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	<title>Loft 75 &#187; Empfehlenswerte Artikel</title>
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	<description>Das illustrierte Magazin für das 21. Jahrhundert im Stil der 70er</description>
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			<item>
		<title>Radio hören mit dem Windows Media Player - Eine kleine Anleitung mit Tipps &amp; Tricks</title>
		<link>http://www.loft75.de/2010/08/radio-hoeren-mit-dem-windows-media-player/</link>
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		<pubDate>Mon, 23 Aug 2010 18:32:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Empfehlenswerte Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Praktische Tipps]]></category>

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		<description><![CDATA[<img align="left" hspace="5" width="120" src="http://www.loft75.de/wp-content/uploads/webradio_kopieren.jpg" class="alignleft wp-post-image tfe" alt="" title="Adresse des Livestreams kopieren" />So, Herrschaften, Ihr habt ja sicherlich alle den Windows Media Player bei euch installiert, sofern Ihr Windows nutzt. Das Teil ist gar nicht mal so schlecht, ehrlich gesagt, ist es prima, denn man kann es nativ unter 32- oder 64-Bit-Systemen betreiben, es bietet eine Menge hübscher Funktionen und der Windows Media Player (WMP) sieht auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>So, Herrschaften, Ihr habt ja sicherlich alle den Windows Media Player bei euch installiert, sofern Ihr Windows nutzt. Das Teil ist gar nicht mal so schlecht, ehrlich gesagt, ist es prima, denn man kann es nativ unter 32- oder 64-Bit-Systemen betreiben, es bietet eine Menge hübscher Funktionen und der Windows Media Player (WMP) sieht auch noch hübsch aus.</p>
<p>Klar, die üblichen Player wie foobar2000 oder VLC sind natürlich unter den Geeks wesentlich besser gelitten, aber der WMP ist bei jedem Windows-System (sofern es nicht die &#8220;N&#8221;-Version ist) sowieso an Bord. Weshalb sollte man ihn also nicht nutzen? Und jetzt zeige ich Euch, wie man damit Webradio hört und ganz einfach und problemlos Sender speichert und darauf zugreift.</p>
<p><span style="color: #3366cc;"><strong><span style="font-size: x-large;">Webradio hören</span></strong></span></p>
<p>Viele Radiosender bieten auf ihrer Website die Möglichkeit, einen Livestream anzuhören. Der wird meist innerhalb der Seite abgespielt und setzt voraus, dass man sein Browswerfenster geöffnet hat. Wird der Browser geschlossen, ist das Webradio weg. Ich finde es schöner, wenn man sein Lieblings-Webradio unabhängig vom Browser anhören kann.</p>
<p>Der WMP ist das Programm meiner Wahl, wenn ich Webradio hören will. Obwohl er einem das Leben unnötig schwer macht..! Man hat auf einer Seite, z.B. NDR2.de, den Link zum Livestream gefunden und möchte diesen im WMP abspielen und in der WMP-eigenen Bibliothek in einer Playlist speichern, sodass man den Sender jederzeit per Doppelklick hören kann. Fehlanzeige. Den Link zum Stream in das WMP-Fenster zu ziehen schlägt fehl, eine Verknüpfung, die man bereits erstellt hat, ebenso. Was also tun?</p>
<p><span style="color: #3366cc;"><strong><span style="font-size: x-large;">Man muss den Umweg kennen&#8230;</span></strong></span></p>
<p>Ist zwar doof, aber der WMP kann Webradio-URLs nur per Umweg in eine Playlist hinzufügen. Und so geht&#8217;s:</p>
<p><em><span style="font-size: medium;">1. Streaming-Adresse des Webradios, das man hören will, herausbekommen.</span></em></p>
<p>Viele Websites von Radiosendern bieten einen Link &#8220;Livestream&#8221; o.ä., mit dem man live das gewünschte Radioprogramm hören kann. Wir machen das mal am Beispiel von <a title="Livestream-Seite von N-JOY" href="http://www.n-joy.de/radio/livestream116.html">N-JOY</a>:</p>
<p><img class="size-full wp-image-2236 alignnone" title="Adresse des Livestreams kopieren" src="http://www.loft75.de/wp-content/uploads/webradio_kopieren.jpg" alt="" width="600" height="384" /></p>
<p>Manche Radio-Websites bieten hier leider keine Möglichkeit, die Datenquelle auszuwählen, sondern es öffnet sich direkt der Player in einem neuen Fenster und er dudelt auch direkt los. Hier kann man einen etwas komplizierten Umweg gehen, indem man sich per Rechtsklick auf das sich öffnende Popup-Fenster den Quelltext anzeigen lässt und versucht, die Stream-Adresse herauszubekommen. Im Falle von Radio FFH wurde ich leider nicht fündig, auch nicht nach dem Studium der FAQ zum Livestream-Empfang. Hm! Über dieses leidige Thema haben sich aber schon viele den Kopf zerbrochen und beispielsweise <a href="http://www.mysnip.de/forum-archiv/thema/8773/96070/___Streamadresse+herausfinden___.html" target="_blank">hier</a> einige Lösungsansätze gepostet.</p>
<p><em><span style="font-size: medium;">2. Stream im WMP abspielen</span></em></p>
<p>Das geht einfach. WMP starten (TIPP: wer ein 64-Bit-System benutzt, hat nur die 32-Bit-Variante des WMP in der Superbar verlinkt &#8211; diesen Link einfach löschen und stattdessen im Explorer die Datei &#8220;wmplayer.exe&#8221; im Verzeichnis C:\Programme finden und in die Superbar ziehen. Schon kann man die 64-Bit-Version benutzen) und mit <em>Strg+U</em> oder <em>&#8220;Datei &#8211; URL öffnen&#8230;&#8221;</em> die kopierte Stream-Adresse einfügen und <em>OK</em> klicken.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-2237" title="Webradio-Link einfügen" src="http://www.loft75.de/wp-content/uploads/webradio_einfuegen.jpg" alt="" width="600" height="319" /></p>
<p>Jetzt dudelt der gewählte Radiosender lustig vor sich hin &#8211; prima! Aber wie bekommen wir den Stream in eine Playlist, sodass man in immer wieder vom WMP aus aufrufen kann? Jetzt kommt der erwähnte Umweg&#8230;</p>
<p><em><span style="font-size: medium;">3. Playlist erstellen und Radiosender hinzufügen</span></em></p>
<p>Wenn man nicht weiß, wie&#8217;s geht, wird man bekloppt. Aber davor bewahre ich Euch, denn Ihr müsst nur eine neue Playlist erstellen mittels Klick auf den oberen Button <em>&#8220;Wiedegabeliste erstellen&#8221;</em>. Diese nennen wir einfach mal &#8220;Radio&#8221;. Rechts oben im WMP habt Ihr außerdem 3 Tab-Reiter, einer davon heißt <em>&#8220;Wiederge&#8230;&#8221;</em>. Draufklicken! Und hier steht endlich der Name des Radiosenders, den Ihr gerade abspielt, also in unserem Beispiel N-JOY. Den zieht Ihr in die Wiedergabeliste et voila: Der Radiosender ist in der Wiedergabeliste drin!</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-2238" title="Sender in die Playlist ziehen und fertig" src="http://www.loft75.de/wp-content/uploads/webradio_playlist.jpg" alt="" width="600" height="270" /></p>
<p><span style="color: #3366cc;"><strong><span style="font-size: x-large;">Fazit: Warum einfach, wenn&#8217;s auch kompliziert geht</span></strong></span></p>
<p>Warum es dermaßen umständlich ist, eine Streamingadresse in den WMP einzufügen, wird mir ewig ein Rätsel bleiben. Statt dass man einfach den Link zum Internetradio-Sender in das WMP-Programmfenster zieht, nein, es muss 1.000 mal geklickt werden und wenn man nicht weiß, wo und wie man klicken soll, rauft man sich die Haare.</p>
<p>Besonders schlimm finde ich, dass es im Fenster &#8220;Wiedergabeliste&#8221; noch nicht einmal ein Kontextmenü per rechter Maustaste gibt, wo man die gewünschten Informationen zum Internetradio eintragen kann. Also sowas wie <em>&#8220;Umbenennen&#8230;&#8221;</em> etc.</p>
<p>Wie dem auch sei, wenn man weiß, wie&#8217;s geht, dann kann man seine Lieblings-Internetradios problemlos in die Playliste des WMP integrieren und einfach per Doppelklick Internetradio hören. Was noch stört, ist die Tatsache, dass erst beim Anhören des Radiosenders in der Playlist der korrekte Titel des Senders angezeigt wird. In der Playlist selbst steht nämlich der Dateiname des Streams, z.B. &#8220;ndr_n-joy_hi_wma&#8221;. Nochmal <em>Hmmpf!</em> Und nein, es gibt keine mir bekannte Möglichkeit, das zu ändern, selbst manuelle Eingriffe in die Playlist-Datei sind nicht möglich (bzw. nicht zielführend)</p>
<p><span style="color: #3366cc;"><strong><span style="font-size: x-large;">Kurzanleitung &#8211; so streamt und speichert man Internetradio mit dem WMP</span></strong></span></p>
<ul>
<li>Stream-Adresse des gewünschten Radiosenders herausbekommen und kopieren</li>
<li>die URL in der Bibliotheks-Ansicht des WMP per Strg+U einfügen und wiedergeben</li>
<li>neue Playlist &#8220;Radio&#8221; erstellen, oben rechts auf &#8220;Wiederge&#8230;&#8221; klicken und den Radiosender in die Playlist ziehen.</li>
</ul>
<p><strong>So, und nun viel Erfolg beim Erstellen Eurer eigenen &#8220;Radio-Playlist&#8221;!</strong></p>
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		<item>
		<title>Das fast in&#8217;s Wasser gefallene Festival - RheinKultur Bonn - genial, wenn es nicht regnet ;-)</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Jul 2010 20:31:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Empfehlenswerte Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Feste und Bräuche]]></category>

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		<description><![CDATA[<img align="left" hspace="5" width="120" src="http://www.loft75.de/wp-content/uploads/rheinkultur_hochwasser.jpg" class="alignleft wp-post-image tfe" alt="" title="Überflutete Straßen in Bad Godesberg" />Am Samstag hatten wir kinderfreie Zeit und brachen bei angenehmem Wetter (warm, sonnig) nach Bonn auf, um mal wieder ein Festival zu erleben. Bei der RheinKultur war ich sicher 15 Jahre nicht mehr und um so mehr freute ich mich auf einen schönen Festival-Tag. Aber bereits auf der Fahrt verfinsterte sich der Himmel und ab [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span class="initialcap">A</span>m Samstag hatten wir kinderfreie Zeit und brachen bei angenehmem Wetter (warm, sonnig) nach Bonn auf, um mal wieder ein Festival zu erleben. Bei der <a title="zur Website des Festivals" href="http://www.rheinkultur-festival.de/index.php" target="_blank">RheinKultur</a> war ich sicher 15 Jahre nicht mehr und um so mehr freute ich mich auf einen schönen Festival-Tag. Aber bereits auf der Fahrt verfinsterte sich der Himmel und ab Remagen lagen dicke Äste und umgestürzte Bäume am Wegesrand! Überall Feuerwehr, die Straße war nass, hier musste es wie aus Kübeln geregnet haben. Als wir in Bad Godesberg einfuhren, waren ganze Straßen überschwemmt und die Gullideckel hoben sich!</p>
<p><img class="size-full wp-image-2195 alignnone" title="Überflutete Straßen in Bad Godesberg" src="http://www.loft75.de/wp-content/uploads/rheinkultur_hochwasser.jpg" alt="" width="620" height="465" /></p>
<p>Auch als wir unseren Parkplatz erreichten, schüttete es wie aus Eimern und mit Regenschirm bewaffnet machten wir uns auf in Richtung Festivalgelände. Nach ca. weiteren 30 Minuten Dauerregen wurde es dann glücklicherweise heller und das Publikum kehrte zurück zur vollkommen aufgeweichten Rheinaue.</p>
<p>RheinKultur ist ein richtig tolles Festival, denn es ist kostenlos, in schönem Ambiente (Rheinaue Bonn), mit interessanten Bands und vielen tollen Ständen und Fressbuden und natürlich guter Laune. Top-Acts waren u.a. Max Herre (&#8220;A.N.N.A&#8221;), Madsen und Juliette Lewis.</p>
<p>Der erste Act, den wir uns in voller Länge anschauten, war <a title="zur Website der Familie Popolski" href="http://www.the-pops.de/" target="_blank">&#8220;Der Familie Popolski&#8221;</a>, eine Band, die so tut, als hätte Opa Pjotrek Popolski die Popmusik erfunden und alles, was man so in den Charts hört, ist eigentlich nur von ihm geklaut. Folglich spielen die Popolskis die &#8220;Originalversionen&#8221;, und zwar mit schrägen Sprüchen in deutsch-polnisch (<em>&#8220;mussen wir kurz Wudkapause machen. Alle 20 Minuten, wie in Polen. Wir sind jetzt schon hackedicht&#8221;</em>). Die Musik ist klasse, denn es ist ein Mix aus Polka-Hardrock-Reggae, der einfach nur abgeht wie Sau. Mit auf der &#8220;Buhne&#8221; sind &#8220;Cousine Dorota&#8221; (<em>&#8220;der Heißeste von der Heißesten&#8221;</em> &#8211; singt göttlich und sieht auch nicht übel aus) und <em>&#8220;der Stratocastri&#8221;</em>, eine goldene, dreihalsige (!) Gitarre, der man ungeahnte Töne entlocken kann.</p>
<p><a href="http://www.loft75.de/wp-content/uploads/rheinkultur_popolski.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2196" title="der Stratocastri von der Popolskis" src="http://www.loft75.de/wp-content/uploads/rheinkultur_popolski.jpg" alt="" width="620" height="465" /></a></p>
<p>Große Comedy, riesen-Spaßfaktor und einfach geile Musik, die abgeht und auch musikalisch überzeugt. Hier gibt&#8217;s eine kleine Auswahl auf <a title="Suchergebnisse bei YouTube" href="http://www.youtube.com/results?search_query=der+familie+popolski&amp;suggested_categories=24%2C10&amp;page=1" target="_blank">YouTube</a>.</p>
<p><a href="http://www.loft75.de/wp-content/uploads/rheinkultur_kippen.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-2197" title="Zerfledderte Kippen" src="http://www.loft75.de/wp-content/uploads/rheinkultur_kippen.jpg" alt="" width="202" height="151" /></a>So, langsam waren unsere Zigarettenschachteln vollends zerfleddert vom dauernden rein-raus und dem Regen, und wir schauten uns auf dem Festivalgelände um. Essenstechnisch war für jeden etwas dabei, es gab viele Schmuck- und T-Shirt-Stände, interessante Gestalten und prima Stimmung. Später trafen wir noch Yves Freundin mitsamt Tochter und deren Freund und fortan bestritten wir den weiteren Abend mit diesen Herrschaften. Schließlich war das Wetter jetzt wieder klasse und das Festivalgelände proppenvoll. 5 Bühnen, die unterschiedliche Stilrichtungen präsentierten (HipHop, Krach, gute Musik, Techno und noch mehr gute Musik) sorgten für Abwechslung. Und weiter ging&#8217;s zu <a title="Jennifer Rostock. Die Website." href="http://www.jennifer-rostock.de/" target="_blank">Jennifer Rostock</a>.</p>
<p>Die Dame und ihre Band machen Musik im Stil von &#8220;Wir sind Helden&#8221;, gemischt mit Ideal, Großstadtgeflüster und Karpatenhund. Die Sängerin Jennifer Weist ist rotzfrech und holte sich mehrmals Leute aus dem Publikum auf die Bühne: ein 15-jähriges Mädel, das überraschend gut <a title="zum Live-Video bei Youtube" href="http://www.youtube.com/watch?v=LaTJ3XLwiZo" target="_blank">&#8220;Kopf oder Zahl&#8221;</a> sang und einen &#8220;potenten jungen Herrn&#8221;, der sein Hinterteil während des Gesangs schwingen musste.</p>
<p><a href="http://www.loft75.de/wp-content/uploads/rheinkultur_jrostock.jpg"><img class="size-full wp-image-2198 alignnone" title="Jennifer Rostock" src="http://www.loft75.de/wp-content/uploads/rheinkultur_jrostock.jpg" alt="" width="620" height="465" /></a></p>
<p>Später, nachdem wir das Gelände abgegrast hatten, uns die Schultern weh taten dank der &#8220;Kühltasche aus der Hölle™&#8221;, die selbst im leeren Zustand noch so viel wog wie im vollen und nach einem netten Gespräch mit einer Zigaretten-Promo-Studentin machten wir uns irgendwann gegen 23.00 Uhr auf den Nachhauseweg.</p>
<p><div class="note"><div class="notehelp"></p>
<p><strong><span style="font-size: large;">War klasse! Und wer kommt nächstes Jahr mit?</span></strong></p>
<p></div></div></p>
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		</item>
		<item>
		<title>&#8220;Hey weiblicher Mensch, kannst Du mir bitte was zu trinken geben?&#8221; - Der Irrsinn der Gender-Theorie. Und warum das EU-Parlament ncht alle Tassen im Schrank hat.</title>
		<link>http://www.loft75.de/2010/06/hey-weiblicher-mensch-kannst-du-mir-bitte-was-zu-trinken-geben/</link>
		<comments>http://www.loft75.de/2010/06/hey-weiblicher-mensch-kannst-du-mir-bitte-was-zu-trinken-geben/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 17 Jun 2010 19:26:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Empfehlenswerte Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Ich prangere an]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.loft75.de/?p=2145</guid>
		<description><![CDATA[<img align="left" hspace="5" width="120" src="http://www.loft75.de/wp-content/uploads/gender_logo.jpg" class="alignleft wp-post-image tfe" alt="" title="Die Faust im Schritt" />Die Tage ist per Twitter Folgendes von iwona_w &#8216;reingekommen:
Also, diese ganzen Kampf-Emanzen übertreiben es langsam ganz schön: http://bit.ly/a2t2Fk /via @fatmike182


Die Mutter als tumbes Sexobjekt, gefangen in einer minderwertigen Rolle
Der dort verlinkte Text sagt in Kurzfassung aus, dass der Begriff &#8220;Mutter&#8221; sexistisch geprägt sei (!!), weil er eine weibliche Person quasi &#8220;degradiert&#8221; &#8211; nämlich zur Ernährerin [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Tage ist per Twitter Folgendes von <a title="iwona_w aka Ivy bei Twitter" href="http://twitter.com/iwona_w" target="_blank">iwona_w</a> &#8216;reingekommen:</p>
<blockquote><p>Also, diese ganzen Kampf-Emanzen übertreiben es langsam ganz schön: <a title="zum Artikel" href="http://www.medrum.de/?q=content/kampf-gegen-den-mutterbegriff-als-sexistischem-stereotyp" target="_blank">http://bit.ly/a2t2Fk</a> /via @fatmike182</p>
</blockquote>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p><span style="font-size: large;">Die Mutter als tumbes Sexobjekt, gefangen in einer minderwertigen Rolle</span></p>
<p>Der dort verlinkte Text sagt in Kurzfassung aus, dass der Begriff &#8220;Mutter&#8221; sexistisch geprägt sei (!!), weil er eine weibliche Person quasi &#8220;degradiert&#8221; &#8211; nämlich zur Ernährerin und Erziehungsperson. Es sei &#8211; so der Europarat &#8211; mit der <a title="Worum geht's? Kurze Einführung bei Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gender_Studies" target="_blank">Gender-Theorie</a> nicht vereinbar, dass eine Frau in die stereotype, diskriminierende (!!!) Rolle als Mutter gesteckt wird. <em>Mutter</em> sei ein sexistisches Stereotyp, das die Frau in den Medien in  eine überlieferte Rolle dränge. Für diese Zielsetzungen tritt besonders die &#8220;European Women&#8217;s Lobby&#8221;  (EWL), eine Nicht-Regierungsorganisation, bereits seit langer Zeit ein.</p>
<p>Sehr anschaulich beschreibt auch das Zitat aus dem entsprechenden Arbeitspapier des Europarats, worum es geht:</p>
<blockquote><p>When they are not under-represented or invisible, women are often represented in the media in roles<br />
 traditionally assigned by society, portrayed as passive and lesser beings, mothers or sexual objects. These<br />
 sexist stereotypes in the media perpetuate a simplistic, immutable and caricatured image of women and<br />
 men, legitimising everyday sexism and discriminatory practices and establishing a barrier to gender equality.</p>
</blockquote>
<p>For non-english-speakers:</p>
<blockquote><p>Wenn sie nicht gerade unterrepräsentiert oder gar unsichtbar sind, werden Frauen in den Medien oft als passive oder niedere Menschen dargestellt oder als Mütter und Objekte der sexuellen Begierde. Diese sexistischen Stereotypen in den Medien zeigen ein vereinfachtes, unveränderliches Image von Frauen und Männern, die damit zu ihrer eigenen Karikatur werden. Dies legitimiert den täglichen Sexismus und die Diskriminierungen und verhindert eine sexuelle Gleichheit.</p>
</blockquote>
<p>Unter dem besagten Artikel diskutieren auch ein paar Frauen mit und fühlen sich in ihrer Rolle als Mutter durchaus wohl und können nur den Kopf schütteln, warum sie bevormundet werden sollen und ihnen sogar der Begriff &#8220;Mutter&#8221; abspenstig gemacht werden soll, der ja so gar nichts Schlechtes oder Negatives beinhaltet.</p>
<p>Eine gewisse Frau Stump, die offensichtlich von ihrem Leben als Frau gefrustet ist, dem schweizerischen Nationalrat angehört und aus irgendwelchen Gründen im Europarat sitzt, ist maßgeblich verantwortlich für diesen groben Unfug. Und will allen Ernstes durchdrücken, dass Mütter nicht mehr Mütter genannt werden sollen. Wie denn bitteschön sonst, wenn sie ein oder mehrere Kinder haben?</p>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p><span style="font-size: large;">Ab jetzt wird&#8217;s böse</span></p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-2146" title="Die Faust im Schritt" src="http://www.loft75.de/wp-content/uploads/gender_logo.jpg" alt="" width="276" height="274" />Soll das Kind sie mit Vornamen oder &#8220;Bezugsperson&#8221; anreden, oder wie geht das in Zukunft vonstatten? Was kommt als nächstes von diversen verpeilten, realitätsfremden Kampf-Emanzen? Dürfen irgendwann die Begriffe <em>Mann</em> und <em>Frau</em> nicht mehr verwendet werden? Oder <em>Er</em> und <em>Sie</em>? Werden wir zu einem großen <em>Es</em> und bezeichnen uns fortan nur noch als <em>diversifizierte Menschen</em>? Ja, das wäre fein, wenn es nach Frau Schwarzer und den <a title="Militanter Feminimus" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Feminismus#Militanter_Feminismus" target="_blank">&#8220;Radikal-Feministinnen&#8221;</a> ginge. Dann würden die Männer die Schwänze abgeschnitten bekommen und die Feministinnen würden sich dann noch beschweren, dass sie ihre Männer nicht mehr nach Belieben benutzen können, weil nichts mehr in der Hose ist. <a title="Artikel zu Valerie Solanas" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Valerie_Solanas#Das_SCUM-Manifest" target="_blank">Frau Solanas</a> propagierte übrigens die Tötung aller Männer (man sollte den Zusammenhang zu ihrem Leben sehen, aber was sie sagte, war einfach krank).</p>
<p>Mal ganz im Ernst, ich bin für Gleichberechtigung. Aber sind wir nicht schon längst gleichberechtigt? Ich persönlich kenne keine Frauen, die diskriminiert werden, weil sie Frau sind. Im Stern war vor einigen Monaten ein Artikel, dass Frauen sogar schon den Männern überlegen sind und die besseren Chancen im Leben haben, also WTF?</p>
<p>Was ich bei vielen Kampf-Emanzen bemerkt habe, ist dass sie oft überdurchschnittlich unattraktiv sind oder sich gerne mit Hölzfällerhemden bekleiden (und auch sonst weiblich anmutende Kleidungsstücke meiden), Kurzhaarfrisuren bevorzugen (außer Frau Schwarzer, die ist nur wirr auf dem Kopf und im Kopf), radikal links orientiert sind und sich anscheinend in ihrer Rolle als Frau nicht wohlfühlen. Ach ja, Mütter sind sie auch eher selten. Und so manche von diesen Damen hat irgendwie noch nicht mitbekommen, dass seit Frau Solanas eine ganze Menge hinsichtlich Gleichstellung passiert ist, sondern wollen immer noch die verhassten Männer mit dem Messerchen entmannen.</p>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p><span style="font-size: large;">Was ist das Problem an einer &#8220;Rolle&#8221;?</span></p>
<p><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-2153" title="Marge Simpson von shannonpatrick17@flickr.com (CC)" src="http://www.loft75.de/wp-content/uploads/marge_simpson-222x300.jpg" alt="" width="222" height="300" />Jeder von uns spielt Rollen. Im täglichen Leben sind wir Karrierefrauen, Mütter, Väter, Freunde und Freundinnen, Weicheier und Helden. Superman und Supergirl, Marge Simpson, Hello Kitty oder Bruce Willis. Toughe KFZ-Mechanikerinnen und softe Sozialpädagogen. Und letztere sind nach Feierabend vielleicht kuschelbedürftige Frauen oder peitschenschwingende Männer. Wo ist das Problem?</p>
<p>Wenn&#8217;s um die Bezahlung im Job geht: wenn Frauen bei gleicher Qualifikation weniger verdienen als Männer, soll den Personalverantwortlichen das beste Stück verwelken. Denn das ist nicht richtig und gehört rechtlich verboten. Aber sonst? Ich kann mir nicht wirklich vorstellen, dass der Großteil der Männer und Frauen unter den Rollen leiden, die sie innehaben. Und jeder ist &#8211; zumindest jobmäßig &#8211; seines Glückes Schmied, da rede sich bitte niemand &#8216;raus.</p>
<p>Laut <a title="Wie geht's uns heute? neon zum Thema &quot;Damals-Heute&quot;" href="http://www.neon.de/kat/sehen/gesellschaft/312017.html" target="_blank">neon</a>, Ausgabe Juli 2010, hatten 1980 4,5%, aller Frauen eine Führungsposition im privaten Bankgewerbe. 2008 waren es bereits 24,3%. Wer hätte das gedacht?</p>
<p>Yve, meine Freundin, hat auch eine sehr vernünftige  und qualifizierte Stelle, obwohl sie 2 Kinder erzieht und nebenbei Mutter, Tochter und Lebensgefährtin ist. Sie beschwert sich nicht, dass sie sich &#8220;schminken muss&#8221;, &#8220;gut aussehen soll&#8221; und erzählt auch nicht von den Qualen, Ohrringe zu tragen und hübsche Oberteile anzuziehen.</p>
<p>Was ist also schlimm daran, diese oder jene bestimmte Rolle zu haben? Ich bin Seelentröster und Freund für die beiden Kiddies, engagierter Mitarbeiter in meinem Betrieb, Hosen- und Hemden-Träger, Mann, Geliebter, melancholischer Misanthrop, romantischer Held und noch so viel mehr. Ich leide nicht darunter. Ich fühle mich nicht benachteiligt, wieso auch. Yve findet ihr Leben und ihre Rollen auch okay, soweit ich das beurteilen kann. Und sie ist meistens gerne Mutter, denn sie hat sich diese Rolle ausgesucht, indem sie 2 Kinder geboren und die Verantwortung für sie übernommen hat.</p>
<p>Und da kommt eine Dame daher, die ihr das absprechen will? Die sagt, dass das &#8220;sexistisch&#8221; sei und sie auf eine minderwerige Rolle reduziert wird? Ich glaube nicht, dass Yve &#8211; wie viele andere Frauen &#8211; sich durch den Begriff &#8220;Mutter&#8221; diskriminiert fühlt. Im Gegenteil!</p>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p><span style="font-size: large;">Und was ist mit den Männern?</span></p>
<p>Von denen ist allenfalls halbherzig die Rede, z.B. im obigen Zitat aus dem &#8220;Arbeitspapier&#8221;. Wir scheinen auch für Feministinnen nicht wirklich interessant zu sein, sind wir doch die Wurzel allen Übels. <a title="Infos zu Valerie Solanas" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Valerie_Solanas" target="_blank">Valerie Solanas</a> hatte einst das berüchtigte SCUM-Manifest verfasst, in dem die Tötung aller Männer gefordert wird (!!!). Wie viel Hass, wie viel Verachtung projizieren radikale &#8220;Frauenrechtlerinnen&#8221; in unser Geschlecht?</p>
<p>Der Fall der Amerikanerin Lorena Bobbitt, die ihrem Mann den Penis abgetrennt hat, weil dieser sie wohl betrogen, zur Abtreibung gezwungen und vergewaltigt hat, ist sicher harter Tobak, ohne Frage. Aber dass z.B. Alice Schwarzer, die früher gerne mal bei <em>&#8220;Was bin ich?&#8221;</em>, der Kult-Spielshow mit Robert Lembke, im Rateteam auftauchte, diese Tat explizit guthieß mit den Worten: <em>&#8220;Sie hat ihren Mann entwaffnet. [...] Und da muss ja Frauenfreude aufkommen, wenn eine zurückschlägt.&#8221;</em> Aha, Freude. Messerattacken gegen Menschen sind also ein freudiges Ereignis?!</p>
<p>Nicht falsch verstehen, selbst wenn der genannte Mann all&#8217; das seiner Frau angetan hat, dann kann man vielleicht das Pimmel-Abschneiden als Affekthandlung sehen. Aber sich über Gewalt zu <em>freuen</em>, hat Dimensionen eines Heiligen Krieges.</p>
<p><em><br class="spacer_" /></em></p>
<p><span style="font-size: large;">Radikale Feministen haben den letzten Zug verpasst</span></p>
<p><img class="alignleft" title="Die fröhlichen Hausfrauen" src="http://1.bp.blogspot.com/_iAcAXbkO4Oc/Sjv7FZNK64I/AAAAAAAAALE/ftQbjj8j-Xo/S730/Happy+Housewife+Header.jpg" alt="" width="301" height="234" />Nun ja, <em>&#8220;radikale Feministen&#8221;</em> könnte man diese geschlechtslosen Wesen nennen, die irgendwie die letzte Konsequenz nicht gezogen haben &#8211; nämlich das von ihnen propagierte &#8220;Binnen-I&#8221; (KollegInnen, BaggerfahrerInnen, etc.) zu streichen*/**. Denn wenn sie einen Schritt weiter denken würden, dann fiele ihnen auf, dass in einer geschlechtslosen Gesellschaft sprachliche Konventionen nicht mehr nötig wären. Denn dann gäbe es nur ein einheitliches, homogenes Geschlecht. Oder &#8211; je nach radikaler Ausprägung &#8211; nur noch Frauen.</p>
<p>Ich und viele andere sind sicher froh, dass dem nicht so ist. Denn es gibt sie: Männer und Frauen! Hurra! Gefangen in ihren Rollen, die sie toll finden, wo Väter noch Väter und Mütter noch Mütter sein können, wo Erotik nichts Verdammungswürdiges ist und jede/r Einzelne sich in der entsprechenden Rolle verdammt wohl fühlen kann.</p>
<p>Liebe Kampf-Emanzen, auch wenn das jetzt hart für Euch ist: akzeptiert es, eine Frau zu sein und freut Euch des Lebens oder lasst Euch umoperieren und haltet die Klappe. Und bitte, bitte behaltet Eure Theorien, die noch nicht mal Eure eigenen Geschlechtsgenossinen hören wollen, für Euch. Besten Dank.</p>
<p><br class="spacer_" /></p>
<hr style="width: 620px; border: 1px solid #cccccc; color: #ffffff;" noshade="noshade" />
<p><span style="font-size: x-small;">*) &#8230;und wer in der Schule nicht aufgepasst hat, weiß auch nicht, dass es ein grammatisches und ein biologisches Geschlecht gibt und dass das 2 verschiedene Paar Schuhe sind. So viel zum Thema &#8220;Binnen-I&#8221; &#8211; setzen, 6!<br />
 </span></p>
<p><span style="font-size: x-small;">**) Schönes Beispiel, wie abwegig politisch-korrekte Gender-Bezeichnungen sein können: Studenten und Studentinnen sollen als &#8220;Studierende&#8221; bezeichnet werden. Was aber, wenn ein &#8220;Studierender&#8221; stirbt? Dann wäre das ein &#8220;toter Studierender&#8221;, was ja faktisch nicht sein kann, denn man kann nicht tot sein und gleichzeitig studieren&#8230;Bullshit&#8230;</span></p>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p><div class="note"><div class="notehelp">Vielleicht ein bisschen hart formuliert, aber wenn ich so was lese, kommt mir der Kaffee hoch. Und wie seht Ihr die Sache, meine Damen und Herren?</p>
<p><strong>Eure Meinung interessiert mich &#8211; schreibt mir!</strong></div></div></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Verschwörungstheorie des Monats - oder: warum schafft BP es nicht, das Bohrloch im Golf von Mexiko zu stopfen?</title>
		<link>http://www.loft75.de/2010/05/verschwoerungstheorie-des-monats/</link>
		<comments>http://www.loft75.de/2010/05/verschwoerungstheorie-des-monats/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 28 May 2010 17:37:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Empfehlenswerte Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Ich prangere an]]></category>

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		<description><![CDATA[<img align="left" hspace="5" width="120" src="http://www.loft75.de/wp-content/uploads/bp_blackpest-203x300.jpg" class="alignleft wp-post-image tfe" alt="" title="BP - Black Pest (c) Greenpeace UK" />Dass die Bohrinsel-Explosion im Golf von Mexiko eine der größten Umwelt-Sauereien ist, die jemals statt gefunden haben, dürfte klar sein, wenn man sich überlegt, dass seit dem 20.04.2010 - also seit über 5 Wochen - täglich mehrere Millionen Liter Rohöl in den Pazifik strömen. Wesentlich geringfügigere Katastrophen (welch ein Begriff...) haben in der Vergangenheit schon  extreme Schäden am Ökosystem angerichtet. In den täglichen Nachrichten wird auch eher das Oder-Hochwasser oder der Eurovision Song Contest als erste Meldung gebracht, daher scheint ja alles nicht so schlimm zu sein, wie ich es sehe.

Aber obacht! Irgendwas scheint hier faul zu sein! [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dass die Bohrinsel-Explosion im Golf von Mexiko eine der größten Umwelt-Sauereien ist, die jemals statt gefunden haben, dürfte klar sein, wenn man sich überlegt, dass seit dem 20.04.2010 &#8211; also seit über 5 Wochen &#8211; täglich mehrere Millionen Liter Rohöl in den Pazifik strömen. Wesentlich geringfügigere Katastrophen (welch ein Begriff&#8230;) haben in der Vergangenheit schon  extreme Schäden am Ökosystem angerichtet. In den täglichen Nachrichten wird auch eher das Oder-Hochwasser oder der Eurovision Song Contest als erste Meldung gebracht, daher scheint ja alles nicht so schlimm zu sein, wie ich es sehe.</p>
<p><span style="color: #4a5c03;"><span style="font-size: large;">Aber obacht! Irgendwas scheint hier faul zu sein!</span></span></p>
<ul>
<li>die bekannten Ölunfälle, z.B. die Havarie der Amoco Cadiz und der Exxon Valdez, waren damals stets auf Platz 1 der Nachrichten-Schlagzeilen.</li>
<li>seit &gt; 5 Wochen passiert außer einigen hilflosen Aktionen seitens BP nichts, aber auch gar nichts.</li>
<li>Es wurden chemische Zubereitungen wie Corexit (das Erzeugnis der BP-Tochter Nalco) &#8211; ein recht toxisches Gemisch aus Emulgatoren und Lösungsmitteln, dessen Zusammensetzung streng geheim ist &#8211; auf die Wasseroberfläche gebracht, um das Rohöl in feinste Teilchen zu verteilen und somit besser im Meer zu verteilen.</li>
</ul>
<p><span style="color: #4a5c03;"><span style="font-size: large;">Was würde Bruce Willis tun? Und warum tut BP das nicht?</span></span></p>
<p><a href="http://www.loft75.de/wp-content/uploads/bp_blackpest.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail  wp-image-2131" title="BP - Black Pest (c) Greenpeace UK" src="http://www.loft75.de/wp-content/uploads/bp_blackpest-203x300.jpg" alt="" width="159" height="236" /></a>Ganz klar: todesmutig herabtauchen und mit geballter Manneskraft á là &#8220;Armageddon&#8221; mittels hoch geheimer Hochtechnologie einen Deckel drauf machen. Klar, ganz so einfach wie im Film geht es nicht. Man muss sich überlegen, dass in einer Tiefe von 1500 Metern eine schwarze Pampe mit Hochdruck aus einem relativ kleinen Loch strömt, das Gebiet rund um das Loch mit dunklen Rohöl-Schwaden vernebelt ist und wir hier insgesamt von extrem unwirtlichen Bedingungen sprechen. Trotzdem: mein laienhaftes Wissen sagt mir, dass man vielleicht eine dicke, 1500 m lange Röhre von oben auf das Loch herab lässt und gut ist&#8230;der Rest, der oben ankommt, kann abtransportiert werden. Wie gesagt, das ist laienhaft ausgedrückt, entbehrt jeglicher technischer Grundlage, und doch ist es ein simples Gedankenspiel. Warum geht das nicht?</p>
<p><span style="color: #4a5c03;"><span style="font-size: large;">Hätte man überhaupt Bruce Willis engagiert?</span></span></p>
<p>Das ist die Frage, die mich bewegt. Mir scheint fast, BP hätte kein wirkliches Interesse daran, das Bohrloch innerhalb kurzer Zeit zu stopfen. Medienwirksam  und multimedial gibt es eine <a title="was geht ab im Bohrloch? Hier geht's zur LiveCam" href="http://www.bp.com/liveassets/bp_internet/globalbp/globalbp_uk_english/homepage/STAGING/local_assets/bp_homepage/html/rov_stream.html" target="_blank">&#8220;Bohrloch-Cam&#8221;</a>, über die sich jedermann/frau über den aktuellen Zustand des Bohrlochs informieren kann. Während das Öl nur so sprudelt. Hey, das ist doch mal innovativ.</p>
<p>Nein, ich glaube nicht, dass man Bruce Willis oder einen anderen &#8220;Experten&#8221; engagiert hätte, um die Odyssee so schnell wie möglich zu beenden. Denn auf merkwürdige Weise scheint BP ein Interesse daran zu haben, das Ganze noch eine Zeitlang laufen zu lassen. So kommt es zumindest mir vor. Selbst der jüngste Versuch, mittels der &#8220;Top Kill&#8221;-Methode unter hohem Druck Schlamm und Beton in das Bohrloch zu drücken, ist heute gescheitert. Mag sein, dass es ein hoch komplexes technisches Problem ist, was da zu bewältigen ist, aber irgendwie klingt das alles bisweilen etwas dilettantisch, was dort veranstaltet wird.</p>
<p><span style="color: #4a5c03;"><span style="font-size: large;">Hier beginnt die handfeste Verschwörungstheorie&#8230;</span></span></p>
<p>Man stelle sich vor, BP hat eine Versicherung abgeschlossen, die monatlich eine ordentliche Menge Geld kostet. Eine Versicherung, die &#8211; wenn man mal ehrlich ist, in diesem Gewerbe auch durchaus Sinn macht &#8211; Unfälle und deren Folgen abdeckt. Sagen wir mal, sie haftet pro Tag bei einem &#8220;unverschuldeten&#8221; Unfall mit mehreren Millionen Dollar oder Euro. Das heißt nichts anderes, als dass mit jedem Tag, an dem das Öl aus dem Bohrloch strömt, sich die Versicherungsprämie für BP immer mehr amortisiert.  Vielleicht hat BP ja auch ein paar Schulden? Wäre doch eine prima Gelegenheit, sich mit den erhaltenen Versicherungsprämien gesund zu stoßen. Also lassen wir die schwarze Brühe so lange sprudeln, bis alle Defizite in den Bilanzen via Versicherung ausgeglichen sind. Und wenn nicht, dann holen wir uns einfach nur die bisher gezahlten Versicherungsbeiträge wieder &#8216;rein, prima! Und die paar Millionen Dollar Wiedergutmachung für die Umweltschäden werden doch ganz bestimmt aus der Portokasse bezahlt.</p>
<p>Das wäre scher nicht das erste Mal in der Geschichte der Versicherungen, dass sowas durchgezogen wird. Und für mich klingt das durchaus realistisch, nämlich nach einem handfesten Versicherungsbetrug. Einen merkwürdigen Beigeschmack ergibt auch die Tatsache, dass im Jahr 2004 ein unterzeichneter Brief eines BP-Verantwortlichen von einem <a href="http://www.tagesschau.de/ausland/oel148.html" target="_blank">&#8220;nicht sicheren Ventil&#8221;</a> an besagter Ölplattform, die jetzt nicht mehr existiert, berichtet. Der Verdacht drängt sich auf, dass hier irgendwas billigend in Kauf genommen wurde. Groben Unfug schließe ich einfach mal aus, denn einen solchen Offenbarungseid würde niemand, der in der Geschäftsleitung von BP sitzt, unterschreiben.</p>
<p><span style="color: #4a5c03;"><span style="font-size: large;">Und wie man es dreht: die Umwelt ist scheißegal</span></span></p>
<p><a href="http://www.loft75.de/wp-content/uploads/bp_goodthings.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-2132" title="We bring good things to life (c) Greenpeace UK" src="http://www.loft75.de/wp-content/uploads/bp_goodthings-300x281.jpg" alt="" width="239" height="223" /></a>Ob Versicherungsbetrug, menschliches Versagen oder schlicht Unfähigkeit &#8211; wir werden wieder ölverschmierte Vögel sehen, eine dunkel schwappende Meeresoberfläche und Fischer, die ihrer Existenz beraubt sind. Ein riesiges Biotop, das auf lange Zeit zerstört ist und Spätfolgen, die noch nicht absehbar sind. In einem Ausmaß, das es bisher noch nicht gab und das von den üblichen Medien von Anfang an (nach dem Sport, der Fußball-WM und den anderen Kleinigkeiten des täglichen Lebens) auf Platz 5-6 der Nachrichten-Rangfolge verbannt wurde.</p>
<p>Wenn ich persönlich im Betrieb, in dem ich arbeite, groben Unfug veranstalte, dann werde ich abgemahnt und im Wiederholungsfalle entlassen. Wenn grauhaarige Herren das Gleiche in einem Großkonzern machen, dann werden sie vorzeitig entlassen und bekommen &#8211; und das ist sicher kein Gerücht! &#8211; monatliche Abfindungen, die das 10-fache meines Monatsgehaltes locker toppen. Yve kann oft nicht gut schlafen, meine Mutter auch nicht. Aber das Tolle ist, dass die genannten Herrschaften sicher den wohltuendsten Nachtschlaf haben, den man sich vorstellen kann. Ich wette darauf!</p>
<p>Keine Alpträume von Tieren, die mit letzter Kraft und ölverschmiertem Gefieder zum Sterben an einen schwarzen Strand kriechen, kein Gedanke an Milliarden sterbende Meeresbewohner, die ohne unser Verschulden noch leben würden. Nochmal im Bett &#8216;rumdrehen &#8211; yeah! Das Leben ist schön! Danach Rasenmähen, einen Tee trinken und sich darüber freuen, dass man nicht am Strand die Ölklumpen wegschippen muss. Sondern sich am Nachmittag ein Nickerchen in der Sonne gönnen kann, mit dem Gedanken, dass &#8220;das schon irgend jemand wieder weg macht&#8221;.</p>
<p><div class="note"><div class="notehelp"><strong>Wie seht Ihr das?</strong></p>
<p>Geldscheffelei im Großkonzern, menschliches Versagen oder schlampiges Vorgehen seitens BP? Bitte diskutiert sachlich, denn ich habe nur meine persönliche Meinung kundgetan, sonst nichts. Ohne Anspruch auf Richtigkeit und ohne Verbindlichkeit. Ich habe nur mal laut gedacht&#8230;zumal ich mittlerweile realisiert habe, dass fast alles möglich ist, wenn der Konzern nur groß genug und eine gewisse Menge Geld im Spiel ist.</p>
<p><span style="font-size: x-small;">Übrigens stammen die Bilder im Artikel von einer <a title="zum Logo-Contest bei Greenpeace UK" href="http://www.greenpeace.org.uk/files/tarsands/logo-competition.html" target="_blank">Aktion bei Greenpeace UK</a> und ich bedanke mich bei den Jungs und Mädels, dass ich sie uneingeschränkt verwenden darf.</span></div></div></p>
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		<title>So wird Thunderbird zum PIM - Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung</title>
		<link>http://www.loft75.de/2010/03/so-wird-thunderbird-zum-pim/</link>
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		<pubDate>Wed, 24 Mar 2010 23:26:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Empfehlenswerte Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Praktische Tipps]]></category>

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		<description><![CDATA[<img align="left" hspace="5" width="120" src="http://www.loft75.de/wp-content/uploads/tb_kalender-einladen.png" class="alignleft wp-post-image tfe" alt="" title="Teilnehmer einladen mit Lightning" />Kurz zur Erklärung, bevor ich hier loslege: ein PIM ist ein &#8220;Personal Information Manager&#8221;; der bekannteste Vertreter dürfte Microsoft Outlook sein. Also eine Software, mit der man E-Mails empfangen und versenden, Kontakte und Aufgaben verwalten und zugehörige Notizen erstellen kann. Mir ist durchaus bewusst, dass es im Netz sehr viele Seiten zum Thema &#8220;Thunderbird zum [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span class="initialcap">K</span>urz zur Erklärung, bevor ich hier loslege: ein PIM ist ein &#8220;Personal Information Manager&#8221;; der bekannteste Vertreter dürfte Microsoft Outlook sein. Also eine Software, mit der man E-Mails empfangen und versenden, Kontakte und Aufgaben verwalten und zugehörige Notizen erstellen kann. Mir ist durchaus bewusst, dass es im Netz sehr viele Seiten zum Thema <em>&#8220;Thunderbird zum Outlook-Klon hochrüsten&#8221;</em> gibt, aber ich versuche trotzdem, diesem Thema vielleicht ein paar neue Seiten abzugewinnen bzw. dem einen oder anderen von Euch das Thema schmackhaft zu machen. Dieses Tutorial richtet sich übrigens in erster Linie an Privatanwender. <strong>Alle Programme und Add-ons, die ich hier vorstelle, sind kostenlos erhältlich und als Open-Source verfügbar.</strong></p>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p><span style="color: #888888;"><span style="font-size: large;">Die Grundausstattung: Mozilla Thunderbird.</span></span></p>
<p>Wer nur ein E-Mail-Programm sucht, ist mit dem Thunderbird sicher sehr gut beraten. IMAP, POP und moderne Filterfunktionen, eine sehr gute Junk-Erkennung und eine fast unbegrenzte Erweiterbarkeit sorgen dafür, dass das Mailen zu einer rundum komfortablen Sache wird. Wer allerdings Outlook gewöhnt ist, vermisst einige Funktionen, die aber zum größten Teil problemlos nachgerüstet werden können.</p>
<p><div class="note"><div class="notetip"><strong>So wird&#8217;s gemacht:</strong> Mozilla Thunderbird <a title="Mozilla Thunderbird von der offiziellen Seite herunterladen." href="http://de.www.mozillamessaging.com/de/thunderbird/" target="_blank">hier herunterladen</a>, installieren und einrichten. Viele Tipps und Tricks, Tutorials und Schritt-für-Schritt-Anleitungen zum Thema findest Du <a title="Features von Mozilla Thunderbird" href="http://de.www.mozillamessaging.com/de/thunderbird/features/#tabs-search" target="_blank">hier</a> und <a title="umfangreiche Hilfestellungen" href="http://www.thunderbird-mail.de/wiki/Hauptseite" target="_blank">hier</a>.</div></div></p>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p><span style="color: #888888;"><span style="font-size: large;">E-Mail klappt. Jetzt möchten wir noch unsere Termine und Aufgaben verwalten.</span></span></p>
<p>Zu diesem Zweck gibt&#8217;s die Erweiterung &#8220;Lightning&#8221;, ein Kalender-Add-on, das auch in der Lage ist, auf den Google-Kalender zuzugreifen (auf Wunsch). Aber auch ohne Google-Kalender macht das richtig Spaß und klappt prima, denn Lightning ist dem Aussehen und der Funktionalität des Outlook-Kalenders ähnlich. Demnach ist auch eine vollständige Integration in Thunderbird selbstverständlich, sodass man z.B. in der Lage ist, neue Termine einzurichten und Teilnehmer aus dem eigenen Adressbuch einzuladen:</p>
<p><a href="http://www.loft75.de/wp-content/uploads/tb_kalender-einladen.png"><img class="size-full wp-image-2017 alignnone" title="Teilnehmer einladen mit Lightning" src="http://www.loft75.de/wp-content/uploads/tb_kalender-einladen.png" alt="" width="620" height="397" /></a><br class="spacer_" /></p>
<p><div class="note"><div class="notetip"><strong>So wird&#8217;s gemacht:</strong> Lightning <a title="aktuelle Lightning-Version herunterladen" href="https://addons.mozilla.org/de/thunderbird/addon/2313" target="_blank">hier</a> herunterladen, via <em>Extras &gt; Add-ons &gt; Erweiterungen &gt; &#8220;installieren&#8221;</em> in Thunderbird integrieren. Wer auf den Google-Kalender zugreifen möchte, bekommt <a title="Lightning mit Google-Kalender einrichten. Eine Anleitung von Cashy." href="http://stadt-bremerhaven.de/google-kalender-mit-sunbird-und-thunderbird-synchronisieren-webdav/" target="_blank">hier</a> eine leicht verständliche Anleitung.</div></div></p>
<p><div class="note"><div class="notewarning"></p>
<p>Wichtig: Wer die SMS-Benachrichtigung des Google-Kalenders nutzen möchte, muss zusätzlich die Erweiterung <a title="Erweiterung hier herunterladen" href="https://addons.mozilla.org/en-US/sunbird/addon/4631" target="_blank">&#8220;Provider for Google Calendar&#8221;</a> herunterladen und installieren. Ansonsten kann als Alarmtyp keine SMS-Benachrichtigung ausgewählt werden.</p>
<p></div></div></p>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p><span style="color: #888888;"><span style="font-size: large;">Notizen zu E-Mails speichern</span></span></p>
<p>Zusätzlich zur E-Mail-Funktionalität haben wir jetzt einen Kalender mitsamt Aufgabenplaner, außerdem das integrierte, leistungsfähige Adressbuch von Thunderbird. Eine recht interessante Funktion lässt sich ebenfalls via Add-on nachrüsten: die Möglichkeit, zu E-Mails Notizen zu hinterlegen. Hierzu wird die experimentelle Erweiterung <a title="tbNotes hier herunterladen" href="https://addons.mozilla.org/de/thunderbird/addon/14395" target="_blank">tbNotes</a> benötigt, die auf die übliche Weise installiert wird. Aber obacht: es handelt sich um ein experimentelles Add-on, das in manchen Situationen die Ansicht des Thunderbird-Fensters nicht korrekt aktualisiert. Aber wer möchte, kann es dennoch installieren, um die Funktionalität zu testen. Die Entwicklung des Add-ons geht weiter, und in den nächsten Versionen werden diese Fehler sicher behoben.</p>
<p>So sieht&#8217;s aus:</p>
<p><a href="http://www.loft75.de/wp-content/uploads/tb_notizen.png"><img class="size-full wp-image-2024 alignnone" title="Notizen zu E-Mails hinterlegen" src="http://www.loft75.de/wp-content/uploads/tb_notizen.png" alt="" width="620" height="404" /></a></p>
<p><div class="note"><div class="notetip"><strong>So wird&#8217;s gemacht:</strong> tbNotes <a title="tbNotes hier herunterladen" href="https://addons.mozilla.org/de/thunderbird/addon/14395" target="_blank">hier</a> herunterladen und auf die übliche Weise installieren. In der Nachrichtenübersicht die Spalte mit dem vielsagenden Namen &#8220;N.&#8221; einblenden und an die gewünschte Stelle ziehen. Notizen per rechter Maustaste und <em>&#8220;Notiz hinzufügen&#8221;</em> anlegen oder per Klick auf den Info-Balken im Nachrichten-Vorschaufenster. Wenn eine E-Mail eine Notiz hat, wird das kleine Kästchen in der Spalte &#8220;N.&#8221; in der Nachrichtenübersicht gelb angezeigt. Die Notiz kann per rechter Maustaste angeschaut und bearbeitet werden.</div></div></p>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p><span style="color: #888888;"><span style="font-size: large;">Feintuning: So wird unser PIM perfekt</span></span></p>
<p><strong>Thunderbird im Tray anzeigen:</strong> Statt in der Taskleiste, kann unser neuer PIM auch im Tray (also neben der Uhr und den anderen Symbolen) angezeigt werden. Dazu einfach die Erweiterung <a title="&quot;Minimize to Tray Plus&quot; hier herunterladen" href="https://addons.mozilla.org/de/thunderbird/addon/2831" target="_blank">&#8220;Minimize To Tray Plus&#8221;</a> oder für Windows 7-Benutzer <a title="&quot;Minimize on Start and Close&quot; hier herunterladen" href="https://addons.mozilla.org/de/thunderbird/addon/48585" target="_blank">&#8220;Minimize on Start and Close&#8221;</a> herunterladen. Die sorgt dafür, dass Thunderbird beim Minimieren oder Schließen nicht mehr auf der Taskleiste, sondern im Tray auftaucht. Spart Platz und ist der entsprechenden Funktionalität von Outlook nachempfunden.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-2025" title="Thunderbird im Tray" src="http://www.loft75.de/wp-content/uploads/tb_tray.png" alt="" width="620" height="123" /></p>
<p><strong>Menüleiste ausblenden:</strong> Die Menüleiste benötigt man wirklich nur selten und viele der häufig benutzten Befehle kann man per Symbolleiste oder Rechtsklick ausführen. Also lassen wir die Menüleiste verschwinden. Geht leider nicht mehr so einfach wie früher, aber mittels der kleinen Erweiterung <a title="&quot;Compact Menu 2&quot; hier herunterladen" href="https://addons.mozilla.org/de/thunderbird/addon/4550" target="_blank">&#8220;Compact Menu 2&#8243;</a> ist auch dieses Vorhaben schnell umgesetzt: Erweiterung installieren und dann per Rechtsklick auf die Menüleiste ebendiese ausblenden. Fertig! Möchte man das Menü wieder sehen, einfach wieder per Rechtsklick auf die Symbolleiste wieder einblenden.</p>
<p><strong>Mehr Schaltflächen für die Symbolleiste:</strong> Wem die Möglichkeiten der Symbolleisten-Bestückung nicht ausreichen, lädt sich das Add-on <a title="&quot;Toolbar Buttons&quot; hier herunterladen" href="https://addons.mozilla.org/de/thunderbird/addon/2377" target="_blank">&#8220;Toolbar Buttons&#8221;</a> herunter und installiert es. Danach stehen wesentlich mehr Symbole zur Verfügung, die man sich nach Belieben in die Symbolleiste ziehen kann.</p>
<p><strong>Ein schickes Theme einrichten:</strong> Ich benutze momentan in Thunderbird und Firefox das hübsche <a title="&quot;Office Black Theme&quot; hier herunterladen" href="https://addons.mozilla.org/de/thunderbird/addon/8076" target="_blank">&#8220;Office Black&#8221;</a>. Aber es gibt natürlich noch andere Themes &#8211; einfach mal bei Mozilla in der Theme-Galerie vorbeischauen.</p>
<p><strong>Thunderbird mit Windows starten:</strong> Die Verknüpfung zu Thunderbird einfach in den Ordner &#8220;Autostart&#8221; verschieben: <em>Start &gt; Programme &gt; Autostart &gt; rechte Maustaste &gt; öffnen</em>. Desktop-Verknüpfung zu Thunderbird hineinziehen. Ab jetzt steht Thunderbird direkt nach dem Windows-Start zur Verfügung und es werden &#8211; je nach den gewählten Konteneinstellungen &#8211; direkt alle E-Mails abgeholt sowie Termine und Aufgaben geladen und ggf. an anstehende Aufgaben erinnert.</p>
<p><strong>Thunderbird-Adressbuch mit OpenOffice.org verwenden:</strong> Wer das frei erhältliche Office-Paket OpenOffice.org verwendet, wird sich darüber freuen, dass das Adressbuch von Thunderbird dort zur Verfügung gestellt werden kann. Aber da es schon ein umfangreiches, gut verständlichs Tutorial zu diesem Thema gibt, verweise ich auf <a title="OpenOffice.org mit dem Thunderbird-Adressbuch verwenden" href="http://www.thunderbird-mail.de/wiki/Thunderbird-Adressbuch_in_OpenOffice_verwenden" target="_blank">diese Seite</a>.</p>
<p><div class="note"><div class="notetip"><strong>Mein Tipp:</strong> Alle beschriebenen Anpassungen funktionieren natürlich auch mit der <a title="Portable Version von Thunderbird bei Cashy herunterladen" href="http://stadt-bremerhaven.de/thunderbird-portable-thunderbird-3-0-3/" target="_blank">portablen Version von Thunderbird</a>! Dieser kann auf einem USB-Stick installiert werden und bietet ebenfalls die volle Funktionalität. Für alle, die ihren PIM immer dabei haben wollen.</div></div></p>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p><span style="color: #888888;"><span style="font-size: large;">Das Ergebnis: unser persönlicher Information Manager</span></span></p>
<p>Und so schick sieht unser neues Kommunikationstool aus:</p>
<p><a href="http://www.loft75.de/wp-content/uploads/tb_fertig-gepimpt.png"><img class="alignnone size-full wp-image-2027" title="Unser neuer PIM" src="http://www.loft75.de/wp-content/uploads/tb_fertig-gepimpt.png" alt="" width="620" height="402" /></a></p>
<p>Übersichtlich und klar strukturiert können jetzt fast alle Funktionalitäten von Outlook genutzt werden. Was noch fehlt, ist die Synchronisation mit einem Mobiltelefon bzw. Smartphone. Ich weiß auch nicht, ob es für diesen Zweck bisher brauchbare Erweiterungen gibt, da ich diese Funktion nicht benötige.</p>
<p><span style="color: #888888;"><span style="font-size: large;">Zusammenfassung: das wird benötigt</span></span></p>
<ol>
<li><a title="Mozilla Thunderbird herunterladen" href="http://de.www.mozillamessaging.com/de/thunderbird/" target="_blank">Thunderbird</a> (auch als <a title="hier geht's zum Download des portablen Thunderbird" href="http://stadt-bremerhaven.de/thunderbird-portable-thunderbird-3-0-3/" target="_blank">portable Version</a> für den USB-Stick erhältlich)</li>
<li><a title="Ligtning herunterladen" href="https://addons.mozilla.org/de/thunderbird/addon/2313" target="_blank">Lightning</a>, das Kalender- und Aufgabentool</li>
<li><a title="tbNotes hier herunterladen" href="https://addons.mozilla.org/de/thunderbird/addon/14395" target="_blank">tbNotes</a> zur Notizverwaltung</li>
<li><a title="&quot;Minimize to Tray Plus&quot; hier herunterladen" href="https://addons.mozilla.org/de/thunderbird/addon/2831" target="_blank">Minimize to Tray Plus</a> oder <a title="&quot;Minimize on Start and Close&quot; hier herunterladen" href="https://addons.mozilla.org/de/thunderbird/addon/48585" target="_blank">Minimize on Start and Close</a> für die Anzeige im Systemtray</li>
<li><a title="&quot;Toolbar Buttons&quot; hier herunterladen" href="https://addons.mozilla.org/de/thunderbird/addon/2377" target="_blank">Toolbar Buttons</a>, mehr Funktionen für die Symbolleiste</li>
<li><a title="&quot;Office Black Theme&quot; hier herunterladen" href="https://addons.mozilla.org/de/thunderbird/addon/8076" target="_blank">Office Black Theme</a> für ein perfektes Aussehen</li>
<li>optional ein Google-Kalender-Account (damit macht&#8217;s definitiv mehr Spaß! Schaut einfach unter <em>google.de &gt; Mehr&#8230; &gt; Kalender</em>). Wenn Ihr bereits einen Google-Account habt, könnt Ihr Euch mit Euren Benutzerdaten direkt einloggen und einen Kalender erstellen.</li>
</ol>
<ul>
</ul>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p><div class="note"><div class="notehelp">War das hilfreich für Euch? Habe ich Euch auf den Geschmack gebracht, ab jetzt einen kostenlosen Thunderbird zum vollwertigen PIM aufzurüsten? Welche in diesem Zusammenhang sinnvollen Erweiterungen nutzt Ihr noch?</p>
<p><strong>Schreibt mir!</strong></div></div></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Web-Memes - oder: Trololo vs. Rick Astley</title>
		<link>http://www.loft75.de/2010/03/web-memes-oder-trololo-vs-rick-astley/</link>
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		<pubDate>Fri, 19 Mar 2010 01:26:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktionen zum Mitmachen]]></category>
		<category><![CDATA[Empfehlenswerte Artikel]]></category>

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		<description><![CDATA[<img align="left" hspace="5" width="120" src="http://www.loft75.de/wp-content/uploads/serious_cat-300x225.jpg" class="alignleft wp-post-image tfe" alt="" title="Serious Cat - mit lustigem englisch" />Gut, ich gebe zu, so internet-addicted kann ich gar nicht sein, denn ich tat mich zunächst etwas schwer damit, die weit reichende Bedeutung in Gillys Artikel über &#8220;Trololo&#8221; herauszufinden. Da war die Rede von einem &#8220;Mem&#8221; und man sah ein ziemlich grotesk-komisches Video von einem unbekannten russischen Schlagersänger aus den 70ern. Aber ich wollte wissen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gut, ich gebe zu, so internet-addicted kann ich gar nicht sein, denn ich tat mich zunächst etwas schwer damit, die weit reichende Bedeutung in <a href="http://blog.gilly.ws/2010/03/17/meme-trololo-the-new-rickroll" target="_blank">Gillys Artikel über <em>&#8220;Trololo&#8221;</em></a> herauszufinden. Da war die Rede von einem &#8220;Mem&#8221; und man sah ein ziemlich grotesk-komisches Video von einem unbekannten russischen Schlagersänger aus den 70ern. Aber ich wollte wissen, worum es genau geht, und daher habe ich mich mal schlau gemacht über Mems und den wahren Hintergrund des <em>&#8220;Rickrolling&#8221;</em>. So, dass ich es verstehe. Und Ihr auch.</p>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p><span style="color: #005a87;"><span style="font-size: large;">So, worum geht&#8217;s denn?</span></span></p>
<p>Es handelt sich um eine Form des &#8220;viralen Bekanntmachens&#8221; &#8211; im Werbebereich auch als &#8220;virales Marketing&#8221; bekannt. Heißt im Klartext: <em>&#8220;Ich kenne etwas saucooles und verbreite das per Mundpropaganda im Internet, damit bald jeder andere auch dieses saucoole Ding sieht und kennt!&#8221;</em></p>
<p><a href="http://www.loft75.de/wp-content/uploads/serious_cat.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-2005 alignleft" title="Serious Cat - mit lustigem englisch" src="http://www.loft75.de/wp-content/uploads/serious_cat-300x225.jpg" alt="" width="238" height="178" /></a>Aha, es geht also um das Prinzip des &#8220;Lauffeuers&#8221;, das sich ungehemmt verbreitet. Irgendwann kennt&#8217;s jeder, und das ist das erklärte Ziel. Dazu gehört zum Beispiel <a title="zur &quot;serious cat&quot;" href="http://knowyourmeme.com/memes/serious-cat" target="_blank">die ernsthafte Katze</a>, die viele von Euch sicher kennen, aber auch <a title="zu &quot;Zensursula&quot;" href="http://knowyourmeme.com/memes/zensursula" target="_blank">Zensursula</a>. Und vieles mehr &#8211; hauptsächlich sind es witzige oder absurde Grafiken, Sprüche und Videos, die mit einer rasenden Geschwindigkeit im Internet bekannt gemacht werden. Und die dann gehäuft in Foren, auf Blogs und sonstwo auftauchen.</p>
<p>Wikipedia bietet zum Stichwort <a title="Wikipedia-Artikel zum Thema &quot;Mem&quot;" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mem" target="_blank">&#8220;Mem&#8221;</a> (wie das massenhafte <em>&#8220;Bekanntmachen von absurden Dingen, die irgendwann Kultstatus besitzen&#8221;</em> wissenschaftlich heißt) übrigens keine befriedigende Erklärung. Jedenfalls keine, die man verstehen kann. Also habe ich es verständlich erklärt.</p>
<p><div class="note"><div class="notetip"><strong>Wir merken uns:</strong></p>
<p>Ein Mem(e) ist ein Bild/Video/Spruch, der/das sich im Internet ungehemmt verbreitet und somit nach kurzer Zeit Kultstatus genießt.</div></div></p>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p><span style="color: #005a87;"><span style="font-size: large;">Und was war da mit Rick Astley los?</span></span></p>
<p>Den britischen Sänger Rick Astley, der in den 80ern einige Hits mit dem Produzententrio Stock/Aitken/Waterman hatte, kennt Ihr vielleicht. <em>&#8220;Never gonna give you up&#8221;</em> war sein bekanntester Song, und lustigerweise hat man das Video zu diesem Lied anno 2007 benutzt, um eines der ersten großen Memes im Internet zu verbreiten: das &#8220;Rickrolling&#8221;. Basierend auf dem typischen 80er-Tanzstil des Herrn Astley ist ein Kult entstanden, der im April 2007 zum Anlass genommen wurde, einen Aprilscherz der besonderen Art zu machen: Links auf Webseiten und Mails, die auf angeblich interessante Inhalte oder gar nackte Männer und Frauen hinweisen, führten unweigerlich zum besagten Video auf Youtube. Also <em>&#8220;April, April &#8211; ich hab&#8217; Dich &#8216;reingelegt!&#8221;</em> Kein Wunder, dass Youtube am 1. April 2007 fast zusammengebrochen ist, weil hunderttausende Internetnutzer (ohne es vorher zu wissen) dieses Video aufgerufen haben.</p>
<p>Schauen wir doch mal &#8216;rein.</p>
<p>
<object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="620" height="387" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/oHg5SJYRHA0&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="620" height="387" src="http://www.youtube.com/v/oHg5SJYRHA0&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object>
</p>
<p><div class="note"><div class="notetip"><strong>Wir fassen zusammen:</strong></p>
<p>&#8220;Rickrolling&#8221; heißt eigentlich nichts anderes als &#8220;jemanden verarschen&#8221; oder &#8220;in den April schicken&#8221;. Allerdings mit der modernen Internet-Methode. Und wenn man auf diese Weise verarscht wurde, dann nennt man das neudeutsch <em>&#8220;You have been rickroll&#8217;d&#8221;</em>. Herr Astley nimmt das übrigens mit Humor, denn auf einer Parade in den USA tauchte er aus dem Off auf, um &#8220;Never gonna give you up&#8221; auf dem Festwagen zu singen &#8211; sozusagen hat er sich damit selbst ge&#8221;rickroll&#8217;d&#8221;.</div></div></p>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p><span style="color: #005a87;"><span style="font-size: large;">Wer ist der legitime Nachfolger des &#8220;Rick Astley-Meme&#8221;?</span></span></p>
<p>Ganz klar: Eduard Chill! Ein russischer Schlagersänger, der vor ca. 40 Jahren ein Lied gesungen hat, das so albern, genial und &#8220;rickrolling&#8221; ist, dass einem beim ersten Ansehen die Haare zu Berge stehen und man spätestens beim 3. Anschauen des Videos schallend lachen muss. Der Herr trällert etwas zusammen, schwingt elegant seine Arme und schlendert in einer einfachen, aber wirkungsvollen Kulisse herum. Grandios. Auch interessant: <a title="mehr Infos bei tagesschau.de" href="http://www.tagesschau.de/schlusslicht/trololoman100.html" target="_blank">der Artikel bei tagesschau.de</a>.</p>
<p>
<object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="620" height="389" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/oavMtUWDBTM&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="620" height="389" src="http://www.youtube.com/v/oavMtUWDBTM&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object>
</p>
<p>Klar, das Video hat diverse Nachahmer &#8211; <a title="Trololo forever! Die besten Trololos" href="http://blog.gilly.ws/2010/03/17/meme-trololo-the-new-rickroll" target="_blank">da schaut Ihr am besten beim Gilly &#8216;rein</a>, da werden die besten &#8220;Trololos&#8221; mit Video vorgestellt. Und bald ist ja auch wieder der 1. April, Herrschaften.</p>
<p><div class="note"><div class="notetip">Ihr wisst jetzt, was ein Mem(e) ist, wie und warum es sich verbreitet und wofür es gut ist. Was es mit dem späteren Ruhm von Rick Astley auf sich hat und warum ein sowjetischer Schlagerstar, der mittlerweile 75 Jahre alt ist, das Internet in kürzester Zeit erobert hat.</p>
<p><strong>So, und was sind die neuen Memes für 2010? Nur her mit Euren Tipps und Vorschlägen!</strong></div></div></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Der letzte deutsche Schnee - Eine Todesanzeige. Hoffentlich.</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Mar 2010 21:21:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Empfehlenswerte Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>

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		<description><![CDATA[<img align="left" hspace="5" width="120" src="http://www.loft75.de/wp-content/uploads/schneeklumpen-600x450.jpg" class="alignleft wp-post-image tfe" alt="" title="Der letzte deutsche Schnee" />Hier ist er also, der letzte Rest der weißen Pracht, die wahrscheinlich niemand von uns mehr so wirklich sehen will.

Und weil wir froh sind, dass er für dieses Jahr endlich von uns gegangen ist, gibt&#8217;s auch eine offizielle Todesanzeige.

Und zum Schluss empfehle ich noch ein dazu passendes, schönes deutschsprachiges Lied, das passenderweise genau so heißt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hier ist er also, der letzte Rest der weißen Pracht, die wahrscheinlich niemand von uns mehr so wirklich sehen will.</p>
<p><img class="size-medium wp-image-1949 alignnone" title="Der letzte deutsche Schnee" src="http://www.loft75.de/wp-content/uploads/schneeklumpen-600x450.jpg" alt="" width="620" height="464" /></p>
<p>Und weil wir froh sind, dass er für dieses Jahr endlich von uns gegangen ist, gibt&#8217;s auch eine offizielle Todesanzeige.</p>
<p><img class="size-full wp-image-1952 alignnone" title="Todesanzeige" src="http://www.loft75.de/wp-content/uploads/todesanzeige_schnee.png" alt="" width="620" height="564" /></p>
<p>Und zum Schluss empfehle ich noch ein dazu passendes, schönes deutschsprachiges Lied, das passenderweise genau so heißt wie dieser Artikel&#8230;</p>
<p>
<object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="620" height="415" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=882412&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=&amp;fullscreen=1" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="620" height="415" src="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=882412&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=&amp;fullscreen=1" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object>
</p>
<p><a href="http://vimeo.com/882412">erdmöbel: der letzte deutsche schnee</a> from <a href="http://vimeo.com/ekimas">ekimas</a> on <a href="http://vimeo.com">Vimeo</a>.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>FRAU SCHNEEKÖNIG IST TOT - Exclusiv im Loft 75. 2 Stories und 2 Hörspiele.</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Mar 2010 00:09:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Empfehlenswerte Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>

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		<description><![CDATA[<img align="left" hspace="5" width="120" src="http://farm3.static.flickr.com/2036/2172336201_80b392220d.jpg" class="alignleft wp-post-image tfe" alt="Auf der Eislaufbahn lernte ich Sandra K. kennen..." title="Auf der Eislaufbahn lernte ich Sandra K. kennen..." />Yve und mich überkam es, mit den Worten aus der Kühlschrankpoesie ein paar Sätze auf meinem Kühlschrank zu legen. Wer es nicht kennt: die Kühlschrankpoesie ist ein kleines Kästchen, das ziemlich viele magnetische Worte enthält, die man nach Lust und Laune auf allen magnetischen Flächen anbringen kann. Das geht einfach, macht Spaß und ist ein toller Zeitvertreib.

Auf jeden Fall kam demletzt ein bedeutungsschwerer Satz dabei heraus, der die Basis für 2 kleine, spannende Kurzgeschichten lieferte, die Yve und ich für Euch geschrieben und vertont haben. Mit 2 vollkommen unterschiedlichen Ansätzen und Ideen. Schaut und hört doch einfach mal, was wir aus dem Satz gemacht haben...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Yve und mich überkam es, mit den Worten aus der Kühlschrankpoesie ein paar Sätze auf meinem Kühlschrank zu legen. Wer es nicht kennt: die <a title="bei amazon.de anschauen und bestellen" href="http://www.amazon.de/K%C3%BChlschrankpoesie-Wort-Bildmagnete-Liebesbotschaften-Wortmagnete/dp/3725411573" target="_blank">Kühlschrankpoesie</a> ist ein kleines Kästchen, das ziemlich viele magnetische Worte enthält, die man nach Lust und Laune auf allen magnetischen Flächen anbringen kann. Das geht einfach, macht Spaß und ist ein toller Zeitvertreib.</p>
<p>Auf jeden Fall kam demletzt ein bedeutungsschwerer Satz dabei heraus, der die Basis für 2 kleine, spannende Kurzgeschichten lieferte, die Yve und ich für Euch <strong>geschrieben</strong> und <strong>vertont</strong> haben. Mit 2 vollkommen unterschiedlichen Ansätzen und Ideen. Schaut und hört doch einfach mal, was wir aus dem Satz gemacht haben&#8230;</p>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p><span style="color: #808080;"><strong><span style="font-size: x-large;">Frau Schneekönig ist tot</span></strong><span style="font-size: x-small;"> </span></span></p>
<p><span style="color: #808080;"><span style="font-size: x-small;">von Martin</span></span></p>
<p><img class=" alignleft" title="Auf der Eislaufbahn lernte ich Sandra K. kennen..." src="http://farm3.static.flickr.com/2036/2172336201_80b392220d.jpg" alt="Auf der Eislaufbahn lernte ich Sandra K. kennen..." width="170" height="227" /></p>
<p>Sandra K. war eine tolle Frau, blond gelockt, mit einem entwaffnenden Lachen, klug und gut gekleidet. Ich lernte die Dame im Winter in Frankfurt auf der Eislaufbahn kennen, mitten im Schneegestöber. Wir stießen zusammen, unterhielten uns, lachten, küssten uns und landeten Stunden später in meinem Futonbett. Und am nächsten Morgen fragte ich sie, ob wir frühstücken sollen. Mit Nutellabroten und schwarzem Kaffee saßen wir Händchen haltend am Küchentisch. Später zog sie sich an und ging, nicht ohne mir mit Kajalstift einen Gruß auf dem Badspiegel zu hinterlassen, während ich duschte: <em>&#8220;gib uns eine Chance &#8211; 06131444444447.555885987 CU, Deine &#8216;Frau Schneekönig&#8217;&#8221;</em>.</p>
<p>Mit einer <em>Marlboro</em> in der Hand und leicht zittrigen Fingern wählte ich abends um halb 8 ihre Nummer auf dem Tastentelefon; der Himmel, den ich aus dem Fenster sah, war dunkel und kalt. Stille. Tuuut &#8212; tuuut &#8212; tuuut.</p>
<p><strong><em>KÖNIG&#8230;</em></strong></p>
<p><em>&#8220;Ich bin&#8217;s, du hattest gestern bei mir gefrühstückt und wir hatten eine schöne Nacht zusammen.&#8221;</em></p>
<p><strong><em>&#8220;Ach du, hallo.&#8221;</em></strong></p>
<p><em>Hat dir die Nacht mit uns etwas bedeutet? War es schön für dich?</em></p>
<p><em><strong>&#8220;Ja, war schön. Etwas ganz Besonderes.&#8221;</strong><br />
 </em></p>
<p><em>&#8220;Du hattest auf den Spiegel geschrieben </em><em>&#8220;gib uns eine Chance&#8221;. Und jetzt rufe ich dich an um zu fragen, ob wir es versuchen sollen und ob du mich wiedersehen willst.&#8221;</em></p>
<p><strong><em>&#8220;Na klar, ich würde dich schon mal wiedersehen wollen.&#8221;</em></strong></p>
<p><em>&#8220;Prima, was hältst Du von Freitag um 15.00 Uhr bei Luigi im Cafè? Hast du Zeit?&#8221; </em></p>
<p><em>Okay, dann sehen wir uns? Ich freue mich.</em></p>
<p><strong><em>&#8220;Ja, prima.&#8221;</em></strong></p>
<p><em>&#8220;Also bis dann. Ciao.&#8221;</em></p>
<p><strong><em>&#8220;Ciao.&#8221;</em></strong></p>
<p>KLACK. Aufgelegt.</p>
<p>Freitags saß ich im Café und wartete, dass sie kam. Vor mir stand eine große Tasse Latte Macchiato, neben mir aßen die Leute Kuchen und schwätzten. Meine Finger trommelten auf der Tischplatte, ich war aufgeregt. Da sah ich, dass die Tür aufging und Sandra K. hereinkam. Sie schaute sich suchend um und entdeckte mich, kam auf mich zu. Mit fielen die Augenringe auf und ihre blasse Gesichtsfarbe. Sie setzte sich wortlos neben mich, legte ihre Tasche ab und schaute mich aus verzweifelten Augen an.</p>
<p><strong><em>&#8220;Hi.&#8221;</em></strong></p>
<p><em>&#8220;Hallo Sandra, schön, dass Du da bist. Geht&#8217;s Dir gut?&#8221;</em></p>
<p><strong><em>&#8220;Heute ist einer meiner guten Tage. Du bist hier und ich freue mich darüber, auch wenn es vielleicht nicht so aussieht.&#8221;</em></strong></p>
<p>Sandra sah mir lange in die Augen und wir küssten uns. Als ich kurz die Augen öffnete, fiel mir auf, dass etwas aus ihrer Tasche gerutscht war. Eine Medikamentenschachtel mit dem Aufdruck <em>&#8220;Elidisine&#8221;</em>. Ich trennte mich von ihrem Mund und fragte:</p>
<p><em>&#8220;Was ist das denn?&#8221;</em></p>
<p>Hektisch packte sie die Schachtel zurück in die Tasche, stand auf und dann sagte sie zu mir:<em> <strong>&#8220;Das hättest Du nicht sehen dürfen&#8230; Ich kann dir das nicht erklären. Leb&#8217; wohl und danke für alles.&#8221;</strong></em></p>
<p>Sandra K., &#8220;meine Frau Schneekönig&#8221;, die Dame mit dem umwerfenden Lachen von der Eislaufbahn, drehte sich um und warf mir noch eine Kusshand zu, dann ging sie. Ich saß eine Minute wie versteinert da, legte das Geld für das Getränk auf den Tisch und verließ das Café, um ihr zu folgen. Draußen begann es zu schneien. Weit hinten, an einer Straßenecke, meinte ich, sie zu sehen. Ich lief in ihre Richtung, versuchte, nicht auf dem Neuschnee auszurutschen, aber verlor ihre Spur.</p>
<p>Tagelang hörte ich nichts von ihr, sie war wie vom Erdboden verschwunden. Sie ging nie mehr an&#8217;s Telefon, so oft ich es auch bei ihr versuchte. Doch plötzlich fiel mir ein Spruch auf meinem Kühlschrank auf, den ich vorher noch nicht bemerkt hatte. Er war mit Magnetwörtern gelegt. Ich las:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>FRAU SCHNEEKÖNIG IST TOT</strong></p>
<p>Mir lief es heiß und kalt den Rücken herunter und ich suchte die Tageszeitung, schlug die Seite mit den Todesanzeigen auf. Sollte sie etwa..? Und da entdeckte ich Folgendes:</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1583" title="Frau Schneekönig ist tot..." src="http://www.loft75.de/wp-content/uploads/frau_schneekng_tod.jpg" alt="Frau Schneekönig ist tot..." width="600" height="304" /></p>
<p>Die Medikamentenschachtel, die aus ihrer Handtasche fiel, war ein Krebsmedikament, wie ich herausbekam. Und am Kühlschrank fand ich noch weitere Sätze, die mir vorher nicht auffielen und mich in Tränen ausbrechen ließen. Denn Sandra wusste, dass sie sterben wird. Und sie wollte noch ein letztes Mal in ihrem Leben einen Geliebten haben und sich dabei fühlen, als wäre sie nicht dem Tod geweiht. Einfach noch mal lieben, ohne Angst vor dem letzten Tag in ihrem Leben&#8230;</p>
<p>Folgende Sätze standen untereinander auf dem Kühlschrank, ebenfalls in Magnetwörtern gelegt:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>WAGE LIEBE</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>STERBE GLÜCKLICH</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>IM TOD IST NICHTS ZU ENDE</strong></p>
<p><br class="spacer_" /></p>
<hr style="width: 620px; border: 1px solid #cccccc; color: #ffffff;" noshade="noshade" />
<p><span style="color: #888888;"><span style="font-size: large;">Hört Euch Martins Story an!</span></span></p>
<p><span style="font-size: large;"><a href="http://www.loft75.de/wp-content/uploads/schneekoenig_martin_complete.mp3">Frau Schneekönig ist tot &#8211; Martins Story</a></span></p>
<hr style="width: 620px; border: 1px solid #cccccc; color: #ffffff;" noshade="noshade" />
<p><br class="spacer_" /></p>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p><div class="note"><div class="notehelp">Und, wie fandet Ihr das? Hat Euch die Story zum Nachdenken angeregt? Und jetzt kommt Yves Geschichte &#8211; ein ganz anderer Ansatz, aber genau so morbide&#8230;und nachdenklich. Lest sie Euch sorgfältig durch, weil Yve einen verschlungeneren Schreibstil hat als ich.</p>
<p><strong>Gute Unterhaltung!</div></div></strong></p>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p><span style="color: #808080;"><strong><span style="font-size: x-large;">Frau Schneekönig ist tot</span></strong><span style="font-size: x-small;"> </span></span></p>
<p><span style="color: #808080;"><span style="font-size: x-small;">von Yve</span></span></p>
<p>Er legte den letzten Stein auf den Steinhaufen, holte seinen kleinen, selbst beschrifteten Kalksandstein hervor und stellte ihn dahinter. Auf dem Stein stand in großen, sorgfältig aufgemeißelten Worten <em>„Frau Schneekönig ist tot&#8221;</em>. Er setzte sich neben den Steinhaufen, steckte sich eine Zigarette an und ließ die letzten Monate Revue passieren.</p>
<p>Vor fast genau 6 Monaten war es genauso trübe wie jetzt auch. Die Abenddämmerung zog langsam auf und mit ihr ein über den Boden kriechender Nebel.</p>
<p><img class="alignleft" src="http://farm1.static.flickr.com/22/93302628_2647abd08b.jpg" alt="" width="332" height="500" />Er stand auf, trat seine Zigarette aus und ging zu der Stelle, an der er sie zum ersten Mal gesehen hatte. Damals, vor fast genau 6 Monaten, stand sie hier und starrte sinnend auf den vor ihr stehenden Stein. Es war ein schöner alter Stein, mit Ornamenten verziert. Die Schrift war kaum noch leserlich gewesen, aber in den letzten Monaten hatte er in mühevoller Kleinarbeit die Buchstaben herausgearbeitet. Es war ein Grabstein, ein alter Grabstein, und er teilte dem Besucher mit, dass hier vor rund 80 Jahren ein Heribert Gröner beerdigt worden war.</p>
<p>Er hatte sie damals angesprochen, weil er sie bitten wollte, sie fotografieren zu dürfen. Es war ein beeindruckendes Bild geworden. Sie stand im Zwielicht der Abenddämmerung im kniehohen Nebel, gänzlich verloren im Betrachten des Grabsteines. Ihr rotes Haar hob sich deutlich von ihrem schwarzen Mantel ab, unter dem sie eine beigefarbene Hose und schwarze Stiefel trug. Sie wirkte verloren und in ihm stieg das Bedürfnis auf, sie in den Arm zu nehmen und gegen alle Bösartigkeiten dieser Welt zu beschützen.</p>
<p>Er durfte dieses Bild von ihr machen und lud sie als Gegenleistung zu einem Kaffee ein. Sie hatte ihm schweigend gegenüber gesessen, trank ihren Kaffee aus, schrieb eine Nummer auf einen Zettel und übergab ihm diesen mit den Worten, dass er sie gerne anrufen könne, stand auf und ging.</p>
<p>Er zündete sich eine weitere Zigarette an und dachte daran, wie er sie damals drei Tage später anrief. Sie reagierte zurückhaltend auf seinen Anruf, bat ihn aber am nächsten Tag, sie in der Abenddämmerung am Grabstein zu treffen. Als er ankam, stand sie bereits vor dem Stein. Er stellte sich neben sie und sie fing an zu erzählen.</p>
<p>Ihr Name sei Constanze Winter und sie wäre vor einem Monat in diese Stadt gezogen. Sie hat ihre viele Kilometer entfernt liegende Heimatstadt, ihre Familie und Freunde, ihren gut bezahlten Job verlassen, für ein unbestimmtes Gefühl. Es zog sie immer wieder in der Abenddämmerung zu diesem Grabstein, auf dem man nichts erkennen könne, von dem sie nicht wisse, wem er gehört.  Es sei wie ein Zwang, dem sie nachgeben muss, der sie zu diesem Ort führt, egal was sie unternimmt, sie fühlt sich dazu gezwungen, diesen Ort immer und immer wieder aufzusuchen.</p>
<p>Sie schaute ihn, während ihr die Tränen über das Gesicht liefen, verzweifelt an, drehte sich um und rannte weg. Er wollte ihr folgen, doch irgendwas hielt ihn an seinem Platz fest, er hatte das Gefühl, sich nicht mehr bewegen zu können. Panik stieg in ihm auf, während der Nebel dichter wurde und um seine Oberschenkel waberte. Es kam ihm wie Stunden vor, bis er sich wieder bewegen konnte und er lief sofort los, aber Constanze war weg. Er ging zu dem Grabstein zurück und er hatte das Gefühl, als ob dieser ihm Ruhe geben würde. Er spürte, dass etwas von diesem Stein aus mit ihm sprach, ihm sagte, dass er nicht aufgeben solle, dass sein Glück auf ihn warte.</p>
<p>Er strich zärtlich über den Grabstein und zündete sich wieder eine Zigarette an. Er wusste, dass er zu viel rauchte, seine Lunge brannte bereits und nachts hielt ihn oft sein Husten wach, aber er kam gegen das Verlangen nicht an und wollte es auch nicht.</p>
<p>Er wartete wieder drei Tage, bis er sie anrief und auf einen Kaffee einlud. Sie trafen sich in seinem Stammcafé. Sie trug wieder den langen schwarzen Mantel, die beige Hose und die Stiefel. Er nahm seinen ganzen Mut zusammen, griff nach ihrer Hand und frug  sie, was sie gemeint hätte mit dem „Zwang&#8221;. Sie starrte lange in ihre Tasse und fing stockend an zu erzählen.</p>
<p><img class="alignleft" src="http://farm4.static.flickr.com/3661/3319054973_ec571f12cf.jpg" alt="" width="268" height="179" />Sie sei Ende 30 und wäre verheiratet gewesen. Vor gut 3 Jahren sei ihr Mann erkrankt, sie habe ihn bis zu seinem Tod vor gut 2 Monaten gepflegt. Auf seiner Beerdigung hätte sie das Gefühl gehabt, als wenn eine Stimme in ihrem Kopf wäre die ihr sagte, dass sie in diese Stadt ziehen und diesen Grabstein aufsuchen sollte. In ihrem Kopf entstand ein Bild von dem Stein. Sie habe viele Tage lang versucht dieses Bild aus ihrem Kopf zu verbannen, doch es tauchte immer wieder auf und die Stimme wurde immer drängender. Sie hätte es nicht mehr ausgehalten und aus diesem Grunde den Umzug organisiert. Und jetzt wisse sie nicht, was sie hier solle und warum sie immer wieder den  Grabstein aufsucht. Egal wie sehr sie sich wehren würde, aber etwas zöge sie immer wieder dort hin. Sie wisse nicht, wer dort liegt und welche Bedeutung es für sie hätte.</p>
<p>Er dachte daran, dass er die nächsten Monate viel Zeit haben würde und bot ihr an, mit ihr zu recherchieren wer dort lag und ihren Träumen auf den Grund zu gehen.</p>
<p>Sie schaute ihn dankbar an und nahm sein Angebot an. Sie erzählte ihm, dass die Stimme sie immer mit dem Kosenamen ansprechen würde, den ihr Mann ihr gegeben hatte &#8211; <em>„Frau Schneekönig&#8221;</em>. Sie habe diesen Namen immer gehasst.</p>
<p>Er zündete sich wieder eine Zigarette an, hustete und merkte, dass seine Hand zitterte. Er dachte an die Arbeit der letzten Monate, wie er stundenlang vor dem Grabstein hockte und die Buchstaben freilegte. Er dachte dran, wie Constanze und er schließlich herausfanden, wer Heribert Gröner war und daran, wie Constanze und er sich immer mehr annäherten, sich ineinander verliebten. Und er dachte auch an Constanzes Mann.</p>
<p>Heribert Gröner war zu seinen Lebzeiten ein Lebemann gewesen. Er soll nur seine eigenen Interessen verfolgt und durchgesetzt haben, ohne Rücksicht auf andere. Er wurde schwer krank und starb in den Armen seiner Frau. Doch vor seinem Tode versprach er, dass er die ihr zugefügten Demütigungen an anderer Stelle wieder gut machen würde.</p>
<p>Constanze hatte ihm viel von ihrem Mann erzählt, von der Erleichterung, dass die Krankheit ihn und auch sie erlöste. Von den Stunden der Verzweiflung, der Trauer und der Hilflosigkeit und von den Demütigungen und von dem Versprechen ihres Mannes wenige Minuten vor seinem Tode, sie für alles zu entschädigen, was sie durch ihn erleiden musste.</p>
<p>Er stand auf, ging zurück zu dem Grabstein und las zum wiederholten Male die Inschrift:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>HERIBERT GRÖNER<br />
 1869 &#8211; 1929</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>HALTE DEIN VERSPECHEN.<br />
 DEINE FRAU SCHNEEKÖNIG </strong></p>
<p>Ihm lief es wieder eiskalt über den Rücken. Wie damals, als Constanze ihm gestand, dass ihr Mann sie auch immer so nannte. Ihr Mädchenname sei „König&#8221; und ihr Mann setzte den Schnee, symbolisch für Winter, vor diesen Namen. Nach einem heftigen Streit schrieb er an die Kühlschranktür <em>„Frau Schneekönig ist tot&#8221;</em>, kurze Zeit später erkrankte er.</p>
<p>Sie recherchierten lange und gründlich, doch es gab keinerlei Verbindung zwischen Heribert Gröner, ihrem Mann und ihr. Die einzige Verbindung war der Lebenswandel, die Erkrankung und das Versprechen dieser zwei Männer. Und selbst nachdem sie das alles wussten, ließen die Träume Constanze nicht los und immer wieder wurde sie im Traum mit <em>„Frau Schneekönig&#8221; </em>angesprochen. Die Träume wurden drängender und fordernder. Sie verlangten, dass Constanze <em>Frau Schneekönig</em> vernichtet, beseitigt und begräbt.  Erst wenn das geschehen sei, würde sie ihre Ruhe und ihren Frieden wieder finden.</p>
<p>Constanze bat ihn, ihr zu helfen; er weigerte sich lange Zeit, doch sie  bekniete ihn, flehte ihn an und schließlich gab er nach. Weniger aus Überzeugung, vielmehr aus Liebe zu ihr, tat er, worum sie ihn gebeten hatte.</p>
<p>Er drehte sich um und ging zu dem Steinhaufen. Sein Blick streifte den beschrifteten Stein und in dem Moment wurde ihm klar, worum ihn Constanze wirklich gebeten hatte. In seinem Kopf setzte sich das Puzzle zusammen, es ergab ein Bild.</p>
<p>Er brach zusammen, Tränen liefen über sein Gesicht, er konnte nicht glauben, dass er so halbherzig und ohne Glauben an die Sache herangegangen war. Er zündete sich seine letzte Zigarette an, warf die Packung weg, straffte seine Gestalt und wusste, wohin er zu gehen hatte, denn Frau Schneekönig war  tot&#8230;</p>
<p><br class="spacer_" /></p>
<hr style="width: 620px; border: 1px solid #cccccc; color: #ffffff;" noshade="noshade" />
<p><span style="color: #888888;"><span style="font-size: large;">Hört Euch Yves Story an!</span></span></p>
<p><span style="font-size: large;"><a href="http://www.loft75.de/wp-content/uploads/schneekoenig_yve_complete.mp3">Frau Schneekönig ist tot &#8211; Martins Story</a></span></p>
<hr style="width: 620px; border: 1px solid #cccccc; color: #ffffff;" noshade="noshade" />
<p><br class="spacer_" /></p>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p><div class="note"><div class="notehelp">2 Geschichten, 2 Schicksale, 1 Satz. Das kommt dabei heraus, wenn zwei verschiedene Menschen das gleiche Thema interpretieren. Klar, beide Geschichten sind traurig und melancholisch, aber was kann man noch anderes aus diesem Satz machen? Sagt es mir! Vielleicht habt Ihr ein düsteres Bild, eine interessante Geschichte oder etwas ganz Anderes, das zu diesem Satz passt. Wir sind gespannt auf Eure Ideen und Kommentare. Und wenn Ihr wollt, dann wird dieser Artikel erweitert um <strong>Eure Stories, Eure Bilder und Eure Ideen</strong>. Die einzige Voraussetzung ist, dass die besagten Kühlschrankmagneten auch auftauchen &#8211; denn das ist die &#8220;Brücke&#8221; zwischen den realen Vorkommnissen und Euren Ideen.</p>
<p><strong><span style="font-size: large;">Ist Frau Schneekönig wirklich tot..?</span></strong></p>
<p>Yve und ich sind gespannt, was Ihr denkt&#8230;</div></div></p>
<p><a href="http://www.loft75.de/wp-content/uploads/schneekoenig_martin_complete.mp3"></a></p>
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		<title>7 Fragen an: IVY - Ivy aus Wien steht heute Rede und Antwort. Und Ihr erweitert Euren Horizont - ganz sicher.</title>
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		<pubDate>Sat, 20 Feb 2010 03:10:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
				<category><![CDATA[7 Fragen]]></category>
		<category><![CDATA[Empfehlenswerte Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Küchentipps]]></category>

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		<description><![CDATA[<img align="left" hspace="5" width="120" src="http://www.loft75.de/wp-content/uploads/ivy1-300x264.jpg" class="alignleft wp-post-image tfe" alt="" title="Ivy + Tochter" />Heute stelle ich 7 Fragen an die liebe Ivy, die sehr spannend beantwortet wurden. Ich denke, dass hier jeder seinen ultimativen &#8220;Wien-Tipp&#8221; und den ein oder anderen Denkanstoß bekommen wird. Aus dem Leben einer jungen Mutter, Bloggerin und Studentin, die in einer der faszinierendsten  Hauptstädte Europas lebt.

Ivy, stell&#8217; Dich doch mal kurz vor. Natürlich ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span class="initialcap">H</span>eute stelle ich 7 Fragen an die liebe <a title="zu Ivys Blog" href="http://ivy.machts.net/" target="_blank">Ivy</a>, die sehr spannend beantwortet wurden. Ich denke, dass hier jeder seinen ultimativen &#8220;Wien-Tipp&#8221; und den ein oder anderen Denkanstoß bekommen wird. Aus dem Leben einer jungen Mutter, Bloggerin und Studentin, die in einer der faszinierendsten  Hauptstädte Europas lebt.</p>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p><strong><span style="font-size: medium;">Ivy, stell&#8217; Dich doch mal kurz vor. Natürlich ein wenig ausführlicher als auf Deiner &#8220;About&#8221;-Seite&#8230;</span></strong></p>
<p><a href="http://www.loft75.de/wp-content/uploads/ivy1.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-1932" title="Ivy + Tochter" src="http://www.loft75.de/wp-content/uploads/ivy1-300x264.jpg" alt="" width="300" height="264" /></a>Ich bin bald 24 Jahre alt, lebe mit meiner fast 4 Jahre alten Tochter in Wien. Ich studiere Medieninformatik an der Universität Wien und TU Wien. Ich habe vorher ein Jahr Medizin studiert, aber habe dann aufgehört, weil dieses Studium einfach nichts für mich war. Erstens bin ich nicht der Typ, der so viel auswendig lernen kann. Zweitens hab ich dann mit Medieninformatik etwas gefunden, das mich noch mehr interessiert. Zudem wär ein Medizinstudium mit Kind absolut unmöglich. Auch der Beruf des Arztes ist nicht gerade familienfreundlich.</p>
<p>Seit Juli 2009 bin ich Single und ganz glücklich damit, auch wenn ich hin und wieder gerne wieder jemanden hätte. Aber ich denke, was sich ergibt, das ergibt sich ohnehin von allein.</p>
<p>Ich arbeite nebenbei einige Stunden für ein kleines Softwareunternehmen. In meiner Freizeit besuche ich gerne verschiedenste ausgefallene Veranstaltungen. So habe ich letztes Jahr mit meiner besten Freundin B. beim <a title="The Vienna Project" href="http://www.theviennaproject.com/" target="_blank">Vienna Project</a> mitgemacht, einer Art Real Life Agentenspiel. Oder Sachen wie die <a title="Journey to the end of the night" href="http://journeyvienna.at/" target="_blank">Journey to the End of the Night</a>. Wenn es mir zeitlich möglich ist, besuche ich auch gerne immer wieder Veranstaltungen zum Thema Web2.0 und Social Media. Nicht nur, weil mich dieses Gebiet sehr interessiert, sondern auch, weil ich gerne neue Leute kennenlerne und Kontakte knüpfe. Wien ist eine hervorragende Stadt dafür. Ich besuche auch hin und wieder Twittagessen oder &#8211; wie diesen Samstag &#8211; nehme an einem openkitchen Event teil (man trifft sich mit fremden Leuten und kocht gemeinsam etwas unter einem bestimmten Motto).</p>
<p>Da all diese Dinge ohnehin schon viel meiner wenigen Freizeit in Anspruch nehmen, habe ich leider zum Weggehen mit Freunden nicht so viel Zeit, was ich aber trotzdem sehr gerne und intensiv mache <img src='http://www.loft75.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  Ich lese auch sehr gerne (alles Mögliche) und bin auch auf lovelybooks.de aufzufinden (iwona_w ist dort mein Nick), wo ich mich mit anderen über Bücher austausche.</p>
<p>Kochen ist auch eines meiner größten Hobbies. Ich koche eigentlich jeden Tag, denn mir ist frisches Essen sehr wichtig. Ich schreibe gerade an einem Kochbuch für Alleinerzieher, das ein bisschen exotisch wird, aber dafür mit schnellen und günstigen Rezepten.<br />
 Wer mich gut kennt, weiß, dass ich eines nicht mag: Unpünktlichkeit, Unzuverlässigkeit und Trödelei. Dafür liegen mir &#8220;Tugenden&#8221; wie Freunschaft, Vertrauen und Humor sehr am Herzen.</p>
<p><strong><span style="font-size: medium;"><a href="http://www.loft75.de/wp-content/uploads/kaffeehaus.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-1927" title="Kaffee Alt Wien - selbst schon da gewesen! Von Kopernikus1966@flickr.com" src="http://www.loft75.de/wp-content/uploads/kaffeehaus-300x201.jpg" alt="" width="300" height="201" /></a>Du wohnst in Österreich, genauer gesagt in Wien. Ich war im Jahr 1998 das erste (und leider bisher) letzte Mal dort. Gilly hat ein paar hübsche Tipps zu Currywurst- und Dönerbuden in Berlin gegeben, aber wo sollte man als Wien-Besucher unbedingt mal hingehen? Kult-Essen, Szene-Kneipe? Was empfiehlst Du? Was muss man mal gegessen oder getrunken haben? Und wo?</span></strong></p>
<p>Wien ist ja sehr bekannt für seine alte und lange Tradition der Kaffeehauskultur. Es gibt in Wien für Touristen sehr nette Kaffeehäuser, die den Wiener Flair sehr gut wiedergeben. Eines der bekanntesten ist zB. das <a title="Café Central" href="http://www.palaisevents.at/cafecentral.html" target="_blank">Cafe Central</a>. Auch das <a title="Café Hawelka" href="http://www.hawelka.at/" target="_blank">Cafe Hawelka</a> ist sehr bekannt und hat fast noch mehr Flair. Dort waren regelmäßig Gäste wie H.C. Artmann oder auch ausländische Gäste wie Andy Warhol und Arthur Miller. Dann gibt es noch das <a title="Café Landtmann" href="http://www.landtmann.at/" target="_blank">Cafe Landtmann</a>, welches aber sehr teuer ist und zudem hauptsächlich von Politikern heimgesucht wird. Warum es so bekannt ist und so viele Touristen anzieht, weiß ich leider auch nicht. Eines, das aber wahrscheinlich jeder kennt, ist das <a title="Café Sacher" href="http://www.sacher.com/de-cafe-wien.htm" target="_blank">Cafe Sacher</a>, das man schon allein wegen seiner Torte aufsuchen muss <img src='http://www.loft75.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  Ich persönlich besuche allerdings diese Kaffeehäuser nicht, denn erstens sind mir dort meist zuviele Touristen und zweitens kenne ich die &#8220;Geheimtipps&#8221; von Wien.</p>
<p><a href="http://www.loft75.de/wp-content/uploads/enzi2003_schwimmbadblau.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail  wp-image-1928" title="&quot;Enzis&quot;" src="http://www.loft75.de/wp-content/uploads/enzi2003_schwimmbadblau-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a>Wien ist &#8211; wahrscheinlich ähnlich wie andere Hauptstädte &#8211; eine multikulturelle Stadt, in der es Restaurants in Hülle und Fülle gibt. Wer ein echt gutes Wiener Schnitzel essen will, wird sich sehr schwer tun eines hier zu finden. <a title="Figlmüller" href="http://www.figlmueller.at">Figlmüller</a> im ersten Bezirk ist da natürlich wahrscheinlich Spitzenreiter. Ich gehe sehr gerne essen ins <a title="Ra'mien" href="http://www.ramien.at/" target="_blank">Ra&#8217;mien</a>, das sehr gute moderne Asia-Küche anbietet.</p>
<p>Wer abends gerne ein Bierchen trinkt, ist im <a title="Café Benno" href="http://www.kh-mediendesign.at/cafebenno/html/start/index.html" target="_blank">Cafe Benno</a> gut aufgehoben, in dem man auch leckere Baguettes bekommt und Spiele spielen kann. Wer noch nach Mitternacht ein Gulasch mit einem Bier haben möchte, ist im <a title="Cafè Europa" href="http://www.europa-lager.at/" target="_blank">Cafe Europa</a> richtig. Nicht zu verachten ist im Sommer das <a title="Museumsquartier Wien" href="http://www.mqw.at/" target="_blank">Museumsquartier</a>, das eines meiner absoluten Lieblingslocations in ganz Wien ist. Dort kann man sich gemütlich auf &#8220;Enzis&#8221; setzen (das sind so komische Liegen, siehe Bild links) und ein Bierchen trinken. Oder man setzt sich ins <a title="Café Leopold" href="http://www.cafe-leopold.at/" target="_blank">Cafe Leopold</a> oder eines der anderen Cafes oder Bars im MQ. Dort finden auch regelmäßig Veranstaltungen statt (Lesungen, FlashMobs, etc.) Es gäbe wahrscheinlich noch unzählige Locations, aber ich kann ja nicht ewig vor mich hin schreiben <img src='http://www.loft75.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><strong><span style="font-size: medium;">Nochmal das Thema &#8220;Österreich&#8221;. Obwohl wir &#8211; Deutsche und Österreicher &#8211; teilweise eine gemeinsame Kultur haben, sind wir doch in einigen Punkten recht verschieden. Denkst Du, dass im virtuellen Leben (Blogs, Social Networks, Foren, etc.) noch die üblichen Vorurteile von &#8220;damals&#8221; bestehen oder dass die beiden deutschsprachigen Staaten dank Web 2.0 näher zusammen gewachsen sind? Und sich endlich mal ohne &#8220;Piefke&#8221;- und &#8220;Schluchtenscheißer&#8221;-Sprüche so verstehen, wie sie es sollten? Oder sind Dir schon mal Negativ-Beispiele begegnet?</span></strong></p>
<p>Ich glaube, dass durch das Web2.0 generell viele Nationen zusammen gewachsen sind. Ich denke auch, dass da die Grenzen teilweise ziemlich verschwommen sind. Ich habe eigentlich nie schlechte Erfahrungen mit &#8220;Deutschen&#8221; gemacht. Ganz im Gegenteil. Eigentlich nur Positive. Natürlich merkt man anhand von einigen Ausdrücken immer wieder, dass wir doch sehr unterschiedlich sind, was ja aber nichts Schlechtes sein muss. Wir Österreicher haben teilweise einfach ein schlechtes Bild von den Deutschen, weil wir viel deutsches Fernsehen schauen und man weiß ja, dass da oft nicht die schlauesten Sendungen laufen. Der Durchschnittsösterreicher projiziert das dann natürlich auf die deutsche Gesamtbevölkerung, dem ja nicht so ist. Ich nenne diese Sendungen liebevoll <em>&#8220;Hartz IV&#8221;-Sendungen</em>, weil da halt nur solche Leute drin vorkommen. Klischees und Vorurteile wird man überall finden. Über alle Nationen, über alle Völker. Dass diese nicht so leicht abzubauen sind, wissen wir alle. Aber ich denke, dass gerade im Zeitalter sozialer Vernetzung diese Vorurteile überbrückt werden können. Und es ist ja auch nicht schlecht, dass &#8220;der Deutsche&#8221; als genauer, korrekter und zuverlässiger Mensch angesehen wird. Das sind sicher Vorurteile, die teilweise überholt sind, aber ich glaube nicht, dass das im Zusammenleben sonderlich stört.</p>
<p><strong><span style="font-size: medium;">Ich habe mein Blog anno 2004 begonnen, als ich mich in einer schweren Krise befand &#8211; eigentlich sollte es ein Internet-Tagebuch im klassischen Sinne werden. Was war Deine Intention, ein Blog in&#8217;s Netz zu stellen und wo soll die Reise hingehen?</span></strong></p>
<p>Ich habe wirklich schon lange ein Blog. Das Aktuelle, das ein Freund von mir hostet, ist mein erstes Wordpress-Blog. Zuvor hatte ich schon Blogs auf 20six und twoday. Irgendwann wird es Zeit selbstständig zu werden. Leider Gottes fehlt mir momentan ein bisschen Motivation zum Bloggen. Das liegt teilweise auch an Twitter und Facebook. Der Grund für ein Blog war damals kein besonderer. Tagebuch geführt habe ich schon immer, schon von klein auf. Ich sah einfach eine neue Möglichkeit damit umzugehen. Anderen zu zeigen, wer ich bin. Was in mir vorgeht. Vor allem war mir damals das Feedback sehr wichtig. Als sehr junger Mensch möchte man doch hin und wieder ein Feedback für sein Tun/Denken. Das war damals teilweise wirklich sehr hilfreich. Heute mache ich es eher aus dem Grund des Festhaltens, der Information. Weniger zur Selbstdarstellung.</p>
<p><strong><span style="font-size: medium;"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-1929" title="Ein Herz für Serien - nu scot@flickr.com" src="http://www.loft75.de/wp-content/uploads/ivy_serien-202x300.jpg" alt="" width="202" height="300" />Sicherlich verbringst Du einige Zeit am Tag im Internet &#8211; oder vielleicht auch nicht? Wie ist Dein Internet-Konsumverhalten? Eher der Mail-Checker, der Social-Network-Typ oder Multimedia-Junkie? Oder gemischt? Und überhaupt: jeden Tag Internet..? Oder lieber manchmal mit einem Buch auf dem Sofa verkrümeln?</span></strong></p>
<p>Ohne Internet geht&#8217;s gar nicht. Wenn das mal einen Tag nicht geht, sitze ich schon auf heißen Kohlen. Twitter, Facebook, Email. Muss ich ständig nachsehen. Deshalb freue ich mich auch schon, wenn endlich mein Mobilfunktvertrag ausläuft (im Juli) und ich mir ENDLICH ein iPhone zulegen kann, damit ich diese Dinge auch ständig bei mir habe <img src='http://www.loft75.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  Ich muss einfach immer up-to-date sein. Wissen, was wann und wo passiert. Und gegebenenfalls dort sein. Das bin einfach ich. Natürlich braucht man auch mal eine Auszeit (lesen oder weggehen etc.), aber das genieße ich dann dafür umso mehr. Ein Leben ohne Internet und Social Networks könnte ich mir bei Gott nicht mehr vorstellen.</p>
<p>Ich schaue auch total viele Serien (Desperate Housewives, Greys Anatomy, Dexter, House, Flashforward, Lost, Entourage, Gossip Girl) und entspanne dabei total. Aber dann brauch ich wieder die Online-Communities, um über Theorien zu spinnen etc. (zB. bei Lost).</p>
<p><span style="font-size: medium;"><strong>Mal was Anderes. Was denkst Du, sind die größten Fehler, die man in einer Beziehung begehen kann? Und welche Fehler würdest Du nicht mehr machen? Denkst Du, dass Männer und Frauen überhaupt in Frieden zusammen leben können? Radikale Feministinnen sagen jedenfalls, dass das nicht geht&#8230;was sagst Du?</strong></span></p>
<p>Das ist eine wirklich schwere Frage. Einen Fehler, den ich auf keinen Fall mehr machen würde ist, mich zu verstellen, um jemandem zu gefallen. Jemand hat mich so zu akzeptieren wie ich bin. Ich werde mich niemals für jemanden verbiegen, nur damit es für denjenigen passt. Das soll nicht heißen, dass ich nicht kompromissbereit bin. Aber ich kenne viele Paare, die auch sehr glücklich sind, obwohl jeder seine Fehler hat. Ich möchte auch nicht mehr mit jemandem zusammensein, der zu verschieden von mir ist. Ich finde es toll, wenn jeder auch eigene Interessen hat. Aber wenn man gar keine gemeinsamen Interessen oder Ziele hat, dann ist die Sache schon verloren. Momentan kommt das alles aber ohnehin nicht für mich in Frage. Wenn ich einen Mann kennenlerne, dann muss er auch wissen, dass es mich nur dann gibt, wenn er meine Tochter akzeptiert, denn die ist mir wichtiger als jeder Mann dieser Welt. Ich glaube auch nicht, dass es den/die Richtige/n gibt. Das sind meiner Meinung nach nur Wegbegleiter.</p>
<p>Von radikalem Feminismus halte ich überhaupt nichts. Ich habe in Wien während der AudiMax-Besetzung sehr viele solcher Frauen kennengelernt. Ich persönlich glaube, dass radikale Feministinnen ein Problem mit sich selber haben. Das sind Frauen, die nie was in ihrem Leben erreicht haben oder Frauen, denen was Schlimmes passiert ist und sie deshalb Männer hassen. Ich finde, dass &#8220;Männerhass&#8221; genau der richtige Ausdruck dafür ist. Denn das, was die teilweise abziehen, fällt für mich nicht mehr unter den Begriff &#8220;Gleichberechtigung&#8221;, sondern ist reiner Männerhass. Mir tun diese Frauen irgendwie leid, denn sie können die Anwesenheit eines Mannes nie so genießen, wie andere Frauen es tun. Und ja, ich habe keine Scheu davor zuzugeben, dass wir Frauen Männer brauchen. Da geht es gar nicht darum, dass wir Frauen auch alles alleine machen können. Natürlich können wir. Aber wollen wir das? Ich jedenfalls bin froh, wenn ein Mann eine Lampe montiert oder meine schweren Kisten in den 3. Stock schleppt. Dafür koche ich ihm auch gerne mal was. Ich halte zwar nichts von den veralteten Rollenbildern, aber manchmal ist es auch angenehm einfach &#8220;Frau&#8221; zu sein.</p>
<p><span style="font-size: medium;"><strong><a href="http://www.loft75.de/wp-content/uploads/ivy_danzig.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-1930" title="Danzig/Gdansk" src="http://www.loft75.de/wp-content/uploads/ivy_danzig-300x185.jpg" alt="" width="300" height="185" /></a>Und zum Abschluss dieses krassen Themen-Mixes geht&#8217;s noch schnell nach Polen. Du bzw. Deine Eltern haben polnische Wurzeln bzw. stammen von dort. Gib&#8217; uns doch einen kurzen Abriss über Deine persönliche österreichisch/polnische Geschichte, wenn Du magst. Und natürlich ein unschlagbares Rezept von dort, das man vergebens auf den einschlägigen Kochseiten sucht&#8230;</strong></span></p>
<p>Ja, meine Eltern stammen aus Polen. Ich selber bin auch dort geboren (in Danzig) und bin gemeinsam mit meinen Eltern im Jahr 1988 (1 Jahr vor Mauerfall) nach Österreich gekommen. Meine Eltern haben das erste Jahr in Österreich in einem Flüchtlingslager verbracht. An diese Zeit kann ich mich überhaupt nicht erinnern, logischerweise. Mein Vater hat in dieser Zeit in Wien gearbeitet (für sehr wenig Geld), hat unter der Brücke geschlafen usw. Eigentlich eine sehr traurige Geschichte. Aber ich bin stolz, dass meine Eltern aus dem &#8220;Nichts&#8221; es geschafft haben eine tolle Existenz aufzubauen und mir und meiner Schwester ein finanziell halbwegs erträgliches Leben zu bieten. Ich schäme mich auch nicht dafür, denn ich finde, man sollte immer wissen, wo man herkommt und sich immer dessen bewusst sein. Ich habe meine polnischen Wurzeln immer in meinem Herzen. Ich freue mich auch immer, wenn ich Polen treffe, weil ich dann wieder ein bisschen plaudern kann und es doch irgendwo &#8220;heimelige&#8221; Gefühle in mir weckt <img src='http://www.loft75.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Und zum Abschluss gibts noch ein Rezept von mir (exklusiv, denn das Rezept kommt in mein Kochbuch):</p>
<p><em><strong><span style="font-size: large;">Oliven-Huhn mit Paprika-Kartoffeln und Zucchini</span></strong></em></p>
<p><em>für 2 Personen</em></p>
<p><strong>Zutaten</strong></p>
<ul>
<li>1 Handvoll Pinienkerne</li>
<li>6 – 8 große entkernte schwarze Oliven</li>
<li>Olivenöl</li>
<li>grobkörniges Salz</li>
<li>1 kleine Stange Lauch</li>
<li>2 große Hühnerkeulen</li>
<li>4 mittelgroße Kartoffel (Heurige)</li>
<li>Paprikapulver (süß)</li>
<li>1 mittelgroße Zucchini</li>
<li>Salz</li>
</ul>
<p><strong>Zubereitung</strong></p>
<p>Die Kartoffeln mit Schale 15 Minuten vorkochen.  Danach halbieren und die Hälften wiederum dritteln. Mit der Schale nach unten auf ein Backblech legen. Zucchini in Scheiben schneiden und dazulegen. Kartoffeln und Zucchini mit Olivenöl beträufeln, salzen und mit Paprikapulver würzen.</p>
<p>Backofen auf 180°C vorheizen (E-Herd).</p>
<p>Die Hühnerkeulen in eine Form legen und leicht salzen. Pinienkerne, Olivenöl, Oliven und grobkörniges Salz in einem Mörser zu einer groben Paste zerkleinern. Lauch in Scheiben schneiden, dazugeben und vermischen. Die Paste auf die Hühnerkeulen schmieren. Die Keulen für 45 bis 55 Minuten (je nach Größe) in den Ofen legen. Die letzten 25 Minuten die Kartoffeln und Zucchini auch in den Ofen geben.</p>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p><strong>Ivy, ich danke Dir ganz herzlich für das Interview! Es hat mir viel Freude gemacht, diesen Artikel zu schreiben und ich finde es toll, dass Du Deine Ansichten, Meinungen und Tipps im Rahmen dieses Projektes mit uns allen geteilt hast.</strong></p>
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		<item>
		<title>7 Fragen an: GILLY - Gilly, live aus der Hauptstadt. Ein Interview mit einem interessanten Netzbewohner.</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Feb 2010 01:32:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
				<category><![CDATA[7 Fragen]]></category>
		<category><![CDATA[Empfehlenswerte Artikel]]></category>

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		<description><![CDATA[<img align="left" hspace="5" width="120" src="http://www.loft75.de/wp-content/uploads/gilly_berlinbild-300x225.jpg" class="alignleft wp-post-image tfe" alt="" title="Berlin" />Fangen wir in unserer kleinen Rubrik doch heute mal mit Gilly an. Viele kennen vielleicht sein Blog, und heute beantwortet er exklusiv Fragen für das Loft 75. Und dabei fällt mir auf, dass es eigentlich 8 Fragen sind.

Gilly, woher nimmst Du denn die Zeit, immer so viele interessante Videos herauszusuchen und darüber zu bloggen? Freunde, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Fangen wir in unserer kleinen Rubrik doch heute mal mit <a title="Lerne Gillys Blog kennen! Wenn Du es nicht bereits kennst." href="http://blog.gilly.ws/" target="_blank">Gilly</a> an. Viele kennen vielleicht sein Blog, und heute beantwortet er exklusiv Fragen für das Loft 75. Und dabei fällt mir auf, dass es eigentlich 8 Fragen sind.</p>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p><span style="font-size: medium;"><strong>Gilly, woher nimmst Du denn die Zeit, immer so viele interessante Videos herauszusuchen und darüber zu bloggen? Freunde, Partnerin und Familie wollen doch sicher auch mal was von Dir haben&#8230;</strong></span></p>
<p>Mein Job bzw. meine Selbständigkeit erlauben es mir fast immer  regelmäßig ein Auge auf die UK &amp; US-Blogosphären und einschlägige  Link Dumps  zu werfen. In der Regel bin ich also von 9 bis 20 Uhr am  Rechner und durchwühle das Netz nach interessanten und lustigen  Dingen. Ab 20 Uhr ist meistens Feierabend und ich widme mich meiner  Verlobten. Ab und zu liegt dann zwar noch das MacBook auf dem Bauch,  aber meist nur um Mails zu checken oder einen Tweet abzusetzen.  Ansonsten bin ich am Wochenende meist auch weniger am PC um mal ein  bisschen zu entspannen und Freunde zu treffen.</p>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p><strong><a href="http://www.loft75.de/wp-content/uploads/gilly_berlinbild.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-1914" title="Berlin" src="http://www.loft75.de/wp-content/uploads/gilly_berlinbild-300x225.jpg" alt="" width="300" height="226" /></a><span style="font-size: medium;">Bist Du eigentlich ursprünglich aus Berlin? Fühlst Du Dich dort wohl, wo Du jetzt lebst? Und warum?</span></strong></p>
<p>Ich und Berlin&#8230; das ist eine Geschichte für sich. Ich bin in  Berlin geboren und habe hier auch meine ersten Schritten gemacht. Als  ich fünf oder sechs war haben sich meine Eltern getrennt und meine  Mutter ist mit mir nach Rheinland-Pfalz gezogen. Dort sind wir  mehrmals umgezogen bis ich schließlich mit 11 meine Heimat im  Mosel-Dörfchen Dieblich, welches nicht weit von dir entfernt ist,   gefunden habe. Dort bin ich aufgewachsen, hatte meine erste  Freundin, erlebte meinen ersten Kuss und so weiter. Dort hatte ich  die beste Zeit meiner Jugend. Daher sage ich auch immer, dass ich an  der Mosel aufgewachsen bin, denn ich kann mich auch nicht mehr  wirklich an das, was davor war, erinnern. Kurz vor meinem 16.  Geburtstag war meine Mutter dann der Meinung zurück nach Berlin zu  ziehen und hat mich relativ kurzfristig aus meiner gewohnten Umgebung  gerissen. Wie Teenager so sind, war ich furchtbar sauer und habe fast  ein Jahr nicht mit ihr geredet und in dieser Zeit bei meiner  Schwester gewohnt. Seit ich nun in Berlin wohne, fühle ich mich nicht  mehr so wirklich zu Hause. Ich bin schon mehrfach umgezogen und habe  auch die Bezirke schon gewechselt. Um das Ganze aber mal  zusammenzufassen, liegt mir diese Stadt einfach nicht. Ich mag es  nicht wirklich ständig angequatscht zu werden und komme auch  irgendwie nicht mit der Art der Berliner zurecht. Ich überlege, in  den nächsten Jahren ins Umland zu ziehen, um wieder etwas mehr &#8220;Dorf-Flair&#8221; zu bekommen.</p>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p><strong><a href="http://www.loft75.de/wp-content/uploads/gilly_alkohol.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-1915" title="Der Finalisten-Cocktail" src="http://www.loft75.de/wp-content/uploads/gilly_alkohol-300x225.jpg" alt="" width="300" height="226" /></a><span style="font-size: medium;">Raucher oder Nichtraucher? Bier oder lieber Wein oder lieber ohne Alkohol? Pflanze oder Fleisch?</span></strong></p>
<p>Ich bin überzeugter Nichtraucher. Ich habe vielleicht in meinem  ganzen Leben zwei oder drei Zigaretten geraucht, aber nie wirklich  den Geschmack daran gefunden.  Weder Bier noch Wein sind das Getränk meiner Wahl. Ich trinke eher  selten Alkohol, wenn dann, aber meistens richtig <img src='http://www.loft75.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  &#8211; In der Regel  bleibe ich dann aber bei Longdrinks und Cocktails.  Fleisch und  Pflanze gehören zusammen, daher gibt es bei mir Beides.</p>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p><span style="font-size: medium;"><strong>So, mich würde auch mal brennend interessieren, wie Du Deine Freundin kennen gelernt hast! Und was mich noch mehr interessiert: sind Männer und Frauen kompatibel oder ist das Eurer Meinung nach eher eine Dauerdiskussion mit dem Ergebnis, dass Männer und Frauen eigentlich gar nicht zusammen passen?</strong></span></p>
<p>Meine Verlobte habe ich ganz klassisch in der Disco kennengelernt.  Der Freund eines Freundes hatte Sie mitgebracht. Nachdem wir  miteinander geflirtet hatten, haben wir aufgrund einer kleinen  Komplikation im Freundeskreis beschlossen, nur Freunde zu sein. Auf  der Geburtstagsparty meines besten Freundes, ein paar Wochen später,  wurde dann mein alkoholisierter Zustand ausgenutzt und sie hat  erklärt, dass wir nun eine Beziehung führen <img src='http://www.loft75.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' />  Männer und Frauen sind  absolut kompatibel miteinander. Wir führen eine sehr harmonische  Beziehung.</p>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p><strong><a href="http://www.loft75.de/wp-content/uploads/gilly_arbeitsplatz.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-1916" title="Gillys Arbeitsplatz" src="http://www.loft75.de/wp-content/uploads/gilly_arbeitsplatz-300x225.jpg" alt="" width="300" height="227" /></a><span style="font-size: medium;">Anderes Thema: Arbeit! Was arbeitest Du und fühlst Du Dich dort wohl? Oder hast Du einen lange gehegten Berufswunsch, den Du Dir noch nicht erfüllen konntest?</span></strong></p>
<p>Seit dem 1. Januar bin ich selbständig. Ich arbeite für meinen  alten Arbeitgeber, einem Finanzdienstleister, nun auf freiberuflicher  Basis weiter, wende aber weniger Stunden für diese Tätigkeit auf.  Ansonsten widme ich mich meiner kleinen IT-Firma (die ich schon seit  2001 nebenher betreibe), arbeite für LG als Blogger auf dem LG Blog  und versuche so gut es geht und ohne meine Leser zu nerven, mit Blogs  Geld zu verdienen.</p>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p><strong><a href="http://www.loft75.de/wp-content/uploads/gilly_currywurst.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-1917" title="Currywurst mit Pommes und Springbrunnen" src="http://www.loft75.de/wp-content/uploads/gilly_currywurst-300x225.jpg" alt="" width="300" height="226" /></a><span style="font-size: medium;">Und jetzt geht&#8217;s noch um das Thema &#8216;Essen&#8217;. Berlin ist für seine Currywürste und seine Döner bekannt. Wo schmecken die jeweils am besten und was bezahlt man dafür?</span></strong></p>
<p>Döner und Currywurst <strong>*seufz*</strong> &#8211; Zwei Gerichte, die so gar nicht zu  meiner kohlenhydratarmen Ernährung passen wollen und doch so lecker  sind. Meine liebste Dönerbude ist <a title="Meinungen zu &quot;Efes Döner&quot; auf Qype" href="http://www.qype.com/place/358818-Efes-Doener-Berlin" target="_blank">Efes</a> am S-Bahnhof Berlin  Zehlendorf. Currywürste habe ich in Berlin auch schon in den  bekannten Currywurstbuden wie <a title="zu &quot;Curry36&quot;" href="http://www.curry36.de/curry36.html" target="_blank">Curry36</a>, <a title="schöner Artikel zum &quot;Ku'Damm 195&quot;" href="http://www.welt.de/print-welt/article167926/Currywurst_de_luxe_am_Kudamm_195.html" target="_blank">Curry 195</a> am Ku&#8217;Damm (mit  Sekt!) usw. gegessen. Was viele hier übersehen ist, dass aufgrund des  hohen Kundenaufkommens das Ganze nur noch ein Massengeschäft ist. Am  besten schmeckt die Currywurst immer noch an den kleinen und  unscheinbaren Buden. Zum Preis kann ich nicht viel sagen, ist schon  länger her, dass ich eines der beiden Gerichte zu mir genommen habe.</p>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p><span style="font-size: medium;"><strong>Wo siehst Du Dein Blog in 10 Jahren? Gibt es dann &#8211; Deiner Meinung nach &#8211; überhaupt noch Blogs? Oder wird alles zu einer Facebook-Social-Network-Twitter-Pampe, die gleichmäßig auf uns herabrieselt, ohne redaktionellen, vernünftig aufbereiteten Hintergrund?</strong></span></p>
<p>Mein Blog in 10 Jahren. Hm&#8230; Blogs sind ja angeblich heute schon  tot <img src='http://www.loft75.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' />  &#8211; Scherz beiseite, ich habe keinen konkreten Zukunftsplan für  mein Blog. Ich mache solange weiter, wie ich Spaß daran habe. Ob die  ganze Blogosphäre nun den Bach runter geht oder nicht. Ich denke  aber, dass Menschen auf jeden Fall weiterhin Ihre Gedanken und  Meinungen im Internet kund tun werden. Ich hoffe doch sehr, dass das  ganze auch ein wenig individueller wird und nicht zu der von dir  beschriebenen F acebook-Social-Network-Twitter-Pampe wird. Was mir  auch wichtig ist, dass nach wie vor zwischen redaktionellen  Nachrichten und der Blogosphäre unterscheidet.</p>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p><span style="font-size: medium;"><strong>Und wo wir gerade beim Thema &#8216;Technik&#8217; sind: das Internet, wie wir es heute kennen, ist nur der Anfang. Im Jahr 2020 ist sicher vieles anders, was PCs, Notebooks, Smartphones und deren Integration in das Web angeht. Welche Visionen und Vorstellungen hast Du von der Kommunikationstechnik in den nächsten 10 Jahren?</strong></span></p>
<p><a href="http://www.loft75.de/wp-content/uploads/gilly_web.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-1918" title="Web - powered by Google?" src="http://www.loft75.de/wp-content/uploads/gilly_web-300x199.jpg" alt="" width="300" height="198" /></a>Hmmm die Frage ist schwer zu beantworten. Ich vermute und hoffe,  dass viel mehr mit Spracheingabe funktioniert. Vielleicht wird auch  generell mehr mit Sprache statt mit Text kommuniziert. Notebooks  werden sicherlich überflüssig, da sich das Smartphone zum mobilen  Begleiter entwickeln wird, der alle Bedürfnisse des mobilen Menschen  erfüllen wird. Wenn es mit den Bandbreiten endlich mal voran geht  (100Mbit/s Up- und Downstream) kann ich mir vorstellen, dass der  lokale PC und dessen Rechenleistung an Bedeutung verlieren werden.  Rechenleistung und Speicherplatz werden von Serverfarmen bereit  gestellt.</p>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p><strong>Lieber Gilly, herzlichen Dank, dass Du Dir die Zeit genommen hast, die Fragen zu beantworten! Und ich bin sehr überrascht, dass Deine eigentliche Heimat nur 15 Minuten von mir entfernt liegt: <a title="auf nach Dieblich" href="http://www.dieblich.net/" target="_blank">&#8220;Dibbelich&#8221;</a> <img src='http://www.loft75.de/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':-D' class='wp-smiley' /> </strong></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Die Generation 1&amp;1 - Warum Werbung das zeigt, was nicht existiert</title>
		<link>http://www.loft75.de/2010/02/die-generation-11/</link>
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		<pubDate>Tue, 09 Feb 2010 00:28:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Empfehlenswerte Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Hintergründe und Meinungen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.loft75.de/?p=1699</guid>
		<description><![CDATA[<img align="left" hspace="5" width="120" src="http://www.loft75.de/wp-content/uploads/generation_golf-300x212.jpg" class="alignleft wp-post-image tfe" alt="Generation Golf" title="Generation Golf" />Werbung hat schon viel bewegt. Und jede Generation hat ihre total über-stilisierten Archetypen geschaffen. Hier bekommt Ihr einen Überblick über die aktuelle Werbe-Generation und erfahrt, dass es früher auch nicht anders war&#8230;
Golf  II &#8211; die 80er
Kennt Ihr noch die sog. &#8216;Generation Golf&#8217;? Smarte Jungs und Mädels, die von Papi das erste eigene Auto gesponsert bekamen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Werbung hat schon viel bewegt. Und jede Generation hat ihre total über-stilisierten Archetypen geschaffen. Hier bekommt Ihr einen Überblick über die aktuelle Werbe-Generation und erfahrt, dass es früher auch nicht anders war&#8230;</p>
<p><strong><span style="font-size: medium;">Golf  II &#8211; die 80er</span></strong></p>
<p><strong><a href="http://www.loft75.de/wp-content/uploads/generation_golf.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-1719" title="Generation Golf" src="http://www.loft75.de/wp-content/uploads/generation_golf-300x212.jpg" alt="Generation Golf" width="210" height="148" /></a></strong>Kennt Ihr noch die sog. <em>&#8216;Generation Golf&#8217;</em>? Smarte Jungs und Mädels, die von Papi das erste eigene Auto gesponsert bekamen, die Schule mit Bravour absolviert hatten (entweder Mittlere Reife oder Abi), mit Tennissocken die Welt und unter den Armen und anderswo unrasiert mit VoKuHiLa-Frisur die Dorf- und Laserdiscos der damaligen Welt eroberten? Nein, kennt Ihr nicht?</p>
<p>Dann seid Ihr womöglich aus einer anderen Generation, nämlich der <em>&#8216;Generation 1&amp;1&#8242;.</em> Und diese Generation werdet Ihr jetzt ein bißchen besser kennen lernen. Und all&#8217; die anderen Werbe-Illusionen der letzten Jahre<em> auch.<br />
 </em></p>
<p><strong><span style="font-size: medium;">Zeitsprung: 2009.</span><br />
 </strong></p>
<p>Mittlerweile grinsen uns von überall her konsumfreudige, perfekt aussehende, charts-hörende und gut verdienende junge Menschen mit tollem Einheits-Geschmack an. Und wenn&#8217;s ein bißchen edel-subversiver sein soll, dann hören sie eben Club/Dance/House, sind independent, haben einen Retro-Ghettoblaster auf den Schultern und einen iPod in der Hand. Fragen sich insgeheim, was &#8216;Retro&#8217; eigentlich bedeutet, aber nicht wirklich, denn es ist einfach &#8216;ubercool&#8217;. Und es ist ubercool, nerdige East-Pak-Accessoires durch die Gegend zu schleppen, weil die ganzseitige Werbung für diese Rucksackfirma eben megageil ist. Und merken dabei nicht, dass ihr wilder Stil-MischMasch schon längst wieder opfermäßig sowas von out ist.</p>
<p>Wir sprechen hier von der <em>&#8216;Generation 1&amp;1&#8242;</em>, den gut aussehenden, trendigen und markenbewussten Menschen, die gelernt haben, dass man gut aussehen und fleißig Markenartikel kaufen muss. Mit Music-Flatrate und einem riiiiesigen Software-Paket, das man eh&#8217; nicht bedienen kann. Aber hey, ist doch egal, Hauptsache trendy, megacool und was weiß ich noch alles. Man könnte auch <em>&#8216;Generation T-Mobile&#8217;</em> sagen &#8211; denn das ist irgendwie das Gleiche.</p>
<p><strong><img class="alignleft size-full wp-image-1720" title="glückliches Paar" src="http://www.loft75.de/wp-content/uploads/eins_und_eins.jpg" alt="glückliches Paar" width="186" height="165" /><span style="font-size: medium;">Ort der Handlung: mein Klo. Die &#8216;Generation 1&amp;1&#8242; stellt sich mir vor.</span><br />
 </strong></p>
<p>Ich lese eine aktuelle Zeitschrift und mir flattert ein Flyer der Firma 1&amp;1 entgegen, um den Weg auf den Toilettenboden zu finden. Ich hebe ihn auf und ich sehe eine junge, schöne, grinsende Dame mit perfekt manikürten Fingernägeln, die einen Camcorder in der Hand hält. Auf der nächsten Seite grinst sie mich schon wieder an, diesmal ein Notebook in der Hand. Sie kann beide Geräte scheinbar perfekt bedienen und holt aus ihren Urlaubsbildern das Optimale heraus. Sie ist hip, verdient gut und kann sich viele unsinnige Produkte leisten, die sie nicht mal kennt und die ihr Leben besser machen. Zusammen mit ihrem hübschen Freund grinsen beide um die Wette, als sie ihre Urlaubsfotos vom Strand zeigen. Auf dem Flyer, der aus der Zeitschrift heraus geflogen kam.</p>
<p>Ich beschließe dann auch, den Toilettenbesuch zu beenden.</p>
<p><span style="font-size: medium;"><strong>Was ist passiert?</strong></span></p>
<p>Ich hatte fertig und wurde konfrontiert mit der Realität. Der Marketing-Realität des 21. Jahrhunderts: du verdienst viel Geld, hast einen tollen Job und einen ebenso tollen Partner und wohnst in einer schicken Wohnung. Du grinst vor dich hin und gehst auf tolle Konzerte &#8211; mit den Worten <em>&#8220;Hey, wie wär&#8217;s Samstag Abend mit dem Konzert von &#8216;Kesha&#8217;?&#8221; &#8220;Ja, Schatz, bestell&#8217; die Karten doch einfach im Internet!&#8221;</em> Geld spielt wie immer keine Rolle, die Karten kosten ja schlappe 60,- € pro Person, aber das ist ja kein Problem. Sie ist Key-Accounterin und er arbeitet in einem erfolgreichen Software-Unternehmen und geht jährlich zum Gesundheits-Check-Up. Rundum gesund und erfolgreich, die Beiden. Keiner raucht, keiner trinkt einen Tropfen Alkohol, sie schauen gerne die neuesten Filme auf BlueRay in FULL-HD auf ihrem neuen Plasma-TV, haben einen Account bei <em>musicload</em> und machen regelmäßig Wellness-Wochenenden. Danach gehen sie selig lächelnd in&#8217;s Bett und schlafen ein.</p>
<p><span style="font-size: medium;"><strong>Schon sehr super. Aber was machen die Beiden sonst noch so?</strong></span></p>
<p>Sie leisten sich ab und zu einen schicken Urlaub&#8230;nachdem sie alle Reise-Angebote im Internet gecheckt haben. Natürlich haben sie die besten Schnäppchen fröhlich grinsend für sich entdeckt und buchen mit ihrem weißen, makellosen MacBook schon mal online.</p>
<p>Außerdem fahren sie 2 hübsche Autos &#8211; einen silber-metallic Golf für das Shopping-Weibchen und einen gtau-metallic Van als künftige Familienkutsche. &#8220;Künftig&#8221; deshalb, weil sie erstmal Karriere machen möchten und sich später für ein Kind entscheiden. Vernünftig, rational, gut so &#8211; bloß nichts dem Zufall überlassen. Und in der Zwischenzeit macht der Van auch Spaß, denn er hat 230 PS und man kann das machen, was in der Werbung gezeigt wird: cruisen, offroaden und eine Menge Fun haben! Mit den &#8220;total verrückten Jungs&#8221; aus dem Freundeskreis und den netten Kollegen&#8230;</p>
<p><span style="font-size: medium;"><strong>Wie war&#8217;s denn früher?</strong></span></p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-1721" title="Lachende Hausfrauen" src="http://www.loft75.de/wp-content/uploads/60er_kueche.jpg" alt="Lachende Hausfrauen" width="209" height="157" />Genau so! Da haben lachende Hausfrauen in den 50ern/60ern mit Bling-Bling-Lächeln dem Gatten ihre neueste Küchenmaschine vorgeführt mit den Worten <em>“jetzt kann ich Dir Dein Lieblings-Essen noch schneller zubereiten!”</em> Der Gatte wiederum hat sich lächelnd mit einem Mördergerät von REMINGTON glatt rasiert und sich ebenso lächelnd auf die Couch geworfen &#8211; Zeitung lesend &#8211; während die Gattin gut gelaunt den Toast Hawaii (<em>”damit möchte ich meinen Liebsten heute überraschen!”</em>) zubereitet hat. Später sind die Beiden mitsamt ihren wohlerzogenen Kindern zu Freunden gefahren und haben einen netten Abend verbracht. Mit Käse-Igeln und Kellergeister. Da der treu sorgende Gatte am nächsten Tag früh aufstehen musste, um seinen erfolgreichen Job zu erledigen, hat sich die ganze Familie recht früh verabschiedet und ist nach Hause gefahren, damit sie noch ein paar Seiten im Ehebett liegend im Krimi lesen und sich mit einem Kuss auf die Wange <em>“Gute Nacht!”</em> sagen und die Nachttischlämpchen ausknipsen konnten. Sowas wie die “Truman Show” eben.</p>
<p><span style="font-size: medium;"><strong>Und wo bleibt die Realität?</strong></span></p>
<p>Die gibt es nicht in der Werbewelt.</p>
<p>Es werden idealisierte, standardisierte Prototypen gezeigt, die möglichst gut ihren Job machen:  geht&#8217;s um massenkompatible Musik, wird ein HipHopper mit Arschhose gezeigt, der finster dreinblickt und ein Handy in der Hand hat. Geht&#8217;s um Independent-Musik, muss ein Grunge-Typ herhalten, der so aussieht, als hätte er den totalen Durchblick was Musik anbelangt. DSL-Tarife erfordern lächelnde Paare, die möglichst weiß gekleidet sind. Letztere sind erfolgreich, gebildet, gesund und verdienen massenweise Geld. Gerne kombiniert man die Archetypen auch: Handy-Hersteller legen mal Wert auf &#8220;Nerds&#8221; und mal auf &#8220;Lifestsyle-Typen&#8221;.</p>
<p>Zeitlos sind die Mode-Werbungen. Die waren schon immer ästhetisch und unterliegen nur der Mode &#8211; was sonst? Und Autowerbungen vermitteln dem Mann grundsätzlich potente Fahrfreude und der Frau, dass das Auto praktisch ist und sich viel darin verstauen lässt. Der Mann lebt seine &#8220;Große-Jungs-Träume&#8221; aus und die Frau will möglichst viele stylische Schuhe und Klamotten unterbringen und natürlich den &#8220;Nachwuchs&#8221;. Und sich danach mit der Freundin treffen, um zu quatschen und einen Latte Macchiato zu trinken, aber sicher nicht, um eine Parklücke zu finden.</p>
<p><span style="font-size: medium;"><strong>So, mir ist jetzt übel. Aber warum? Und wie lässt sich das beheben?</strong></span></p>
<p>Latte Macchiato, Küchenmachinen, Golf und andere Männerautos wird es immer geben, nehme ich an. Es ist einfach das ideale Bild, das Menschen per Werbung vermittelt bekommen sollen. Oder zumindest denken die Werbeagenturen, dass das so ist. Es ist vollkommen an der Realität vorbei und darum ist es auch so widerlich. Denn es gibt nicht nur die erfolgreichen, lächelnden Menschen, die ihr Leben perfekt im Griff haben, sondern auch Leute, die keinen erfolgreichen Job haben, kein tolles Auto fahren und froh sind, wenn keine Mahnung im Briefkasten liegt.</p>
<p>Ich trinke gerne ein Bier, verdiene momentan nicht so viel und kann mir mit Ach und Krach meinen Twingo leisten, habe keinen Full-HD-Fernseher und eine überschaubare Anzahl guter Freunde, die ich wieder mal regelmäßig vernachlässige. Bin 40 Jahre alt, nutze kein SKY und auch kein ENTERTAIN-PAKET. Mein Handy ist von der älteren Sorte und die Kosten für die Domain LOFT75.DE übersteigen die 4-Euro-Grenze pro Monat nicht. Aber die Werbung will mir suggerieren, dass das zu wenig ist und dass ich mehr konsumieren soll. Kredite aufnehmen, Wii kaufen, LCD-TV und den ganzen anderen Firlefanz. Weiß gekleidet und lächelnd vor der Glotze sitzen soll und mir den Werbeblock bitteschön antun soll, damit ich noch mehr unsinniges Zeug kaufe.</p>
<p>Aber das wird sich wohl nie ändern&#8230;</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Schriftarten auf dem Computer anschauen</title>
		<link>http://www.loft75.de/2009/12/schriftarten-auf-dem-computer-anschauen/</link>
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		<pubDate>Thu, 17 Dec 2009 21:15:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Empfehlenswerte Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Moderne Technik]]></category>
		<category><![CDATA[Praktische Tipps]]></category>

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		<description><![CDATA[<img align="left" hspace="5" width="120" src="http://www.loft75.de/wp-content/uploads/fonts_windows-anzeige-600x180.jpg" class="alignleft wp-post-image tfe" alt="So sieht es in der Systemsteuerung von XP aus" title="So sieht es in der Systemsteuerung von XP aus" />&#8220;Kein Problem&#8221; werdet Ihr vielleicht sagen, &#8220;das kann doch die Systemsteuerung von Windows, wenn ich die Rubrik &#8216;Schriftarten&#8217; anklicke!&#8221; Sicher, das geht. Aber Ihr bekommt nur den Text mit dem Franz, der im komplett verwahrlosten Taxi quer durch Bayern jagt. Zwar mit Schriftarten-Info, aber ohne Anzeige von Umlauten oder Sonderzeichen. Zumindest unter Windows XP sieht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>&#8220;Kein Problem&#8221;</em> werdet Ihr vielleicht sagen, <em>&#8220;das kann doch die Systemsteuerung von Windows, wenn ich die Rubrik &#8216;Schriftarten&#8217; anklicke!&#8221;</em> Sicher, das geht. Aber Ihr bekommt nur den Text mit dem Franz, der im komplett verwahrlosten Taxi quer durch Bayern jagt. Zwar mit Schriftarten-Info, aber ohne Anzeige von Umlauten oder Sonderzeichen. Zumindest unter Windows XP sieht das folgendermaßen aus:</p>
<p><img class="alignnone size-medium wp-image-1802" title="So sieht es in der Systemsteuerung von XP aus" src="http://www.loft75.de/wp-content/uploads/fonts_windows-anzeige-600x180.jpg" alt="So sieht es in der Systemsteuerung von XP aus" width="600" height="180" /></p>
<p>Hat die Schrift überhaupt Umlaute? Und wie sehen sie aus? Kann ich meinen eigenen Text mal anzeigen lassen? Alles gut gemeint, aber nicht optimal. Außerdem ist die Übersicht über die Schriftarten in Windows (XP) recht unübersichtlich, denn man kann keine Vorschauen anzeigen. Das ist ja ein absolutes Unding, wenn man sich die einzelnen Schriften mal im Vergleich anschauen möchte.</p>
<p><span id="more-1801"></span><span style="color: #336699;"><span style="font-size: large;">Warum möchte man überhaupt Schriften anzeigen?</span></span></p>
<p>Weil man z.B. wie ich ein Mensch ist, der oftmals typografische Elemente in seine Seite einbaut und gerne experimentiert. Oder man möchte eine Geburtstagskarte erstellen, einen Gutschein, ein Fotobuch oder was-auch-immer und will auf einen Blick sehen, welche Schriftarten man verwenden kann. Kann sich jemand ohne nachzudenken etwas unter der Schriftart <em>&#8220;Tiranti Solid LED&#8221;</em> vorstellen? Nein? Ich auch nicht&#8230; Aber vielleicht wäre sie gut geeignet, um den Geburtstags-Gutschein für Onkel Alfred zu gestalten.</p>
<p><span style="color: #336699;"><span style="font-size: large;">Was die Programme machen</span></span></p>
<p>Viele Programme, die unter Windows laufen, bieten eine Vorschau der Schriftart, die man gerne einsetzen möchte, an. Zum Beispiel Word, <a title="lade Dir ein kostenloses Office-Paket herunter" href="http://de.openoffice.org/" target="_blank">OpenOffice.org</a> Writer und viele weitere Programme. Aber wenn man ein Programm verwendet, das keine &#8220;Schriftarten-Vorschau&#8221; bietet, steht man im Regen bzw. tappt im Dunkeln.</p>
<p><img class="alignnone size-medium wp-image-1803" title="Anzeige im OpenOffice.org-Writer" src="http://www.loft75.de/wp-content/uploads/fonts_ooo-600x190.jpg" alt="Anzeige im OpenOffice.org-Writer" width="600" height="190" /></p>
<p>Sehr viele Programme bieten nämlich keine Vorschau der vorhandenen Schriftarten &#8211; dabei lauern ein paar Schätzchen darauf, entdeckt zu werden! Und statt immer nur <em>&#8220;Times New Roman&#8221;</em> oder <em>&#8220;Arial&#8221;</em> zu verwenden, sollte man sich mal einen Überblick verschaffen, was so alles auf dem System verfügbar ist. Wenn man mal eine Geburtstagskarte, ein Fotobuch oder den Gutschein für Onkel Alfred gestalten will.</p>
<p><span style="color: #336699;"><span style="font-size: large;">Ich will einen Gutschein für Weihnachten gestalten, aber ich weiß nicht, welche Schriftart ich nehmen soll!</span></span></p>
<p>Um sich einen Überblick zu verschaffen, was alles auf dem eigenen System installiert ist, kann man sich eine kleine Software &#8211; auch portabel installierbar, da nur eine einige EXE-Datei &#8211; installieren: den <a title="zum Download des dp4 Font Viewer + weitere Infos" href="http://www.fontviewer.de/" target="_blank">dp4 Font Font Viewer</a>!</p>
<p>Man lädt sich eine einzige Datei herunter, kopiert sie irgendwo hin und startet sie &#8211; fertig! Und so sieht das aus (klicken vergrößert):</p>
<p><a href="http://www.loft75.de/wp-content/uploads/fonts_dp4.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1804" title="Ansicht des dp4-Fontviewers" src="http://www.loft75.de/wp-content/uploads/fonts_dp4-600x347.jpg" alt="Ansicht des dp4-Fontviewers" width="600" height="347" /></a></p>
<p>Viele Optionen, Filtermöglichkeiten und Ansichts-Optionen &#8211; auf jeden Fall bekommt man einen guten Überblick, welche Schriften auf dem eigenen System vorhanden sind. Man kann einen beliebigen Text eingeben und schauen, wie er aussieht. Und dann die Schriftarten durchzappen, indem man links auf die Liste klickt und die &#8220;Pfeil-nach-unten&#8221;-Taste drückt. Geht alles ganz schnell, problemlos und Ihr bekommt sofort einen Überblick. Und könnt Euch die perfekte Schrift zur passenden Gelegenheit aussuchen, ohne umständlich im &#8220;Schriftarten&#8221;-Dialog in Windows herumzuhampeln. Oder darauf zu vertrauen, dass Eure eingesetzte Software auch eine Vorschau der Schriftarten anbietet. Und das Ganze ist auch noch umsonst (Freeware).</p>
<p>Für mich ist der dp4 Font Viewer ein unverzichtbares Tool, wenn es um die Darstellung und Beurteilung von Schriftarten geht. Denn schließlich wird die angezeigte <a title="zur Schriftart bei dafont.com" href="http://www.dafont.com/font.php?file=lane&amp;page=1&amp;nb_ppp_old=10&amp;text=Loft+75+w%FCnscht+frohe+Weihnachten&amp;nb_ppp=10&amp;psize=m&amp;classt=alpha" target="_blank"><em>&#8220;Lane &#8211; Narrow&#8221;</em></a> bald die neue Hausschrift im Loft 75. Aber erst dann, wenn Silvester vorbei ist <img src='http://www.loft75.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><div class="note"><div class="notehelp"><strong>Mac-User aufgepasst:</strong></p>
<p>Bei Euch ist das sicher alles viel geiler und intuitiver gelöst, keine Frage. Aber hier geht es um Windows XP-Benutzer. Vielen Dank für Eure sachlichen Kommentare, die anderen Lesern weiterhelfen.</div></div></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Warum der LiveWriter ziemlich doof ist</title>
		<link>http://www.loft75.de/2009/12/warum-der-livewriter-ziemlich-doof-ist/</link>
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		<pubDate>Sun, 13 Dec 2009 01:21:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Empfehlenswerte Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Praktische Tipps]]></category>
		<category><![CDATA[Wordpress]]></category>

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		<description><![CDATA[<img align="left" hspace="5" width="120" src="http://www.loft75.de/wp-content/uploads/livewriter_scrnshot-597x600.jpg" class="alignleft wp-post-image tfe" alt="Windows LiveWriter Screenshot" title="Windows LiveWriter Screenshot" />Der Windows LiveWriter, das von vielen Bloggern gepriesene omnipotente Hilfsmittel zur sorgenfreien Blogartikelerstellung, ist nicht mein Ding. Weil er nicht so funktioniert, wie er soll. Nach der Installation wurde ich mit einer hübschen Benutzeroberfläche konfrontiert, die aber nicht hielt, was sie versprach, denn der vermeintlich größte Vorteil des LiveWriters ist nunmal, dass er das Blogdesign [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Windows <a title="zu Cashys Vorstellung des portablen LiveWriters incl. Downloadlink" href="http://stadt-bremerhaven.de/portable-windows-live-writer/" target="_blank">LiveWriter</a>, das von vielen Bloggern gepriesene omnipotente Hilfsmittel zur sorgenfreien Blogartikelerstellung, ist nicht mein Ding. Weil er nicht so funktioniert, wie er soll. Nach der Installation wurde ich mit einer hübschen Benutzeroberfläche konfrontiert, die aber nicht hielt, was sie versprach, denn der vermeintlich größte Vorteil des LiveWriters ist nunmal, dass er das Blogdesign importieren kann und man so schreibt, wie es auch später mal auf der Seite aussehen soll. Nicht so bei mir.</p>
<p><span id="more-1778"></span></p>
<p><span style="color: #336699;"><span style="font-size: large;">Was mich an dem Teil wahnsinnig macht</span></span></p>
<p><a href="http://www.loft75.de/wp-content/uploads/livewriter_scrnshot.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1785" title="Windows LiveWriter Screenshot" src="http://www.loft75.de/wp-content/uploads/livewriter_scrnshot-597x600.jpg" alt="Windows LiveWriter Screenshot" width="597" height="600" /></a></p>
<p>Er behauptet nämlich hartnäckig, dass er mein Blogdesign nicht importieren kann. Auch nach Ausführen eines kleinen Programmes (den Link müsste ich rauskramen), das Abhilfe versprach beim Umgang mit den bei mir eingesetzten TTF-Titles tat sich nichts: der LiveWriter erkannte das Design nicht! Und somit ist dieses hübsche Tool für mich leider gestorben. Auch eine umfangreiche Suche im Netz brachte nicht die gewünschten Antworten, obwohl ich den genauen Fehlercode bei Google eingegeben habe &#8211; schade.</p>
<p><span style="color: #336699;"><span style="font-size: large;">Über Blogeditoren und das Dashboard</span></span></p>
<p>Aber davon abgesehen haben wir, die wir mit WordPress arbeiten, ja ein mächtiges Werkzeug an der Hand: das Dashboard. Mit dem man eigentlich alles machen kann, was man will. Zusammen mit TinyMCE Advanced kann man fast so arbeiten wie in einer Textverarbeitung. Mit allen Formatierungen, die man haben möchte und der Freiheit, auch ohne USB-Stick via Netz auf seine Artikel zugreifen zu können. Klar, neidisch machen mich die LiveWriter-Funktionen wie DropShadows (die coolen Effekte wie beim iPhone) und&#8230;was und? Eigentlich nichts weiter. Denn das Dashboard kann auch das, was man benötigt. Okay, keine DropShadows (aber es gibt sicher ein Plugin dafür).</p>
<p>Der LiveWriter gehört ja zu der Gattung der <a title="eine gute Übersicht (in englisch) über Offline-Blogeditoren" href="http://www.masternewmedia.org/best-offline-blog-editors-and-web-publishing-tools-mini-guide/" target="_blank">Offline-Editoren, derer es ja einige gibt</a>. Das Prinzip ist, dass man seine Texte offline verfasst und dann erst mittels des Programms hochlädt. Und da muss ich mir die Frage nach dem Sinn dieser Tools stellen. Wenn sie mehr Komfort bieten würden, OK. Oder wie beim LiveWriter tolle Effekte. Auch OK. Aber wie sieht die Realität aus? Einfach eine ausgelagerte Bedieneroberfläche, die lokal vom Rechner aus gestartet wird. Ohne die Vorteile des Dashboards, das viele zusätzliche Informationen anzeigt wie &#8220;Eingehende Links&#8221; oder &#8220;News auf Wordpress Deutschland&#8221;. Oder &#8220;Letzte Entwürfe&#8221; und Kommentare. Alles Infos, die ich als Blogbetreiber gerne haben möchte und die mir das Leben leichter machen. Einfach alles auf einen Blick.</p>
<p>Eben habe ich mir <a title="zur BlogDesk-Homepage" href="http://www.blogdesk.org/de/index.htm" target="_blank">BlogDesk</a> mal installiert, auch eine kostenlose Software zum Offline-Bloggen. Ist schön klein, kann eine ganze Menge, aber als ich versuchte, einen Artikel oben auf meiner Seite &#8220;anzuheften&#8221; (&#8220;sticky&#8221;), scheiterte er kläglich. Genauso wie der LiveWriter, bei dem ich diese Option ebenfalls nicht gefunden habe.</p>
<p><span style="color: #336699;"><span style="font-size: large;">Warum das Dashboard einfach mehr kann</span></span></p>
<p>Weil es in WordPress integriert ist und von jedem Ort der Welt (außer vielleicht in Nordkorea oder dem Irak) per Webadresse aufgerufen werden kann und eine vertraute, anpassbare Oberfläche anzeigt mit allen Optionen, die WordPress und seine Plugins bieten. Ich benutze zum Beispiel</p>
<ul>
<li><a title="zur Plugin-Seite bei WordPress" href="http://wordpress.org/extend/plugins/wp-note/" target="_blank">WP Note</a> (um die hübschen Kästchen hinzubekommen mit dem Megaphon oder die orangen mit der weißen Schrift) und</li>
<li><a title="zur Autorenhomepage" href="http://felixtriller.de/projekte/wpspoiler/" target="_blank">WP Spoiler</a> (damit kann man &#8220;Antworten&#8221; ein- und ausblenden)</li>
</ul>
<p>die ich je nachdem, was ich schreibe, einsetzen kann. Die werden dann per Klick auf eine Schaltfläche im WordPress-Editor einfach eingefügt, fertig. Wie kann man solche Plugins in Offline-Editoren nutzen? Allenfalls per Textbaustein.</p>
<p>Das Dashboard kann man sich natürlich auch aufhübschen, beispielsweise mit dem <a title="zur Plugin-Homepage" href="http://planetozh.com/blog/my-projects/wordpress-admin-menu-drop-down-css/" target="_blank">Admin Drop Down Menü</a> oder <a title="zur Plugin-Homepage" href="http://deanjrobinson.com/projects/fluency-admin/" target="_blank">Fluency Admin</a>. Und selbst wenn man das nicht installiert, kann man alle Infokästen auf jeder Seite nach Belieben zusammenklappen, wegschieben oder ausblenden. Und alle Optionen, die WordPress bietet, sind einen Klick entfernt und man muss sich keine Gedanken darüber machen, ob das verwendete Offline-Blogging-Programm dieses oder jenes unterstützt.</p>
<p><span style="color: #336699;"><span style="font-size: large;">Wie das ultimative &#8220;Textverarbeitungs-Feeling&#8221; in WordPress aufkommt</span></span></p>
<p>Ganz einfach, macht das folgendermaßen:</p>
<ul>
<li>Admin Drop Down-Menü oder Fluency-Admin (s.o.) installieren, wenn man möchte. Dadurch wird die Bedieneroberfläche ein bißchen schöner</li>
<li>Das <a title="zur Plugin-Homepage" href="http://wordpress.org/extend/plugins/tinymce-advanced/" target="_blank">TinyMCE Advanced</a>-Plugin in WP installieren und auf die eigenen Wünsche einstellen und konfigurieren. Damit bekommt Ihr ein paar neue Buttons, die man ganz einfach in die Symbolleiste des Texteditors einbinden könnt &#8211; nämlich solche, die das Formatieren einfacher machen. Probiert es aus, es ist großartig! Damit ist Euer normaler Texteditor, in dem Ihr Artikel verfasst, plötzlich eine kleine Textverarbeitung</li>
<li>Frank Bültges <a title="zu Frank und dem Download" href="http://bueltge.de/wp-addquicktags-de-plugin/120/" target="_blank">Add QuickTag</a> (ein WP-Plugin) installieren und neue, benutzerdefinierte Schaltflächen hinzufügen, z.B. für Textbausteine</li>
<li>Beim Schreiben eines Artikels die Schalftfläche <em>&#8220;Vollbildmodus ein/aus&#8221;</em> klicken (in der Symbolleiste Eures Artikel-Editors) klicken &#8211; schon habt Ihr Euren Texteditor im Vollbild ohne störenden Schnickschnack außenrum</li>
<li>Jetzt noch F11 auf der Tastatur drücken, und der Browser wird in den Vollbildmodus geschaltet.</li>
</ul>
<p>Das Ergebnis sieht so aus:</p>
<p><a href="http://www.loft75.de/wp-content/uploads/wp-vollbild.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1786" title="Editor im Vollbild" src="http://www.loft75.de/wp-content/uploads/wp-vollbild-600x375.jpg" alt="Editor im Vollbild" width="600" height="375" /></a></p>
<p>Sieht doch fast aus wie in Word: alle Symbolleisten sind da, man kann sich auf das Schreiben des Textes konzentrieren und wenn man mehr Optionen braucht, wie z.B. für das Einfügen eines Bildes, Festlegen des Veröffentlichungsdatums etc. dann klickt man einfach wieder auf die besagte Schaltfläche <em>&#8220;Vollbildmodus&#8230;&#8221;</em>.</p>
<p>Und da Ihr alle Anpassungen direkt in WordPress gemacht habt, stehen sie Euch immer dann zur Verfügung, wenn Ihr von irgendwoher aus auf Euer Blog zugreifen wollt. Nur nicht in Nordkorea oder dem Irak, denn da gibt&#8217;s kein Internet. Aber das ist sicher zu verschmerzen.</p>
<p><div class="note"><div class="notehelp"><strong>Nun seid Ihr dran:</strong></p>
<p>Schreibt Ihr Eure Artikel mittels WordPress oder benutzt Ihr einen Offline-Editor? Und wenn ja, warum? Ich bin auf Eure Kommentare gespannt! Und Eure Anregungen!</div></div></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Lenor, Nutella und die bunte Markenwelt</title>
		<link>http://www.loft75.de/2009/11/lenor-nutella-und-die-bunte-markenwelt/</link>
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		<pubDate>Sat, 21 Nov 2009 13:00:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Empfehlenswerte Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Hintergründe und Meinungen]]></category>

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		<description><![CDATA[<img align="left" hspace="5" width="120" src="http://www.loft75.de/wp-content/uploads/zahnpasta_regal-300x225.jpg" class="alignleft wp-post-image tfe" alt="Regal mit Zahnpasta - elmada@flickr.com" title="Regal mit Zahnpasta - elmada@flickr.com" />Wer kennt es nicht: das Gefühl, sich in frische Bettwäsche zu legen, die gut nach Weichspüler duftet. Besonders nostalgisch wird es, wenn man das bei seinen Eltern erlebt, wenn man mal auf Besuch ist. Einfach schön, ein Gefühl wie &#8220;damals&#8221;. Weiter geht&#8217;s mit dem Nutellabrot, das man zum Frühstück bekommt. Dazu eine Tasse Jacobs Krönung, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-1747" title="Regal mit Zahnpasta - elmada@flickr.com" src="http://www.loft75.de/wp-content/uploads/zahnpasta_regal-300x225.jpg" alt="Regal mit Zahnpasta - elmada@flickr.com" width="300" height="225" />Wer kennt es nicht: das Gefühl, sich in frische Bettwäsche zu legen, die gut nach Weichspüler duftet. Besonders nostalgisch wird es, wenn man das bei seinen Eltern erlebt, wenn man mal auf Besuch ist. Einfach schön, ein Gefühl wie &#8220;damals&#8221;. Weiter geht&#8217;s mit dem Nutellabrot, das man zum Frühstück bekommt. Dazu eine Tasse Jacobs Krönung, und die Welt ist in Ordnung. Und wenn zwischendurch mal etwas Deftiges her muss, dann bietet sich die 5-Minuten-Terrine &#8220;Nudeln in Rahmsoße&#8221; an: schnell gemacht, lecker und cremig. Und nach dem Mittagessen einen Vanillepudding von Dr. Oetker &#8211; und das Wochenende bei den Eltern ist perfekt!</p>
<p>Marken haben uns unser ganzes Leben lang geprägt und begleitet. Unsere Eltern sind mit ihnen aufgewachsen, als es noch keine sog. &#8220;Handelsmarken&#8221; oder Discounter-Produkte gab. Da gab es Maggi, Lenor, Nutella, Persil und viele andere tolle Namen, die es auch heute noch gibt und die sich mit Erfolg verkaufen.</p>
<p>Zeitsprung: die erste eigene Wohnung, der erste eigene Haushalt. Man kauft selbst ein und hat nicht viel Geld. Lenor? Zu teuer. Nutella? Gibt auch eine Billigmarke, die ähnlich schmeckt. Persil? Wer etwas von modernen Waschmitteln versteht, weiß, dass die doch alle gut sind. Fanta und Coca Cola? Zu teuer! Das Zeug vom Discounter schmeckt doch auch prima!</p>
<p><span id="more-1745"></span><br class="spacer_" /></p>
<p><span style="font-size: large;">Im Detail: wofür steht ein Markenprodukt?</span></p>
<p>In erster Linie für Verlässlichkeit &#8211; so möchte man meinen. In der aktuellen <a title="zur Online-Ausgabe der &quot;For me&quot;" href="http://www.for-me-online.de/" target="_blank">&#8220;For me&#8221;</a>, dem Hausmagazin des Unternehmens P&amp;G sind interessante Schlagworte zu lesen:</p>
<ul>
<li>Mehr Emotionen</li>
<li>Mehr Leistung</li>
<li>Mehr Fortschritt</li>
<li>Mehr Orientierung</li>
</ul>
<p>Nehmen wir diese Begriffe doch einmal unter die Lupe und schauen, ob es stimmt, was da behauptet wird!</p>
<p><span style="font-size: large;">Mehr Emotionen?</span></p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-1748" title="aus der &quot;For me&quot; - s. Link" src="http://www.loft75.de/wp-content/uploads/konsum_markenprodukte.jpg" alt="aus der &quot;For me&quot; - s. Link" width="173" height="255" />Sind wir doch mal ehrlich: Ketchups schmecken alle ähnlich gut. Sei es das &#8220;Werder-Ketchup&#8221; aus dem Osten oder das &#8220;Heinz-Ketchup&#8221; aus dem Westen. Und muss es &#8220;Blend-a-med&#8221; (hat einen Touch von älteren Herrschaften) sein? Die guten Produkte vom Discounter können auch alles, was man braucht und kosten einen Bruchteil.</p>
<p>Schwierig wird es bei Produkten, die das limbische System im Gehin direkt ansprechen, denn dort werden sensorische Informationen (Gerüche, Geschmack) unmittelbar mit Erlebnissen verknüpft: Produkte und Befindlichkeiten, die einen eigenen Geruch oder Geschmack haben, den es sonst nirgendwo auf der Welt in dieser Form gibt, bleiben dort haften und werden bei Bedarf reaktiviert. Denn wer kennt es nicht: das Parfüm der ersten Freundin wird untrennbar mit mit den Erlebnissen verbunden sein, in denen man schöne Momente erlebt hat. Aber im Gegenzug wird der Geruch eines offenen Feuers auch bestimmte Emotionen hervorrufen, die untrennbar mit schönen Abenden bei einem Festival oder einem Zeltlager verbunden sind.</p>
<p><div class="note"><div class="notetip"><strong>Wir lernen:</strong> Je unverwechselbarer ein sensorisches Gefühl ist, desto mehr werden Emotionen und Erlebnisse untrennbar damit verknüpft. Gerüche und spezielle Geschmackseindrücke begleiten uns ein Leben lang.</div></div></p>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p><span style="font-size: large;">Mehr Leistung?</span></p>
<p>Mein Discounter-Handelsmarken-Flüssig-HighTech-Waschmittel bekommt jeden Fleck raus und wäscht supersauber! Da brauche ich doch kein Markenprodukt, oder? Tatsache ist, dass die Rezepturen der gängigen Produkte schon lange kein Geheimnis mehr sind und selbst ein Hersteller für &#8220;No-Name-Produkte&#8221; die Tricks und Kniffe kennt, ein modernes Produkt herzustellen, das keinen Vergleich zu scheuen braucht. Aber auch in den neuen Bundesländern haben sich zu DDR-Zeiten Marken herausgebildet, die keinen aktuellen Vergleich scheuen müssen. Ich persönlich benutze gerne das FIT-Spülmittel und auch die &#8220;Schlager-Süßtafel&#8221; wird immer wieder gerne gekauft, weil sie einfach lecker ist. Kommen wir zur Zahnpasta: eine &#8220;Active-White-Professional&#8221;-Zahnpasta aus dem Hause eines alt eingesessenen, dennoch im Hintergrund existierenden Herstellers kann das Gleiche wie &#8220;Blend-a-med Professional&#8221;. Weil einfach die gleichen Inhaltsstoffe drin sind.</p>
<p><div class="note"><div class="notetip"><strong>Wir lernen:</strong> wenn es um gute Produkte geht, kann mittlerweile jeder Hersteller, der auf dem Laufenden ist, mithalten.</div></div></p>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p><span style="font-size: large;">Mehr Fortschritt?</span></p>
<p>Ganz klar: die Markenhersteller haben die Nase vorn, denn sie forschen, was das Zeug hält. Ohne Forschung gibt es keine Innovationen, also keine neuen Ideen und Konzepte. In den 70ern war es das &#8220;TAED-System&#8221; von Persil/Henkel, das die Wasserhärte eliminierte und somit für einen dramatisch besseren Wirkungsgrad sorgte &#8211; heute sind es die Nano-Partikel, die in der Sonnencreme für eine Reihe von (un-)wünschenswerten Effekten sorgen. Jede Zeit hat ihre neuen Entwicklungen, ihre Innovationen, und die Firmen, die das meiste Kapital haben, können forschen und entwickeln. Und das sind nicht die No-Name-Handelsmarken, die einem im Discounter begegnen, sondern die wirklich Großen, die Forschungslabors unterhalten &#8211; wo die Zukunft entwickelt wird. Abgekupfert wird später &#8211; wenn die Patente abgelaufen sind.</p>
<p>Absolut außen vor sind hier allerdings die Firmen, die meist Lebensmittel herstellen und vertreiben und sich für ihr &#8220;Discounter-Dasein&#8221; lustige Namen ausgedacht haben. Wir haben es also wirklich mit den gleichen Herstellern zu tun, die für einige Cent mehr ihre Waren im normalen Geschäft verkaufen (z.B. &#8220;Homann Feinkost&#8221; wird zu &#8220;Feinkost Wonnemeyer&#8221; oder &#8220;Griesson De Beukelaer&#8221; wird zu &#8220;Coverna&#8221;. Hierzu der Buchtipp: <a title="zum Buch bei amazon.de" href="http://www.amazon.de/Aldi-Welche-Marke-steckt-dahinter/dp/351708381X/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1258747791&amp;sr=1-1" target="_blank">&#8220;ALDI &#8211; welche Marke steckt dahinter?&#8221;</a></p>
<p><div class="note"><div class="notetip"><strong>Wir lernen:</strong> Forschung kostet Geld. Wer sich das leisten kann, entwickelt neue Ideen. Wer das nicht kann, ist zum Nachahmen verurteilt. Und im Nahrungsmittel-Sektor werden oft die gleichen Produkte unter einem anderen Namen verkauft &#8211; nur eben günstiger.</div></div></p>
<p><br class="spacer_" /></p>
<p><span style="font-size: large;">Mehr Orientierung?</span></p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-1751" title="EU-Biosiegel" src="http://www.loft75.de/wp-content/uploads/eu-biosiegel.jpg" alt="EU-Biosiegel" width="166" height="142" />ÖKO-TEST- und STIFTUNG WARENTEST-Qualitätsurteile sind unumstößlich &#8211; quasi ein Gesetz in Deutschland. TÜV und DLG, Demeter, QS und alle anderen vertrauenswürdigen Plaketten tun ein Übriges. Verbraucher orientieren sich seit jeher an diesen Qualitätsbeweisen, die unabhängig (?) ermittelt wurden. Einige sind &#8220;Lobby-Plaketten&#8221;, andere über jeden Zweifel erhaben. Aber nicht nur Markenprodukte werden von solchen Gütesiegeln geschmückt, sondern auch viele Discount- und Handelsmarken.</p>
<p>Orientieren kann man sich also an vielerlei Produkten: sehr oft werden Marken der großen Discounter mit DLG-, ÖKO-TEST- und Stiftung-Warentest-Ehrungen nur so überschüttet. Nicht zu vergessen ist die mittlerweile große Anzahl an BIO-Produkten (die mit dem EU-Biosiegel versehen sind). Wozu soll man sich denn noch das teurere Markenprodukt leisten, wenn die Discounterware eigentlich die gleiche Orientierung bietet?</p>
<p><div class="note"><div class="notetip"><strong>Wir lernen:</strong> Gütesiegel gibt es wie Sand am Meer &#8211; bei Markenprodukten und Handelsmarken. Auch im Billigsegment kann man sich gut orientieren.</div></div></p>
<p><div class="note"><div class="notehelp"><strong>Und jetzt seid Ihr dran!</strong></p>
<ul>
<li>Legt Ihr bei Konsumgütern wie Waschmittel, Weichspüler, Wurstsalat, Nudeln &amp; Co. Wert auf &#8220;Originale?</li>
<li>Und wenn ja, warum seid Ihr bereit, mehr dafür zu zahlen?</li>
<li>Wo kauft Ihr überhaupt Eure täglichen &#8220;Verbrauchsmaterialien&#8221; ein? Beim Discounter oder im Supermarkt oder im kleinen Geschäft/Öko-Laden um die Ecke?</li>
<li>Gibt es &#8220;Originale&#8221;, die Ihr niemals durch ein anderes Produkt ersetzen würdet?</li>
<li>Und was haltet Ihr von diesem &#8220;Marken-Hype&#8221;?</li>
</ul>
<p><strong>Schreibt mir!</strong></div></div></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Die 70er pur bei Doctor Who: der dritte Doktor</title>
		<link>http://www.loft75.de/2009/10/die-70er-pur-bei-doctor-who-der-dritte-doktor/</link>
		<comments>http://www.loft75.de/2009/10/die-70er-pur-bei-doctor-who-der-dritte-doktor/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 22 Oct 2009 08:22:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julia</dc:creator>
				<category><![CDATA[Empfehlenswerte Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Kino, Fernsehen, Video]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.loft75.de/?p=1722</guid>
		<description><![CDATA[<img align="left" hspace="5" width="120" src="http://farm4.static.flickr.com/3093/3975879520_ba42652332_m.jpg" class="alignleft wp-post-image tfe" alt="TARDIS" title="" />Hallo liebe Leser von Loft75! Hier &#8220;spricht&#8221; ausnahmsweise nicht Martin, sondern ein Wesen von außerhalb. Mein Name ist Julia und ich schreibe normalerweise auf 49 Suns. Im letzten Monat war ich in Urlaub und Martin war so freundlich einen Gastbeitrag als Vertretung beizusteuern. Dies hier ist sozusagen das Gegenstück.
Dieser loftige Gastbeitrag ist nicht der einzige [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Hallo liebe Leser von Loft75! Hier &#8220;spricht&#8221; ausnahmsweise nicht Martin, sondern ein Wesen von außerhalb. Mein Name ist Julia und ich schreibe normalerweise auf <a href="http://49suns.de/">49 Suns</a>. Im letzten Monat war ich in Urlaub und Martin war so freundlich <a href="http://49suns.de/2009-09-24/der-titel-den-ich-mir-noch-ueberlegen-muss">einen Gastbeitrag</a> als Vertretung beizusteuern. Dies hier ist sozusagen das Gegenstück.</em></p>
<p>Dieser loftige Gastbeitrag ist nicht der einzige Beitrag, den ich schreibe und so habe ich das als Beitragsserie angelegt. Als Thema habe ich die britische TV-Serie <strong>Doctor Who</strong> ausgesucht, die hierzulande leider viel zu unbekannt ist. Die Serie lief von 1963 bis 1989 (26 Staffeln) und seit 2005 wieder (bisher vier Staffeln). In den ersten beiden Beiträgen habe ich <a href="http://www.endgueltig.com/2009/10/12/endgueltig-doctor-who-der-erste-doktor/">die Anfänge</a> und die <a href="http://www.endgueltig.com/2009/10/12/endgueltig-doctor-who-der-erste-doktor/">sog. verlorenen Folgen</a> thematisiert.</p>
<h3>Worum geht es überhaupt</h3>
<p><img class="alignright" src="http://farm4.static.flickr.com/3093/3975879520_ba42652332_m.jpg" alt="TARDIS" width="160" height="240" />Wer die vorherigen Beiträge gelesen hat, weiß schon Bescheid, doch auch ohne diese Vorarbeit sollte man hier einsteigen können. Wichtig zu wissen ist, dass die Hauptcharaktere in der TARDIS (Time and Relative Dimension(s) in Space) reisen, welche wie eine blaue Polizeizelle aussieht (siehe Bild) und innen größer als außen ist. Wann und wo die TARDIS als nächstes landen wird, ist ein Glücksspiel und so werden die skurrilsten Orte und Zeiten besucht. Die Geschichten werden in zwei bis zwölf zusammenhängenden Folgen erzählt, die jeweils 25 Minuten dauern.</p>
<p>Eine Besonderheit der Serie sind die bzw. der Doktor, der ein sogenannter <strong>Time Lord</strong> ist und sich regenerieren kann. Deswegen gibt es mehrere Schauspieler, die alle dieselbe Person spielen. Die dritte Inkarnation wurde von <strong>Jon Pertwee</strong> verkörpert, der ab 1970 das bunte Zeitalter einläutete.</p>
<p>Die ersten sechs Staffeln wurden in schwarz-weiß gedreht, doch für das neue Jahrzehnt wurde umgestellt und so gab es auch endlich Doctor Who in Farbe. Und bunt, wie man am <a href="http://www.youtube.com/watch?v=nIS3jhIncj0">angepassten Vorspann</a> sehen kann:</p>
<p>
<object width="600" height="348" data="http://www.youtube.com/v/nIS3jhIncj0&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;" type="application/x-shockwave-flash"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/nIS3jhIncj0&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /></object>
</p>
<h3>Bunt und extravagant festgesetzt auf der Erde</h3>
<p>Das Umstellen auf Farbe war nicht das einzige Gewöhnungsbedürftige für die Augen der Zuschauer, sondern auch die Kostüme des Doktors selber, der mit Rüschenhemden, Samtjacken, bunten Hosen und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Inverness-Mantel">Inverness-Überwürfen</a> den Dandy gab. Eine weitere Neuerung war sein Auto <a href="http://tardis.wikia.com/wiki/Bessie">Bessie</a> (siehe Bild).</p>
<p><img class="alignleft" src="http://farm3.static.flickr.com/2476/3975068221_9f79f192d3_m.jpg" alt="Bessie" width="240" height="209" /> Das Auto diente als neues Fortbewegungsmittel, da die TARDIS außer Funktion gesetzt wurde. <strong>Diese Strafe war von seinen Leuten, den Time Lords, verhängt worden. Grund für die Strafe war das Stehlen der TARDIS, um durch Raum und Zeit zu reisen und in Geschehnisse einzugreifen.</strong> Eingreifen statt nur Beobachten verstößt gegen die Vorsätze der Time Lords. Außerdem wurde der Doktor ins Exil auf die Erde verbannt (seinem Lieblingsplaneten) und gezwungen, zu regenerieren.</p>
<p>So, das war jetzt ziemlich viel Information auf einmal. Das meiste erfuhren die Zuschauer in der letzten Geschichte des vorherigen Doktors (<a href="http://www.bbc.co.uk/doctorwho/classic/episodeguide/wargames/detail.shtml">The War Games</a>), als die Time Lords zum ersten Mal namentlich erwähnt wurden und persönlich auftauchten. Nachdem nun endlich die Hintergrundgeschichte etabliert war, ließ man der Fantasie freien Lauf und in der ersten Geschichte von Nummer drei (<a href="http://www.bbc.co.uk/doctorwho/classic/episodeguide/spearheadfromspace/detail.shtml">Spearhead from Space</a>) erfahren wir, dass er zwei Herzen hat, einen Puls von zehn Schlägen die Minute und eine (uns) unbekannte Blutgruppe.</p>
<h3>UNIT, der Master und &#8220;Reverse the Polarity&#8221;</h3>
<p>Eine weitere Sache, die schon beim zweiten Doktor auftauchte, jetzt aber eine feste Größe wurde, war <a href="http://tardis.wikia.com/wiki/UNIT">UNIT</a> (<em>United Nations Intelligent Taskforce</em> bzw. neuerdings <em>Unified Intelligent Taskforce</em>), eine Militärorganisation, die extraterrestrische Aktivitäten auf der Erde untersucht und notfalls bekämpft. Da der dritte Doktor sowieso vorerst auf der Erde bleiben musste, wurde er als wissenschaftlicher  Berater engagiert und der UNIT-Leiter <a href="http://tardis.wikia.com/wiki/Alistair_Gordon_Lethbridge-Stewart">Brigadier Lethbridge-Stewart</a> übernahm sozusagen die Rolle des Companions.</p>
<p>Um die Gegenseite interessant zu gestalten, wurde ein böser Time Lord, <a href="http://tardis.wikia.com/wiki/The_Master_(UNIT_years)">der Master</a> ebenfalls auf der Erde gestrandet und über mehrere Geschichten bekämpfen sich die beiden Erzfeinde. Der Erzählbogen wurde leider nie zum Ende gebracht, da der Schauspieler Roger Delgado bei einem Autounfall starb. Doch da der Master ein Time Lord ist, kann er natürlich regenerieren und tauchte später noch öfter auf, z.B. in der neuen Serie (die meist als &#8220;Doctor Who (2005)&#8221; bezeichnet wird).</p>
<p>Eine weitere Verbindung ist das folgende Zitat vom zehnten Doktor (David Tennant)</p>
<blockquote><p>It really shouldn&#8217;t take that long just to reverse the polarity. I must be a bit out of practice.<br />
 <em>Es hätte wirklich nicht so lange dauern sollen die Polarität umzukehren. Ich muss ein bisschen aus der Übung sein.</em></p>
</blockquote>
<p>Das ist eine Referenz an den (angeblich) häufig verwendeten Satz &#8220;reverse the polarity of the neutron flow&#8221; vom dritten Doktor. Aber wie man bei <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Third_Doctor#.22Reverse_the_polarity.22">Wikipedia nachlesen</a> kann, hat er das so bloß zweimal gesagt und fünf weitere Male &#8220;reverse the polarity&#8221; von anderen Dingen.</p>
<p>Bei nunmehr drei Doktoren hat man die Gelegenheit genutzt und alle zusammen in einer Geschichte auftreten lassen, die sinnigerweise <a href="http://www.bbc.co.uk/doctorwho/classic/episodeguide/threedoctors/detail.shtml">The Three Doctors</a> heißt. Für den ersten Doktor bzw. dessen Darsteller William Hartnell war es der letzte TV-Auftritt und er taucht nur in vorher gefilmten Sequenzen auf, die er mithilfe von Stichwortkarten meistern konnte. Er war nicht mehr bei bester Gesundheit und starb knapp zweieinhalb Jahre später. Inhaltlich geht es darum, dass die Time Lords den Doktor und seine beiden vorherigen Inkarnationen um Hilfe bitten und als Dank die TARDIS wieder funktionsfähig machten.</p>
<h3>Barry Letts und Elisabeth Sladen</h3>
<p>Wo wir schon wild in der Zeit springen, können wir noch zwei weitere aktuelle Verbindungen herstellen. Die erste ist eine traurige Nachricht, denn vor knapp zwei Wochen, <strong>am 9. Oktober verstarb Barry Letts,</strong> der mehrere wichtige Funktionen bei Doctor Who ausfüllte. Während der Zeit des dritten Doktors war er Produzent und führte bei mehreren Folgen Regie (siehe <a href="http://gallifreynewsbase.blogspot.com/2009/10/barry-letts-1925-2009.html">Doctor Who News Page</a>). Bei einigen bereits auf DVD erschienen Geschichten (z.B. dem famosen <a href="http://www.bbc.co.uk/doctorwho/classic/episodeguide/inferno/detail.shtml">Inferno</a>) gibt es einen Audiokommentar mit ihm. Des Weiteren erfand er die <strong>Figur der Sarah Jane Smith, die von Elisabeth Sladen gespielt wurde bzw. wird.</strong> Sie war Companion des dritten und vierten Doktors und traf auch auf den schon erwähnten zehnten Doktor. Mittlerweile hat sie eine eigene Serie namens <a href="http://www.bbc.co.uk/cbbc/sja/">The Sarah Jane Adventures</a>, die auf Kinder ausgerichtet ist und für die es meines Wissens keine Pläne für eine deutsche Ausstrahlung gibt.</p>
<p>Leider gibt es mit dem dritten Doktor keine Folgen <a href="http://www.blinkbox.com/TV/Series/343/Doctor-Who-The-Classic-Series">bei blinkbox</a>, sondern nur einige kurze Clips <a href="http://www.bbc.co.uk/doctorwho/classic/clips/third.shtml">bei der BBC</a>. Aber dafür sind alle 24 Geschichten komplett erhalten (manche Folgen nur in schwarz-weiß) und die Hälfte davon schon auf DVD erhältlich.</p>
<p>Beim nächsten Mal wird es dann mit Sarah Jane weitergehen und ob Tom Baker tatsächlich der beliebteste Doktor aller Zeiten ist. Evtl. taucht Douglas Adams auch noch mal auf. Der Gastgeber wird dann <a href="http://www.lemons-world.de/blog/">Marc</a> sein.</p>
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