! Und da meine Stellvertretende Chefdedakteurin Melli mir ein paar Fragen zum Beantworten gegeben hat, nehme ich das gerne zum Anlass, ein wenig zu berichten. Lest weiter und schaut Euch die hübschen Bilder an!

Sonnenuntergang in Cadzand Bad/NL

Was war Dein schönstes Urlaubserlebnis?

Endlich mal wieder im Meer zu schwimmen! Die letzten Male war ich ja im Herbst oder Spätsommer dort, aber diesmal war die Nordsee warm genug, dass man darin schwimmen konnte. Echt ein tolles Erlebnis (wenn das Meer ruhig ist). Ich habe nur ein Bild von Michelle, aber die freute sich genau so darüber, im Meer zu planschen und zu schwimmen wie ich.

Michelle am Strand

Außerdem war es toll, Michelles Geburtstag im Urlaub  zu feiern – es gab einen Erdbeerkuchen, den Yvonne und ich morgens beim Bäcker besorgt haben und ein schönes Frühstück. Danach habe ich ihr Geburtstagsgeschenk eingelöst und wir 2 haben einen tollen Shopping-Nachmittag in Sluis verbracht.

Was war Dein peinlichstes Urlaubserlebnis?

Peinlich war – und das kann ich mit Fug‘ und Recht behaupten – überhaupt nichts. Allerhöchstens die Bemerkung, die die beiden niederländischen Damen hinterließen, als ich ziemlich ramponiert am späten Abend – nur mit Badetuch und -hose bekleidet – den Strand hochgehinkt bin (mehr dazu im nächsten Artikel). Sie quatschten mich auf holländisch an und als sie merkten, dass ich nichts verstehe, meinten sie nur lachend „zijn duitse!“„sind Deutsche!“ Naja, aber peinlich war das nicht wirklich.

Was war das Leckerste, was Du im Urlaub gegessen hast?

Definitiv der Krabbensalat vom „Food Plaza“! So was Gutes zum fairen Preis habe ich selten gegessen. Das Zeug ging weg wie warme Semmeln; mit ein paar Hapsern hatten wir den ganzen Salat aufgegessen. Superlecker und preiswert, nämlich nur 1,60 € pro 100g. Das sucht man in Deutschland vergebens. Zumal die Qualität herausragend war. Aber auch das leckere Essen im China-Restaurant am ersten Abend war eine Empfehlung wert. Und die Fischspieße, die wir auch vom „Food Plaza“ hatten, waren saulecker. Ist schon was Schönes, wenn man in einer Gegend Urlaub macht, wo Fisch & Co. frisch und preiswert sind.

Was war das Leckerste, was Du im Urlaub getrunken hast?

Die Erdbeermilch aus dem LIDL in Oostburg (vergleichbar mit Fristi) und das gute JUPILER-Pils vom Fass, von dem ich mir abends gerne mal ein paar genehmigt hatte, als Yvonne und ich die beiden ‚Kinderen‘ in’s Bett gebracht und wir noch einen Abendspaziergang gemacht haben.

Stelle Deinen Soundtrack des Urlaubs zusammen (Minimum 3 Lieder)

1. „2 Herzen“ von KLEE

2. „Bruises“ von CHAIRLIFT

3. „Can’t Take My Eyes Off You“ von MUSE

Was war das Abstruseste, was Dir passiert ist im Urlaub?

Der Unfall am Meer, den ich am letzten Tag hatte. Als ich aus bestimmten Gründen (Erklärung folgt im nächsten Artikel) abends um 21.00 Uhr nach Sonnenuntergang nochmal mit Badehose bekleidet in’s Meer stieg. Leider hatte ich die Ebbe unterschätzt, die mich trotz heftiger Schwimmbewegungen immer weiter in’s Meer hinauszog. Und ich die nackte Panik bekam, als die Wellen immer höher wurden und über mir zusammenbrachen. Hyperventilierend und panisch wurde ich zum Glück an einen Wellenbrecher gespült. Um den Preis, dass ich mit meiner linken Seite von einer riesengroßen Welle über die scharfkantige Oberfläche geschleift wurde!

Die perfekte Welle?! Sicher nicht.

Ich war ehrlich froh, dass ich mit dem Leben davonkam (ohne Gag – das war richtige Panik) und nach einiger Zeit konnte ich auch wieder stehen und schleppte mich an den Strand. Wie das Malheur aussah, seht Ihr hier:

kaputtes Bein

Ich habe Schürfwunden am Bein, dem Rücken, den Handflächen und kann kaum sitzen… Aber Yvonne und die Kinder haben mich toll verarztet, sodass ich guten Mutes bin, dass das problemlos abheilt.

TIPP: Wenn Ihr Euch verletzt habt, denkt doch mal an den Verbandkasten im Auto – denn der wird oft vergessen. Und da sind viele hilfreiche Dinge drin (incl. Schere, Kompressen, Pflastern etc.)!

Wie viele Ansichtskarten hast Du geschrieben?

Keine einzige. Bei einer Woche Urlaub in NL sehe ich das nicht wirklich ein. Wenn’s die Karibik gewesen wäre, ok…

Nervt es Dich, jetzt Fragen beantworten zu müssen?

Keineswegs! Schließlich sind die Fragen dafür verantwortlich, dass Ihr jetzt diesen Artikel lesen könnt! Übrigens sind die Fragen super ausgearbeitet – vielen Dank, Melli!

Wie lang war der längste Stau auf Hin- und Rückfahrt?

Auf der Hinfahrt gab’s gar keinen Stau – freie Fahrt bis nach Aalst und später nach Cadzand. Auf der Rückfahrt stockte es ab und zu. Am Ring Antwerpen (das ist kein „Ring“, das ist ein Alptraum!), in der Nähe von Kerpen und nochmal auf Höhe Niederzissen. Aber insgesamt hatten wir freie Fahrt.

Wie lange musstet Ihr das Auto bepacken, bis 4 Menschen samt Gepäck ihren Platz gefunden hatten?

Nachdem ich beim Twingo die Heckablage entfernt und die Rückbank so weit vorgeschoben hatte, dass sich die Kinder nicht die Füße quetschen, hatten wir verhältnismäßig viel Platz und bekamen alles unter, was wir gepackt hatten. Das Bepacken dauerte vielleicht 10-15 Minuten, incl. Anbringen der Kindersitze bzw. der Sitzschale für Michelle. Wir haben alles ‚reinbekommen. Was keiner gedacht hätte!

Vollbepackter Kleinwagen

Was ist das Beste daran, jetzt wieder zuhause zu sein?

Keine Ahnung 🙂

Was findest Du am Schlimmsten daran, jetzt wieder zuhause zu sein?

Dass der Urlaub vorüber ist… Und das sonnige Sommerfeeling, das wir am Meer hatten.

Deine Eissorten des Sommers 2009?

Himbeer, Rocher Creme und Banane! Extremst supergenial lecker bei Australian Homemade, einer Franchise-Gruppe, die in Knokke-Heist einen Stand am Strand hatte. So ein leckeres Eis sucht man selbst beim Italiener des Vertrauens oft vergebens. Perfekte belgische Waffeln gab’s dazu. Das Eis explodiert geschmacklich im Mund, wird immer wieder frisch zubereitet und ist seinen Preis 100%ig wert. Top-Tipp!

Zeig uns mindestens 1 Photo, das Du gemacht hast und erzähle die Geschichte dazu!

Gerne. Auf diesem Foto machen wir eine Fahrt durch die Kanäle von Brügge. Das kostet 6,70 € und dauert eine halbe Stunde. Absolut lohnenswert! Der Kapitän spricht mehrere Sprachen und ist gut drauf und Brügge via Boot zu erkunden ist eine Erfahrung. In diesem Zusammenhang ist der Film „Brügge sehen…und sterben“ eine echte Empfehlung. Mehr dazu gibt’s hier. Und man erkennt die Routen, die man gegangen und mit dem Boot gefahren ist, sofort wieder, was die Sache sehr charmant macht.

Kanalfahrt in Brügge

Was willst Du unbedingt noch loswerden an dieser Stelle?

Die Sache mit „Marie“. Das war ein Marienkäfer, der Niklas angeflogen hatte und der auf seinem Arm eine Runde gewandert ist. Niklas meinte dann schließlich „ich glaub‘, die mag mich, die Marie!“. Und dann ist die Ärmste aber mehrmals heruntergefallen und sah nachher nicht mehr so gut aus: sie humpelte und ein Flügel sah zerfleddert aus. Arme Marie… Dann setzten wir sie auf einer Gurkenscheibe (!!) in der Hecke aus. Das arme Tier hat die Nacht bestimmt nicht überlebt, so sehr wurde sie zu Tode geliebt. Aber 2 Tage später flatterte Niklas noch ein Marienkäfer auf den Arm, der nach einigem Krabbeln zufrieden wegflog. Und wir erzählten Niklas, dass das Marie gewesen sei und sie sich für die Gurkenscheibe bedankt hat…süß!

Und was ich noch loswerden möchte: 2 Monate und 1 Woche – so lange bin ich mit meiner Yvonne zusammen und selbst nach dem Urlaub haben wir uns noch total lieb. Es ist so schön mit Dir!

Wir!


Über Martin

Ich bin der Chefredakteur des Loft 75, dem "Magazin für das 21. Jahrhundert im Stil der 70er". Geboren 1969 in einem kleinen Ort im "Welterbe Oberes Mittelrheintal", somit > 40 Jahre alt und gebürtiger Rheinland-Pfälzer. Ich habe mich bereits 1987 für Computer interessiert und besitze auf jeden Fall eine kreative Ader, schreibe gerne und interessiere mich für Design, Einrichten, Internet, Kochen, Blogging und alles, was außergewöhnlich ist und außergewöhnlich gut aussieht. Privat wohnte ich in Koblenz am Rhein - in dem besagten Loft, das keins ist. Und jetzt wohne ich im Bergischen Land. Ich freue mich, wenn Du dieses Magazin magst - lesen wir voneinander..?
Speichere in deinen Favoriten diesen permalink.

12 Kommentare

  1. Es ist schön mit Dir!
    Das Wellenfoto finde ich nachwievor total Klasse. Da ging es Dir noch gut. Und nur nochmal zur Erinnerung: das Gefährlichste was ich mit Dir zukünftig machen werde ist Bingo spielen!!!!!!! Das war mir/uns alles viel zu aufregend, Kiddis am heulen und ich mußte die pure Zuversicht ausstrahlen, was nicht wirklich gelang.
    Grins, Du hast vergessen zu erwähnen, dass ich Dich zur Desinfektion der Wunden mit Parfüm eingestänkert habe und Niki sich rührend um Deinen Durst kümmerte 🙂

    Das Foto von uns beiden hat was. Gefällt mir.

  2. Das sieht aber böse aus was dir da passiert ist. Ich bin gespannt was denn die Gründe waren!

  3. klingt nach einem schönen urlaub. oje, der unfall sieht bös aus. ist mir auch mal passiert, daß ich ins meer gezogen wurde. ganz alleine, kein mensch weit und breit. da kriegt man wirklich riesen-panik.
    habe mich mit allen kräften gegen die fluten zurück gekämpft. aber innerlich hab ich mich schon sterben sehen. das war echt übel. todesangst.

    @andy: äh, das steht doch im text, was ihm passiert ist!

  4. Hi und willkommen zurück!
    Tolle Bilder, bis auf den Unfall wohl ein guter Urlaub?!
    LG

  5. Oh ha, hab richtig „Huch!“ gerufen, als ich das „Blutbild“ gesehen habe.
    Ein Grund, warum ich wohl nie schwimmen gelernt habe *grins*
    Alles Gute fürs Beinchen.

  6. Freut mich, daß es Euch gefallenhat.
    Und Gute Besserung!

    LG Peter

  7. @Yvonne: Das besagte Parfüm war übrigens – für alle, die es interessiert – „Happy Hour“ von Gin Tonic. Natürlich für Damen 🙂 Aber ob ich bei dem Wellenfoto noch gut drauf war, weiß ich nicht wirklich. Überhaupt ist die Chronologie der Ereignisse ziemlich verschwommen…

    @Andy: Schreibe ich bald – und hat auch eine total interessante Geschichte, denn ich bin nicht unbedingt „freiwillig“ in die Nordsee gegangen 😉 Und nein: Yvonne hat mich nicht geschubst oder sowas 😀

    @Chikatze: Das ist nicht wirklich ein schönes Gefühl, zumal man echt Angst hat, dass man die Sache nicht lebend überstehen könnte. Aber die Wunden tun nicht mehr sehr weh, sehen aber noch schauderhaft aus. Aber eigentlich hat der Andy Recht: die Erklärung, warum es dazu gekommen ist, bin ich noch schuldig geblieben. Denn welcher Lebensmüde steigt schon abends um 21.00 Uhr in die stürmische Nordsee..? Und warum? Fragen, Fragen, nichts als Fragen…

    @Spielkind: Ja, der Urlaub war wirklich toll. Und immerhin kann ich was Interessantes berichten, hey 🙂

    @Carryboo: Ooch, Schwimmen macht echt Spaß. Aber ein Spielball der Wellen und der ungeheuren Kraft eines Meeres zu sein nicht wirklich… Vielen Dank für die guten Genesungswünsche, liebe Carryboo. Sieht schon erheblich besser aus, das Beinchen 🙂

    @Peter: Hi Peter! Am Sonntag wirst Du mich ja sehen mit all‘ meinen Blessuren. Aber ich bin guter Dinge, von daher also alles halb so wild.

  8. Welkomm .. oder so.
    Ich sehe leider keine Fotos… 🙁 Ich will doch sehen, wie deine Verletzungen aussehen! 😛
    ihr seid sicher auch an Aachen vorbeigefahren, auf der Fahrt hin und zurück, oder? Hättest ja mal winken können. 😉

    das mit Marie finde ich voll süß. 🙂

  9. Hey Martin, ich seh leider auch gar keine Bilder, das ist ja schade! Hast Du ne Idee, woran das liegen kann?
    Hmm, leider gab es ja nicht so viele „Zwischenberichte“ von Deinen Lesern, was die während Deines Urlaubes so erlebt haben – aber Danke Dir fürs Ausführliche Fragen beantworten. Und bin auch schon gespannt, warum Du ins Wasser musstest an der Stelle!
    LG,
    Melli

  10. @Verena + Melli: So, Bilder sind wieder drin – wegen eines kleinen Problems waren dies leider kurzzeitig nicht sichtbar.

    Übrigens habe ich ‚Aken‘ zugewunken, liebe Rena 🙂 Und warum ich in’s Wasser musste, erfahrt Ihr noch diese Woche.

  11. Hi… cool, dass die Bilder wieder sichtbar sind! Und noch besser, dass es nicht an Launen meines PCs oder so liegt, ich machte mir schon Sorgen, dass mein Mozilla verschnupft ist oder so.
    Sieht aber echt schmerzhaft aus, das Bein – aber gut, wenn es „nur“ so aussieht und Du ansonsten unbeschadet aus dem Wasser gekommen bist, liest sich ja gar nicht mal so ungefährlich.
    LG,
    Melli

  12. Hey das ist ein Hammerbild! Schön das es Euch gefallen hat…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.